29 Mai

Rohre so groß wie Geschützbatterien: Mein kleines WGT Tagebuch (1)

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Rohre so groß wie die von Geschütz­bat­te­rien alles ver­nich­ten­der Kriegs­schiffe zie­len auf schwarz geklei­dete Men­schen und ent­schei­den mit einem Knopf­druck über Hot or Not. Man könnte nei­disch wer­den bei so pro­fes­sio­nel­lem Kamera-Equipment und wil­li­gen Prot­ago­nis­ten die sich ganz und gar der Kamera hin­ge­ben. Alle nam­haf­ten Musik­me­dien ent­sen­den ihre geneig­ten Redak­teure um mit spit­zer Feder über die Bands zu schrei­ben die die­ses Jahr so zahl­reich ein­ge­la­den wur­den. Aber wäh­rend sich die Schrei­ber in arg­wöh­ni­scher Selbst­herr­lich­keit das Unver­ständ­nis über die Dar­bie­tun­gen von der Seele schrei­ben um dann mög­lichst objek­tiv über das sub­jek­tivste der Welt schrei­ben — das Emp­fin­den für Musik — über­lege ich, wie man die Ein­drü­cke mög­lichst elo­quent ver­ar­bei­ten könnte.

Die Ant­wort? Gar nicht. Ich ver­su­che es über­haupt erst nicht. Ich habe schlechte Bil­der gemacht und nie­mand ist für meine Kom­pakt­ka­mera ste­hen geblie­ben. Ver­su­che, etwas objek­tiv zu erfas­sen sind an sub­jek­ti­ven Emo­tio­nen klag­los geschei­tert. Aber viel­leicht soll es auch gar nicht anders sein. Trotz­dem habe ich das Ver­lan­gen etwas von dem zu erzäh­len was ich erlebt habe und möchte bewusst von knall­har­ten Fak­ten abwei­chen um das zu erfas­sen was das WGT viel­leicht zu dem macht, was es ist. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Mai

Über die Beeinflussung durch Medien: Schwarz wie Milch

ScreenshotDen Blick in die Welt kann eine Zei­tung ver­sper­ren. Sagte man zu Zei­ten der Stu­den­ten­re­volte und meinte das Rich­tige. Denn tat­säch­lich ist es doch so, das unser Welt­bild durch die Medien mani­pu­liert wird unsere Kauf­ab­sich­ten durch Wer­bung beein­flusst und unsere Vor­ur­teile auch nicht von unge­fähr kom­men. Nichts ist daran schlimm, sich pas­siv im Strom zu bewe­gen und sich bequem im Fluss der Mei­nun­gen zu bedie­nen, das machen ja schließ­lich alle ande­ren auch. Irgend­wann hatte ich keine Lust mehr dar­auf so zu sein und das zu den­ken was die ande­ren auch so den­ken und was sie dar­stel­len. Ich klei­dete mich schwarz und stieß dem Umfeld vor den Kopf. Viel­leicht habe ich gehofft das einer fragt warum ich das tue. Ich begann mich für Dinge zu inter­es­sie­ren und Fra­gen zu stel­len die kei­ner beant­wor­ten konnte.  Seine eigene Mei­nung bil­den und Sachen auf den Grund gehen, das finde ich jetzt viel bes­ser. Etwas mit Hin­ter­grund zu fül­len anstatt es mit Farbe aus dem Bau­markt der Mei­nun­gen auszumalen.

Nur Werbung, geistlose Unterhaltung und politischer Schwachsinn überfluten die Bildschirme. Einer lügt mehr als der Andere. Und wenn die Welt nur noch aus Lügen besteht, dann wird die Wahrheit das Einzige sein, was niemand mehr glaubt. Und werde ich meine Augen schließen und wegsehen... Nein... ich habe meine eigene Meinung! Ich traue nicht den schönen Bildern und den Worten, die mir verbieten selbst zu denken. Ich werde suchen und ich werde die Wahrheit finden. Auch wenn es mir nicht bewusst war, dass ich manipuliert wurde... Oder hast du es gemerkt? Ich hoffe du bist nicht meiner Meinung? Den ganzen Artikel lesen... »


