Jahre lang habe ich dafür gekämpft, mein Ziel erreicht und bin jetzt fast ein bisschen wehmütig. Der leere Briefkasten. Konsequent habe ich Werbende angeschrieben, mich beschwert und darum gebeten mir bitte keine Werbung mehr zu schicken. Keine Kataloge, keine Broschüren und keine Informationszettel. Die kostenlos eingeworfene lokale Werbung nehme ich trotzdem, schließlich muss man ja in Erfahrung bringen, wo was im Angebot ist und ob sich eine Fahrt lohnt. Doch darüber hinaus bleibt mein Briefkasten leer. Briefe enthalten heute nur noch Rechnungen und keine Bewerbungen mehr von Produkten die keiner braucht. Und jetzt bin ich fast ein bisschen neidisch wenn die Holde wieder einen Prospekt für Schuhe im Briefkasten findet. Der Weg ist eben das Ziel, jetzt wo mir keiner mehr freiwillig Werbung schickt muss ich mir wohl ein neues Betätigungsfeld suchen. Vielleicht deaktiviere ich ja mal für eine Weile den so sorgfältig trainierten Spam-Filter, oder deaktiviere den Werbe-Blocker mal bei allen Seiten im Netz. Einfach nur mal um zu gucken wie es früher so war. Links? Ach ja, die gibt es auch noch. Den ganzen Artikel lesen… »
29 September
Ohne Worte: Verschwende deine Jugend
»Americans today are not only putting a too-high premium on youthfulness; the are relegating maturity to a second-class status.« Amerikaner von heute legen nicht nur einen hohen Wert auf Jugendlichkeit; sie verbannen das Altern zu einem zweite Klasse Merkmal. (via Boogie Children)
28 September
Unter Linken - Die Reportage zum Buch von Jan Fleischhauer
Links? Oder vielleicht doch rechts? Vielleicht aber auch die goldene Mitte? In Zeiten einer bürgernahen Politik die lieber dagegen ist als dafür und auch mal Nein sagt, weil es eben das Gegenteil von dem ist, was die anderen sagen. Politik ohne Profil, bei denen der Wähler schon schnell mal übersehen kann, in welche Richtung es politisch gehen soll und bei der selbst die Mitglieder, Abgeordneten und Vorsitzenden einer Partei selbst nicht mehr so recht wissen, in welche Richtung sie denn nun selber fahren. Mann kann ja schon mal den Blinker setzen um nachher doch in einer andere Richtung zu fahren.
In Deutschland unterscheidet man zwischen all den Partei gerne mal zwischen Links und Rechts, oder auch: Linksextrem und Rechtsextrem, das wird in den Medien häufiger zum Wurfgeschoss verbaler Politisierung. Rechts, das sind die Bösen, die Nazis, die Faschisten, die mit den Glatzen und den Springerstiefeln. Links, das sind die, die mit Schwarzen Masken und Kapuzenshirts, die das System an sich doof finden und für die Kapitalisten der natürlich Feind sind und die man für Gute hält weil sie Steine auf die werfen die Rechts sind, das sind die, die auch gerne mal ganze Stadtteile verwüsten, weil sie meinen nur so etwas ändern zu können. Könnte man doch meinen, oder? Den ganzen Artikel lesen… »
28 September
Ohne Worte: Anatomia
»…Erst in der Renaissance wurden diese Denkstrukturen von Einzelnen durchbrochen. Andreas Vesalius war es, der zur Empörung seiner Kollegen die über Jahrhunderte kaum hinterfragten Glaubenssätze erstmals wieder erschüttern konnte. Seine Arbeit revolutionierte die Medizin seiner Zeit und macht ihn zum Begründer der modernen Anatomie.« (via Poemas del rio Wang)
25 September
Ohne Worte: Tag der Toten
Der Dia de Muertos ist ein wichtiger mexikanischer Feiertag, an dem die Hinterbliebenen ihren Toten gedenken. Der Umgang wirkt auf viele befremdlich, da der Tod in Mexiko nicht tabuisiert wird sondern im Zentrum der 3 Tage dauernden Feierlichkeiten steht. (via Luis Montemayor)
23 September
Creative Commons als Comic erklärt
Immer noch sind viele Inhalte im Netz, vor allem Bilder und Grafiken, immer wieder ein strittiger Punkt bei der Lizenzierung und Nutzung. Mittlerweile bietet ja auch die Google-Bildersuche die Möglichkeit, Inhalte nach Art ihrer Lizenz zu suchen, so ähnlich wie ich diese Funktion bei Flickr schon länger schätze. Eine Creative Commons Lizenz bietet die Möglichkeit seine Inhalte Zielgruppengerecht und pauschal zu lizenzieren um die Verwendung zu vereinfachen und standardisieren. Es nützt nichts sich über immer neue Restriktionen und Gesetze aufzuregen, ohne selbst etwas dafür zu tun, seine Inhalte unter eben eine solche Lizenz zu stellen. Wie genau das funktioniert erklärte bereits ein Comic vom brasilianischen Künstler nerdson, der jetzt von linus übersetzt wurde.
