Ihr seid wohl verrückt geworden? Zunächst hatte ich das für einen Fehler vom Google-Reader gehalten, als er mir über 1000 ungelesene Artikel bescheinigte. Kaum ist man mal ein paar Tage weg und nimmt die messende Hand vom Puls der Zeit schlägt er schneller und vor allem unerbittlich weiter. Ich bin gerade aus London zurück und stelle zu meinem Entsetzen fest, hier ist es noch stickiger als in der britischen Hauptstadt die ja nicht gerade dafür bekannt ist, kurz vor einer Ernennung zum Luftkurort zu stehen. Immerhin konnte ich trotz drückender Hitze schon einige Artikel lesen und daraus die 19. Wochenschau schnüren, die allesamt noch vor meinen Urlaubsvorbereitungen entstanden. Eine aktuellere Ausgabe steht ebenfalls in den Startlöchern, dürfte aber noch bis zum Wochenende auf sich warten lassen. Dafür ist diese Ausgabe wieder sehr angenehm schwarz ausgefallen, was mir persönlich besonders gefällt, denn trotz des strahlenden Sonnenscheins ist mir äußerst düster zumute und das im positiven Sinne. Den ganzen Artikel lesen… »
30 Juni
Spontis Wochenschau #19
28 Juni
Ohne Worte: A Love Craft
»Over the last few months I helped curate an exhibit taking place at the Observatory in Brooklyn New York. I’ll also have a Lovecraft themed artwork included. And a few artists I can vouch for being in the show who haven’t been officially mentioned are Mat Brinkman and Skinner.« Ausstellung von H.P. Lovecraft inspirierter Kunst in New York. (via This isn’t Happiness)
27 Juni
Geschlechterverwischen - Provokation oder Lebensgefühl?
Mann oder Frau? Allein die Frage impliziert schon, das es sich hierbei nicht um das erwartete handelt. Unter der Überschrift »Lance Bass in Goth Makeup« löst das Rätsel, denn es handelt sich um den ehemaligen N’Sync Sänger Lance Bass, der die Bilder von Mike Ruiz ablichten lies. Ob es ihm dabei explizit um das verwischen der äußerlichen Grenzen zwischen Mann und Frau ging oder die Verkörperung eines Goth ging, lassen wir einmal dahingestellt. Geschlechterverwischen, was soll das eigentlich? Die Diskussion aus meinem Artikel Jetzt schminken sich auch unseres Jungs möchte ich hier nochmal aufgreifen.
Beschäftigt man sich mit dem verwischen der Geschlechter und durchforscht das Netz nach einschlägigen Quellen, so spinnt sich ein dichtes Netz aus Einflüssen und Verbindungen, die eng mit den Emanzipationsbestrebungen der Frau im 18. und 19. Jahrhundert verbunden zu sein scheint. Zu dieser Zeit brachten es Frauen zu ersten Schriftstellerischen Erfolgen, wie beispielsweise Mary Shelley mit ihrem legendären Werk Frankenstein, deren Mutter Mary Wollstonecraft grundlegende Werke der britischen Frauenrechtsbewegung verfasste.
Bleiben wir an der Oberfläche der Thematik und erstellen erste Thesen. Das verwischen der Geschlechter ging von der Frau aus, die immer schon unter der Bevorteilung des Mannes zu leiden hatte und seit je her für Gleichberechtigung kämpft. »Sport hielt man bis in die Sechzigerjahre nur für junge Männer geeignet, da sie dort ihre überschüssige Energie loswerden und gleichzeitig ihre Lehrfähigkeit stärken konnten. Frauen dagegen durften keinen Kilometer rennen, weil es, so glaubte man, ihre Gebärfähigkeit beeinträchtigen könnte.« Nur ein Beispiel das deutlich macht, das es sich beim Geschlechterverwischen im historischen Sinne eher um die neue Verteilung der Geschlechterrollen handelte. Was hat das nun alles mit der Gothic-Szene zu tun? Den ganzen Artikel lesen… »
25 Juni
London Calling - Again and Again
Schon wieder? Schon wieder! Mit wiederkehrender Genauigkeit und einem kurzen aufflammen von Monotonie fliege ich auch dieses Jahr nach London, um mich wieder einmal in die Arme der vielschichtigsten Stadt Nordeuropas zu geben, mich darin zu verlieren, abzutauchen und aufzublühen. Der diesjährige Aufenthalt ist aber denkbar kurz, viel zu kurz um den Aufgabenmarathon des letzten Jahres zu wiederholen. Allein schon wegen der Gefahr, das einer auf die Idee kommt mich am Sonntag Nachmittag mit Deutschlandfahne auf den Picadilly Circus schicken zu wollen.