26 Mai

Pressestimmen zum Wave-Gotik-Treffen 2010

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare

Nach­dem mein Bei­trag aus dem letz­ten Jahr so posi­tiv auf­ge­nom­men wurde, möchte ich auch die­ses Jahr kurz zusam­men­tra­gen, was die Presse so über das Pfingst­wo­chen­ende in Leip­zig zu berich­ten weiß. Die­ses Jahr sticht vor allem eine Per­son her­aus, Cor­ne­lius Brach, der als Pres­se­spre­cher der Tref­fen & Fest­spiel­ge­sell­schaft für Mit­tel­deutsch­land im Namen des WGT auf­tritt, der nahezu von allen Medien in immer glei­chen Flos­keln zitiert wird. Ein paar Pres­se­be­richte habe ich trotz­dem zusam­men­ge­tra­gen. Ich bin gespannt wel­che Fülle an Mate­rial noch in den nächs­ten Wochen ver­ar­bei­tet wird. Der Anzahl der Foto­ap­pa­rate und deren Aus­lö­se­häu­fig­keit müsste es dem­nächst nur so wim­meln von Auf­nah­men. Auch ich werde mich mit einem Bericht über das WGT in den nächs­ten Tagen anschlie­ßen um die Tage aus mei­nen Augen zu spie­geln und dabei in gewohn­ter Weise wie­der andere Wege beschrei­ten, als man es viel­leicht erwar­ten dürfte. Es gilt unglaub­lich viele Ein­drü­cke zu ver­ar­bei­ten, Zeit sich die Ein­drü­cke »pro­fes­sio­nel­ler« anzuschauen:

Die Leip­zi­ger Volks­zei­tung berich­tet: »Leip­zig. Nach vier Tagen ist am Mon­tag das 19. Wave-Gotik-Treffen (WGT) in Leip­zig zu Ende gegan­gen. Etwa 20.500 Besu­cher tauch­ten die Stadt vier Tage lang in schwarz. Knapp 200 Szene-Künstler mit ihren Dar­bie­tun­gen stan­den auf dem Pro­gramm des tra­di­tio­nel­len „Fami­li­en­tref­fens“, das jedes Jahr zu Pfings­ten tau­sende Anhän­ger düs­te­rer Musik nach Leip­zig zieht.«  und bringt damit die Sache sach­lich in ihre Zei­tung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Mai

Umstrittene Riefenstahl Ästhetik auf der WGT Karte 2010?

Kategorie: Schwarze Szene68 Kommentare

WGT 2010 EintrittskarteEigent­lich hatte man gehofft, das sich die Ver­an­stal­ter des WGT nach der Dis­kus­sion um das Sym­bol der schwar­zen Sonne auf der Obsor­ge­karte zum WGT 2009 geschick­ter ver­hal­ten hät­ten, aber das Gegen­teil scheint der Fall zu sein wenn man den Gerüch­ten glau­ben schen­ken möchte. Aber was ist dran an die­ser Behaup­tung? Auf der Karte des dies­jäh­ri­gen Wave-Gotik-Treffen sind in den Flü­geln des Schmet­ter­lings zweite nackte Men­schen dar­ge­stellt, die offen­sicht­lich im Tanze die Kör­per stre­cken und die Arme in die Luft wer­fen und die einem Bild, das ver­mut­lich aus Leni Rie­fen­stahls Film Olym­pia stammt zum ver­wech­seln ähnlich sieht.  (Anmer­kung: Den Scan die­ser Ein­tritts­karte habe ich auch Gründe der Sicht­bar­keit in Farbe und Sät­ti­gung mani­pu­liert)

Leni Rie­fen­stahl, die sich vor allem im drit­ten Reich als Film­re­gis­seu­rin und Foto­gra­fin einen Namen machte, gehört zu einer der umstrit­tens­ten Künst­le­rin­nen die­ser Zeit. Nicht nur wegen ihrer per­sön­li­chen Bezie­hung zu Adolf Hit­ler son­dern auch und vor allem wegen ihrer fil­mi­scher Werke, denen rück­bli­ckend vor­ge­wor­fen wird, natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ideo­lo­gien zu glo­ri­fi­zie­ren. Die von Rie­fen­stahl geschaf­fene Ästhe­tik, gut gebaute Kör­per in der Bewe­gung und beim Sport abzu­lich­ten waren stil­prä­gen­des Mit­tel, das vor allem im Film Olym­pia 1938 umge­setzt wurde, der auch heute noch inter­na­tio­nale Aner­ken­nung erfährt. Das TIME-Magazin wählte den Film in die bes­ten 100 Filme aller Zei­ten, die Film­be­wer­tungs­stelle Wies­ba­den kenn­zeich­nete die DVD als »beson­ders wert­voll«. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Mai

Ohne Worte: Sturm der Blitze

On the Bor­der­land — Light­ning Storm over Bos­ton 1967

»Der Unter­schied zwi­schen dem rich­ti­gen Wort und dem bei­nahe rich­ti­gen ist der­selbe Unter­schied wie zwi­schen dem Blitz und einem Glüh­würm­chen.« (Mark Twain, 30.11.1835 — 21.04.1910)


23 Mai

Ohne Worte: Der Triumph des Todes

Luxe et Vani­tés: Niklaus Manuel Deutsch der Jün­gere, (* 1528; † 1588) — Freie Inter­pre­ta­tion: Der Tri­umph des Todes über die Macht des Wissens


