31 August

Von Geeks und Nerds: Gamescom 2010

Kategorie: VernetztKeine Kommentare

Ich habe mei­nen Urlaub genos­sen, es waren wirk­lich ein paar schöne Tage die wir an Ost­see und letzt­end­lich in Ber­lin ver­bracht haben. Es gibt jedoch eine Sache die mich per­sön­lich ärgert, die ver­passte Games­com 2010 am Wochen­ende vom 18. — 21. August 2010.  Dabei reizt mich nicht unbe­dingt die Ansamm­lung von Video– und Com­pu­ter­spie­len oder auch die neu­es­ten Errun­gen­schaf­ten der Unter­hal­tungs­elek­tro­nik son­dern auch die Men­schen, die man dort tref­fen kann. Spä­tes­tens seit dem Sie­ges­zug des C64 in den 80ern ent­wi­ckeln sich par­al­lel zu den musi­ka­lisch ori­en­tier­ten Jugend­kul­tu­ren auch tech­nisch ori­en­tierte Jugend­kul­tu­ren, die man land­läu­fig wohl am ehes­ten unter Geeks und Nerds kate­go­ri­sie­ren könnte.

Was hier oft in einem abfäl­li­gen Tenor genannt wird, ist jedoch viel­fach ein unter­schätz­tes Phä­no­men. Kein Wun­der also, das eine Computer-Spiele-Messe gerne als gro­ßer Nerd-Spielplatz gese­hen wird auf dem sich poten­ti­ell gefähr­li­che Amok­läu­fer die Anre­gun­gen für ihren nächs­ten Plan holen. Jugend­schutz besteht doch 2010 dar­aus, Dinge zu ver­bie­ten anstatt sie ver­ste­hen zu wol­len. Inte­gra­tive Ansätze wer­den sträf­lich ver­nach­läs­sigt und wer­den durch wei­tere Ver­bote im Keim erstickt. Ist ja auch irgend­wie leich­ter. Was ich nicht ver­ste­hen kann oder will ver­biete ich erst mal pau­schal um mein Kind vor den Gefah­ren zu schüt­zen. Klingt logisch? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 August

Spontis Wochenschau #27

Kategorie: Vernetzt, Wochenschau1 Kommentar

Spontis WochenschauWir haben immer noch August und ich habe die Hei­zung wie­der ein­ge­schal­tet. Unge­müt­lich reg­ne­risch ist es drau­ßen, ganz so wie es die Unken ver­dient haben die noch vor ein paar Wochen über die Hitze jam­mer­ten. Jetzt habt ihr den Salat — das Dres­sing schmeckt sowieso immer anders. Im Hin­ter­grund läuft Bit­ters­weet Sym­phony von The Verve als musi­ka­li­sche Ein­stim­mung auf die erste Arbeits­wo­che nach mei­nem wohl­ver­dien­ten Urlaub der sich jetzt so jäh sei­nem Ende hin­gibt. »Kein Grund zum Jam­mern!« Stimmt. Denn merke: Im Urlaub hast du immer weni­ger Zeit für die Dinge, die Du wirk­lich machen willst. Eine wei­tere Erkennt­nis ist dazu­ge­kom­men, denn es ist defi­ni­tiv mög­lich auf das Inter­net zu ver­zich­ten ohne das es zu kör­per­li­chen Ent­zugs­er­schei­nun­gen kommt. Echt jetzt.
Doch die Strafe folgt auf den Fuß, denn ein wei­te­rer Tag Urlaub geht dafür drauf, mich durch 1000+ Feeds und viel zu viele E-Mails zu wüh­len. Die ers­ten Ergeb­nisse der Sor­tie­rung fol­gen auf den besag­ten Fuß, hier sind lesens– und sehens­wer­ten Bei­träge der letz­ten Tage. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 August

Ohne Worte: These Pikes are made for Walking

»These boots pikes are made for wal­king, and that’s just what they’ll do one of these days these boots pikes are gonna walk all over you.« — Nancy Sina­tra. (via Fuck Yeah Goths)


28 August

Mixtape-Wichteln endgültig

Wenn ich nickend vor dem Bild­schirm sitze, hat das eigent­lich nur zwei Gründe. Ent­we­der höre ich ein gutes Lied zu dem ich mei­nen Kopf rhyth­misch bewege, oder ich ver­leihe mei­ner Zustim­mung für gele­se­nes einen kör­per­li­chen Aus­druck. So wie bei endgueltig’s Idee zum Mixtape-Wichteln, denn auch ich habe damals nach der Schule vor dem Radio geklebt, um mir die bes­ten Lie­der von WDR 1 (da hieß es noch nicht Eins­live) mitzuschneiden.