Grob gesagt steht shoppen auf dem Programm, der Kleiderschrank zeigt sich hungrig nach neuen Trends in schwarz für kurioses von der Insel oder auch für ein paar hübsche Pikes in meiner Sammlung. Dieses Jahr habe ich den Hinflug etwas alternativer geplant als die Verbindung Köln — Stansted — London, die ich sonst mit German Wings geflogen bin, dieses Jahr geht es mit der Lufthansa in die Luft. Die ist zwar teurer als der Flug mit German Wings, dafür spart man sich aber die Tickets für den Stansted-Express und kann direkt mit der U-Bahn von London-Heathrow in Zentrum fahren. Rechnet man das alles zusammen, so ist die Lufthansareise sogar 4,30€ günstiger als die Alternative und obendrein auch noch wesentlich komfortabler. Vergleichen lohnt sich.
Auch dieses Jahr ist wieder ein Friedhof auf dem Programm, leider kann ich mich bis jetzt noch nicht entscheiden welche der Magnificent 7 ich als nächstes besuchen möchte. Highgate und Abney haben ja bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit dem 3. im Bunde möchte ich meine Artikelreihe über Friedhöfe eröffnen, die nach dem London-Aufenthalt fest auf meinem Plan steht. Ebenso eine weiterer Szene-Check im Slimelight und dem Intrepid Fox, je nach Lust und Laune.
23 Juni
Postcrossing - Schreib mal wieder!
Vor einigen Jahren begannen wir damit den Computer intensiv als kommunikatives Medium zu nutzen. Er machte es uns leicht innerhalb von wenigen Sekunden mit der ganzen Welt in Verbindung zu treten. Der Briefkasten vor dem Haus dient in der Regel nur noch dem Empfang von Werbeprospekten und Rechnungen. Doch das getippte Wort in einer E-Mail, einer Zeile im Chat oder bei einer Nachricht bei Facebook verströmt immer noch den sterilen Charme eines Krankenhauses, denn trotz aller eingesetzten grafischen Hilfsmittel zur Emotionsweckung fehlt ein persönlicher Bezug zu seinem Gegenüber. Eine Postkarte ist anders, denn dieses kompakte Kommunikationsmedium aus einer Zeit vor Internet und Telefon lässt einen direkten Bezug zum Schreibenden erahnen und setzt ein gewisse Portion Mühe und Anstrengung voraus, die bei manch liebloser E-Mail einfach fehlt.
Als ich von Postcrossing hörte, war mein Interesse sofort geweckt. Kurios irgendwie, denn als heranwachsender der Computerzeitalters habe ich die schriftliche Form der Verständigung eigentlich immer gemieden, ich war schlichtweg zu faul. Als Jugendlicher ist die obligatorische Postkarte an die Eltern doch mehr Last als Lust und Briefe schrieb man höchstens zum Aufbau einer zarten Liebesbeziehung. Aus männlicher Sicht natürlich. Auch ich liebe die Möglichkeit meine Worte in getippter Form elektronisch zu verewigen, wie man an diesem Blog sieht und dennoch war ich neugierig auf die Möglichkeit, Postkarten in alle Welt zu verschicken und zu erhalten. Den ganzen Artikel lesen… »
22 Juni
Spontis Wochenschau #18
Wie ein Schleier des Schweigens hüllt sich die Nacht über das Land. Nicht so in den schwarzen Welt der Blogger, der ich mich in dieser Ausgabe der Wochenschau widmen möchte. Unglaublich interessantes hat die letzten Wochen meinen Google-Reader erreicht. Bin nicht viel zum lesen gekommen, da die kleine Blog-Gestaltungs-Orgie meine Freizeit in Anspruch genommen hat. Man könnte fast behaupten: Gut das der Sommer noch auf sich warten lässt! Stimmt aber nicht ganz, eigentlich hab ich den Winter lieber. Aber immer noch besser als die Zeit dazwischen.
