Rohre so groß wie die von Geschützbatterien alles vernichtender Kriegsschiffe zielen auf schwarz gekleidete Menschen und entscheiden mit einem Knopfdruck über Hot or Not. Man könnte neidisch werden bei so professionellem Kamera-Equipment und willigen Protagonisten die sich ganz und gar der Kamera hingeben. Alle namhaften Musikmedien entsenden ihre geneigten Redakteure um mit spitzer Feder über die Bands zu schreiben die dieses Jahr so zahlreich eingeladen wurden. Aber während sich die Schreiber in argwöhnischer Selbstherrlichkeit das Unverständnis über die Darbietungen von der Seele schreiben um dann möglichst objektiv über das subjektivste der Welt schreiben — das Empfinden für Musik — überlege ich, wie man die Eindrücke möglichst eloquent verarbeiten könnte.
Die Antwort? Gar nicht. Ich versuche es überhaupt erst nicht. Ich habe schlechte Bilder gemacht und niemand ist für meine Kompaktkamera stehen geblieben. Versuche, etwas objektiv zu erfassen sind an subjektiven Emotionen klaglos gescheitert. Aber vielleicht soll es auch gar nicht anders sein. Trotzdem habe ich das Verlangen etwas von dem zu erzählen was ich erlebt habe und möchte bewusst von knallharten Fakten abweichen um das zu erfassen was das WGT vielleicht zu dem macht, was es ist. Den ganzen Artikel lesen… »