Ich habe mich immer ganz schreck­lich dar­über geär­gert, wenn der blöde Mode­ra­tor dazwi­schen gela­bert hat, oder der Anfang bzw. das Ende durch irgend­wel­chen Unsinn ver­stüm­melt wur­den. Ich glaube ich habe »Depe­che Mode — Not­hing« geschätzte 20-mal mit­ge­schnit­ten, bevor ich eine Ver­sion mein Eigen nen­nen konnte, die ich auch nur annä­hernd auf einem Mixtape prä­sen­tie­ren konnte.

Die schlechte Nach­richt: Lei­der fiel die­ses Tape einem über­hitz­ten Kassetten-Rekorder im Frei­bad zum Opfer, die gute Nach­richt: Einige Tage spä­ter belohnte mich meine Schwes­ter zu mei­nem 15. Geburts­tag mit der CD »Music for the Masses«.

Jetzt ist es Zeit das Mixtape in die Ver­sion 2.0 zu erhe­ben, was Sascha in sei­nem Blog wie folgt erklärt:

1. Jeder der Lust hat hinterlässt einfach einen Kommentar.
2. Wenn die Anmeldephase vorbei ist (und dann ja ganz viele dabei sind) werde ich ein Thema bestimmen. Eventuell kann ich auch abstimmen lassen und einfach mehrere Vorschläge machen.
3. Dann gebe ich den Startschuss und ihr mixt ein Tape (natürlich eher eine CD) und brennt sie, tütet sie ein und
4. versendet sie.
5. Als Dank gibt es ein Mixtape für euch.

Bis zum 05.09. hat man Zeit bei End­guel­tig einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Es sei dar­auf hin­ge­wie­sen, das nicht nur Blog­ger an die­ser Aktion teil­neh­men kön­nen, son­dern alle, die lie­ber Musik für sich spre­chen las­sen. Ob ich mit­ma­che oder nicht, könnt ihr euch sicher­lich denken.

(via free­Q­net)


27 August

Deine Lakaien: Videopremiere zur neuen Single "Gone"

25 Jahre sind eine lange Zeit und nie­mand hätte 1985 damit gerech­net das die bei­den Män­nern, die unter­schied­li­cher nicht sein konn­ten einen sol­chen Erfolg haben wür­den. Der Maze­do­nier Alex­an­der Vel­ja­nov und der Kapell­meis­ter Ernst Horn brach­ten zwei Musik­stile zusam­men, die ver­schie­den und doch ver­wandt waren und gewan­nen mit ihrer elek­tro­ni­schen Avant­garde schnell neue Anhän­ger aus dem Dark-Wave Umfeld der Gothic-Szene. Seit dem ent­wi­ckeln sich Deine Lakaien immer wei­ter und brin­gen pünkt­lich zum Jubi­läum das lang ersehnte neue Stu­dio­al­bum heraus.

»Gone« ist die Sin­gle­aus­kopp­lung aus dem neuen Stu­dio­al­bum »Indi­ca­tor« das am 17. Sep­tem­ber erschei­nen wird. Auf dem YouTube Chan­nel des Labels Chrom­re­cords fei­ert man jetzt schon die Video­pre­miere der Sin­gle die nächste Woche Frei­tag erschei­nen wird. Der Ster­nen­klare Song knüpft an die alte Lakaien-Tradition an, ohne dabei lang­wei­lig zu klin­gen, die klassisch-elektronische Grund­stim­mung ent­zückt mich immer wie­der. »Auch Lakaien haben Takt­ge­fühl« ist nicht nur eine Text­zeile aus dem Neubauten-Song »Die genaue Zeit« son­dern auch Namens­ge­ber für die unge­wöhn­li­che Band, die den Gehalt die­ses Tex­tes immer wie­der auf´s neue bewei­sen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 August

Wie aus "Hammer Horror" Gothic wurde

Kategorie: Schwarze Szene9 Kommentare

Immer dann, wenn man in der Geschichte des Gothic gräbt, lau­fen einem die Hammer-Filme über den Weg, die zwi­schen den 50ern und den frü­hen 70ern ent­stan­den sind und nicht unbe­dingt zu den groß­ar­tigs­ten Fil­men der Film­ge­schichte zäh­len son­dern wegen ihrer Qua­li­tät schnell in ein eigens dafür geschaf­fe­nes Genre gesteckt wur­den, die B-Movies. Kurio­ser­weise ist die Wir­kungs­zeit der Filme die Geburts­stunde vie­ler spä­te­rer Musi­ker, von denen einige aus ihren Erin­ne­run­gen daran Ein­flüsse in Sti­lis­ti­scher und Ästhe­ti­scher Hin­sicht mach­ten. Doch wie lässt sich Hammer-Horror und Gothic in sti­lis­ti­scher Hin­sicht unter einen Hut bringen?