22 Mai

Interview: Schwarze Inseleier mit später Einsicht

Kategorie: Interviews9 Kommentare

Hier schreibt nicht Robert son­dern ich (stof­fel) ein Teil der unfrei­wil­lig daheim geblie­be­nen. Es ehrt mich sehr das Robert zum einen das Ver­trauen besitzt ich könnte auf sei­nen Blog auf­pas­sen und zum ande­ren das er mich gebe­ten hat über »Das Leben der Ande­ren«, in die­sem Fall über mich selbst hier zu schrei­ben. Ich hoffe nur hier die rich­ti­gen Kate­go­rien und Tags ver­wen­det zu haben, nicht das der Meis­ter nach dem Wochen­ende meckert.

Wer Robert kennt, der ahnt wahr­schein­lich schon was da kommt. Eine Bat­te­rie an Fra­gen hat er mir geschickt, jawoll! Und Sel­bige ver­su­che ich nun nach bes­ten Wis­sen und Gewis­sen zu beant­wor­ten … jedoch zuerst: Ich wün­sche allen die sich auf dem WGT tum­meln ban­nig viel Spass und Sonne.  Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Mai

Ohne Worte: Henry & Glenn forever

Henry & Glenn Fore­ver by Tom Neely: »Star­ring super-notorious mus­cle­bound punk/metaldudes Glenn Dan­zig and Henry Rollins (with a little help from super-notorious soft-rockdudes Hall and Oates) Henry & Glenn Fore­ver is a love story to end all love sto­ries!«


21 Mai

Ohne Worte: Gotham - Feld der Toten

This isn’t Hap­pi­ness: Gotham — Feld der Toten

»1807 benutzte Washing­ton Irving in sei­ner Essay­samm­lung Sal­mag­undi, or the Whims and Opi­ni­ons of Launce­lot Lang­staff and Others den Begriff Gotham City für New York. In Anleh­nung an die volks­tüm­li­che Legende der Wise Men of Gotham impli­zierte er, dass die Bewoh­ner von New York wie jene wich­tig­tue­risch und när­risch seien.«


21 Mai

Schwarz in Leipzig

Ihr könnt es nicht mehr hören? Gut, ich gebe nach und ver­schwinde end­lich nach Leip­zig, die für das Pfingst­wo­chen­ende die Haupt­stadt der schwar­zen Gemeinde sein dürfte. Habt ihr schon gewusst, das man das Leip­zi­ger Aller­lei eine Erfin­dung war um die damals rei­che Stadt nach den napo­leo­ni­schen Krie­gen (1803−1815) vor Bett­lern und Steu­er­ein­trei­bern zu schüt­zen? »Ver­ste­cken wir den Speck und brin­gen nur noch Gemüse auf den Tisch, sonn­tags viel­leicht ein Stück­chen Mett­wurst oder ein Krebs­lein aus der Pleiße dazu. Und wer kommt und etwas will, der bekommt statt Fleisch ein Schäl­chen Gemü­se­brühe und all die Bett­ler und Steu­er­ein­trei­ber wer­den sich nach Halle oder Dres­den ori­en­tie­ren.« Jetzt wisst Ihr es, ob ihr wollt oder nicht. Ich nen­nen das Bil­dung zwi­schen den Zei­len, hat mich Jahre der Ent­wick­lung gekostet.

Ich bin mir natür­lich sicher das zahl­rei­che mei­ner Leser ent­täuscht sein dürf­ten jetzt ein paar Tage nichts von mir zu hören und weil ich eben so gerne von mir auf andere schließe, habe ich 2 unfrei­wil­lig daheim geblie­bene enga­giert mich in mei­ner Abwe­sen­heit zu ver­tre­ten. Eine Gast­fa­mi­lie in mei­nem Blog sozu­sa­gen. Außer­dem habe ich für jeden Tag ein ein­drucks­vol­les Bild mei­ner Serie Ohne Worte vor­be­rei­tet, ich bin gespannt ob euch meine Aus­wahl zusa­gen wird. Das ist das erste mal für mich das ich den Blog auto­nom blog­gen las­sen und wehe er baut Mist.

Beim wem es sich um die Gast­blog­ger han­delt, lasse ich der Span­nung wegen offen, ich bin mir aber sicher das die­ser kleine Aus­flug für alle Betei­lig­ten span­nend und auf­schluss­reich wer­den wird. Jean Pütz, der mit dem lus­ti­gen Bart, hat immer gesagt: »Ich hab” da mal was vor­be­rei­tet.« Und damit die­ser Bei­trag nicht völ­lig zu Mul­ti­me­dia­ka­ta­stro­phe endet habe ich den Trai­ler eines kom­men­den Films beige­steu­ert, der Stil­echt auch noch »Black Death« heißt.