Ganz passend dazu gibt es jetzt das WP-Plugin »CC License Manager« von Nils Dagsson Moskopp, das es ermöglicht, eigene Medien global oder individuell zu lizenzieren und entsprechend zu kennzeichnen. Seit kurzem findet das Plugin auch bei Spontis Testweise Verwendung und wird ab sofort für die veröffentlichten Werke, die von mir stammen, genutzt. Darüber hinaus werde ich bei Spontis auch noch einige besser sichtbare Lizenzierungshinweise integrieren. Wäre das nicht ein guter Zeitpunkt auch Deine Bilder bei flickr, picasa oder in deinem eigenen Blog zu lizenzieren? Den ganzen Artikel lesen… »
22 September
Nachgefragt: Wie die Pikes in die Szene kamen
Kommunikation ist alles. Zu meinem Beitrag Ohne Worte: These Pikes are made for walking kommentiert Schatten am 6. September 2010 »Weiß eigentlich jemand hier wie die Pikes in die Szene kamen?«. Um gefährlichen Halbwissen vorzubeugen, habe ich mich in der Ortsansässigen Hochschule Niederrhein mit entsprechender Literatur versorgt und ein bisschen recherchiert um der Frage abschließend auf den Grund zu gehen.
Spitze Schuhe aus Glatt-, Lack– oder Wildleder, die man vorzugsweise mit silbernen Schnallen verzierte, waren in den 80er das Erkennungsmerkmal für Anhänger der schwarzen Szene die später einmal Grufties und Waver genannt wurden. Die sogenannten Pikes (vom engl. Wort Pike = Spitze) oder auch Winklepickers (»Schneckenstecher« ) haben eine mehrteilige Geschichte, den Szene-Einstieg in die schwarze Gemeinde erhielten die spitzen Schuhe durch das aufwärmen der Winklepicker, die in den 50ern durch die Mods getragen wurden. Doch die Geschichte der Schuhe innerhalb der Szene und der historischen Vergangenheit ist vielfältig. Den ganzen Artikel lesen… »
21 September
75 Cosplayer der Dragon*Con in unter 2 Minuten
Schon wieder so eine Convention voller Verrückter, die sich in die Kostüme ihrer Spiele– Film– und Fantasyhelden werfen um ihrem Idol angemessen zu huldigen. Die Dragon*Con ist nach eigenen Angaben die größte Multi-Media Popkultur Convention deren Schwerpunkt so ziemlich auf allem liegt, was das Nerdherz begehrt. Ich finde das großartig. Wer so alles auf der diesjährigen Ausgabe zu sehen war, zeigt Chad Vader in eindrucksvollen 2 Minuten. Ich weiß zwar noch nicht wem »Sexy Pirate Nurse« huldigt, aber ich bin mir sicher, das es irgendwo da draußen einen Helden gibt der einen ähnlichen Auftrag hat wie diese Dame. Ganz bestimmt
(via Nerdcore)
21 September
Ohne Worte: Edward Gorey
»Each night Father fills me with dread
Whenn he sits on the foot of my bed;
I’d not mind that he speaks
In gibbers and squeaks,
But for seventeen years he’s been dead.«
Edward St. John Gorey, * 22. Februar 1925 in Chicago; † 15. April 2000 in Hyannis, Cape Cod - (via This isn’t happiness)



Mittendrin statt nur dabei. So könnte das Motto dieser Ausgabe der Wochenschau sein, denn es ist noch lange keine Woche seit der letzten Ausgabe vorbei. Ursprünglich war ja auch mal geplant, das die Nummer des Ausgabe mit der Kalenderwoche übereinstimmt — doch natürlich kam es anders als es ist, denn aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, das wir bereits die 38. Kalenderwoche schreiben. Superman ist einfach solange und so schnell um die Erde geflogen, bis sich die Zeit rückwärts drehte, so einfach war das, vorausgesetzt man wäre ebenfalls auf einem anderen Planeten zur Welt gekommen. Und obwohl ich mich manchmal so fühle, bin ich dennoch hier geboren und von grünem Kryptonit wird mir auch nicht übel. Macht aber nicht, ich werde fleißig sein und die verlorene Zeit locker wieder rein holen, behaupte ich jetzt einfach mal so. 