Kate Bush ver­öf­fent­lichte 1978 ihr Sin­gle­de­büt und bediente sich Emily Bron­tes Saga »Die Sturm­höhe«, die in den kah­len Hoch­moo­ren York­shires zur Win­ter­zeit spielt und mit allem aus­ge­stat­tet war, was wir heute als Gothic bezeich­nen wür­den. »Wut­he­ring Heights« ist aber auch ohne den lite­ra­ri­schen Bezug ein frü­hes Genre-Meisterwerk, auch wenn es unge­wöhn­lich und anders erscheint. Das Werk blieb von der Kri­ti­kern ver­kannt, erst ihr Album Lion­he­art ver­half ihr zum Durch­bruch, auch wenn sie in einem völ­lig ande­ren Genre agierte.

Doch Kate Bush scheint die erste Ver­bin­dung zu »Ham­mer Hor­ror« zu sein, denn die­ses Stück von Album »Lion­he­art« war ihr Tri­but an die Film­stu­dios, die mit ihren scho­ckie­ren­den Bil­lig­pro­duk­tio­nen eine Zeit lang zum Dau­er­bren­ner des bri­ti­schen Fern­se­hen wur­den, der die Filme regel­mä­ßig an Frei­tag­aben­den auf den Schirm brachte. Der Titel selbst ent­stand 1976 und ist auf einem frü­hen Demo zu hören, das in Bush-Fan-Kreisen als The Cathy Demos in Umlauf ist. »Ham­mer Hor­ror« erschien schließ­lich auf dem bereits erwähnte Album Lion­he­art. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 August

Ohne Worte: Gesicht ohne Namen

»Gewisse Bücher schei­nen geschrie­ben zu sein, nicht damit man dar­aus lerne, son­dern damit man wisse, dass der Ver­fas­ser etwas gewusst hat.« — Johann Wolf­gang von Goe­the, 1749 — 1832. (via Infi­nite Plateau)


23 August

Spontis Wochenschau #26

Spontis WochenschauHeute bin ich in Ber­lin, unse­rer schö­nen Haupt­stadt und werde wie ein Staub­sau­ger die Ein­drü­cke die mich hier erwar­ten, auf­sau­gen. Ich fürchte nur, ich muss den vol­len Beu­tel dann zu hause auf­schnei­den um noch mal nach zuschauen, was sich alles darin ange­sam­melt hat. Die Wochen­schau habe ich daher von lan­ger Hand vor­be­rei­tet, akri­bisch zusam­men­ge­tra­gen und lie­be­voll umschrie­ben um sie dann letzt­end­lich doch dem Auto­ma­tis­mus des Sys­tems zu unter­wer­fen. Ich bin eben gerne vor­be­rei­tet. Das bedeu­tet natür­lich auch, das die Ein­träge zwar nicht mehr ganz tau­frisch sind, aber den­noch nichts an ihrem Wert ein­ge­büßt haben. Aber was ist im Netz schon tau­frisch? Stun­den sind hier Tage, Tage sind Wochen und Wochen oft Monate. Glück­li­cher­weise ver­gisst das Netz nicht so schnell, sagt man jeden­falls. Aber das Netz über­sieht sehr schnell, rea­giert oft impul­siv und mas­sen­dy­na­misch auf das was publi­ziert und dann mul­ti­pli­ziert wird. »Wenn 20 Leute dar­über blog­gen, wird es schon ein Skan­dal sein!«. So ist es lei­der nicht immer. Ent­wi­ckelt eure Mei­nung lie­ber selbst und steht dazu um andere davon zu über­zeu­gen oder ein­zu­ge­ste­hen, das man sich doch geirrt hat. Ein paar Anre­gun­gen zur Mei­nungs­fin­dun­gen gibt es hier. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 August

Ohne Worte: St. John's Graveyard

Melissa und Lisa auf dem Fried­hof von St. John 1983. »In mei­nen Zei­ten als Jugend­li­cher fühlte ich mich dadurch defi­niert und es war mehr für mich als nur so ange­zo­gen zu sein. Ich glaube ich habe alle mög­li­chen Kul­tu­ren erforscht die sich mit dunk­le­ren The­men, wie der Sterb­lich­keit, beschäf­tig­ten. Vom lesen exis­ten­zia­lis­ti­scher Auto­ren bis hin zu Zom­bie Fil­men und B-Movie Hor­ror […] Ich glaube, ich fühlte die ganze Lebens­ein­stel­lung los­ge­löst von der Musik und den Kla­mot­ten.Aus mei­nem Inter­view mit Melissa, Novem­ber 2009


20 August

Ohne Worte: Joy Division Konzert (1979)

Joy Divi­sion Kon­zert Pos­ter: Frei­tag, 30. März 1979 — Walt­hams­tow Jugend­zen­trum, im Juni des sel­ben Jah­res ver­öf­fent­li­chen sie ihr legen­dä­res Album Unknown Plea­su­res. (via Man­ches­ter District Music Archiv)