Außerdem habe ich meinen Plan, die Links zu automatisieren erstmal wieder auf Eis gelegt, bisher zeigte sich keins der Plugins die Möglichkeiten zur Integration der Readers in den Blog eröffnen, mit einer Zusammenarbeit mit mir bereit. Ich fürchte wir haben da ein Kommunikationsproblem. Pah! Ich habe Zeit. Eure Zeit werde ich bis dahin mit Lesestoff vertreiben. Den ganzen Artikel lesen… »
18 Juni
In einem Leichenwagen ist noch niemand gestorben
Ein Leichenwagen ist die adäquate Form der Fortbewegung Automobiler Gothics — finden jedenfalls viele US-Amerikanische Grufties und gründen bereits erste und dunkle Leichenwagenclubs. »By driving the most gothic car in the world, you can expect the same remarks as you get from people who dont like or understand the gothic subculture […] The funniest thing you can ever do is to tell them that you have a PhD = Professional Hearse Driver.« Die Ägypter machte es zur Sitte, das ihre Verstorbenen eine geheiligte Stätte besuchten, bevor man sich in ihrer Heimat beerdigte. Manche wollten gar in Abydos beigesetzt werden, wo man das Haupt des Osiris bestattet glaubte. Das erforderte eine ausgeklügelte Transportlogistik und man erfand die Totenbarke, den Vorläufer des Leichenwagens.
Im Mittelalter entdeckte man die Egge als Leichenwagen. Das landwirtschaftliche Gerät, das wie eine überdimensionale Harke funktioniert, wurde umgedreht und die Spitzen der Harken dienten Kerzen als Halterung und der Sarg wurde während der schon damals üblichen Todesmesse darauf gestellt. Später schmückte man dann die Egge mit Tüchern und Blumen und nutzte die freien Spitzen um dem Toten letzte Grüße mit auf den Weg zu geben. Das englische Wort für Leichenwagen »Hearse« hat auch hier seinen Ursprung, denn es ist vom französische Wort für die Egge herse abgeleitet., das E Später machte man dann Kutschen daraus, die dann nach und nach durch motorisierte Exemplare ersetzt wurden. Den ganzen Artikel lesen… »
17 Juni
Kreative Randgruppenreflektion: Emo Assault Squadron 2
Der Humor ihrer Videoproduktionen ist so schwarz wie die Protagonisten selbst. Über die Agents of S.O.R.P. (Sacred Order of the Ring Pop) hatte ich bereits gebloggt, jetzt sind sie mit neuem Video und neuer Internetseite zurück. Nach ihrem Klassiker Emo Assault Squadron gibt es jetzt den lange erwarteten zweiten Teil, bei dem man sich intensiver mit Hipstern und den Twilight-Kids auseinandersetzt. Das ich mich wieder köstlich amüsiert habe, brauche ich sicherlich nicht weiter erwähnen, ich mag einfach die unverkrampfte Art mit der eigenen Randgruppenidentität umzugehen.
15 Juni
Die kleine Legende vom Sensenmann
Als man sich im Mittelalter unweigerlich mit dem Tod beschäftigte, blieben viele Fragen offen, die selbst die Kirche nicht beantworten konnte. Zu dieser Zeit war der Tod allgegenwärtig und erschien gnadenlos. Zwischen 1347 und 1353 forderte der schwarze Tod 25 Millionen Opfer in ganz Europa. Die Kirche zeigte sich angesichts dieses damals unerklärlichen Sterbens machtlos und büßte dabei viel Autorität ein denn der Glaube schien hier nicht weiterzuhelfen. Das Volk richtete den Zorn der Hilflosigkeit gegen die in Europa lebenden Juden die fälschlicherweise dafür verantwortlich gemacht wurden, weil ein Gerücht besagte, sie hätte die Brunnen vergiftet.
In der Folgezeit setzten sich Künstler mit der schwarzen Tod auseinander und so entwickelte sich über das Bildnis der tanzenden Skelette den Sensenmann, den man an seinem schwarzen Umhang und der großen Sense erkannte mit der er den Tod über die Menschheit brachte. Oft hält er dabei eine Sanduhr in der Hand, die die Zeit der Menschen auf Erden symbolisierte. Den ganzen Artikel lesen… »
14 Juni
Joy Divisions "Love Will Tear Us Apart Again" im DJ Live-Remix
So ist das mit alten Klassikern. Immer wieder müssen sie für Coverversionen herhalten, weil sich der Covernde durch eben dieses Stück oder die Band besonders beeinflusst fühlte. Die Auswahl an Coverversionen von Joy Divisions Hyme Love Will Tear Us Apart Again scheint unerschöpflich, schon namhafte Künstler haben sich bereits mit einer Coverversion in ihrer Form bei Ian Curtis bedankt, berühmte Vertreter waren beispielsweise The Cure oder auch jüngst auch die jungen Musiker von Nouvelle Vague.
Wie ein solch melancholischer wunderschöner Track wohl unter den Fittichen eines Dancefloor-DJ’s klingen würde habe ich mir nie vorstellen wollen. Auf dem Niederländischen Pinkpop Festival 2010 hat es dann einer getan und das Original auf seine Weise interpretiert: Den ganzen Artikel lesen… »


