28 Februar

Spontis Wochenschau #08

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Und die Jahre zie­hen ins Land und wir sur­fen immer noch ohne Ver­stand. So, oder so ähnlich sang es eine Düs­sel­dor­fer Punk-Band ein­mal und da ich kei­nen Alko­hol zu mir nehme, bleibt mir nur das sur­fen übrig. Und manch­mal lasse ich mich ein­fach trei­ben von Video-Plattformen, Blogs, Nach­rich­ten­por­ta­len und Link­lis­ten, schwimme in der Welt der Reize, lasse mich berie­seln und genieße es mal nicht an den All­tag den­ken zu müs­sen, oder an den Kel­ler — den ich immer noch auf­räu­men muss. Ich schaue den Men­schen zu die etwas beson­ders gut kön­nen oder auch etwas gar nicht kön­nen, bin sen­sa­ti­ons­geil, neu­gie­rig und scha­den­froh. Ich mache mich scham­los über andere lus­tig und kli­cke alles an, was nicht bei 3 auf einem Baum zu fin­den ist. Alles Eigen­schaf­ten, die zu Tage tre­ten, wenn man den Ver­stand ein­mal weg­lässt und sei­nen nie­de­ren Instink­ten freien Lauf lässt. Man­che brau­chen zum deak­ti­vie­ren des Ver­stands den Alko­hol, ich brau­che dazu das Inter­net und darf danach sogar noch mit dem Auto fah­ren. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Februar

Tour of the Universe: Depeche Mode in Düsseldorf

Kategorie: Dunkle Klänge6 Kommentare
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Depeche Mode LogoWas lange währt wird end­lich gut. Nach­dem ich vor über einem Jahr und vol­ler Vor­freude die Kar­ten für die Tour of the Uni­verse mei­ner 3 Lieb­lings­bri­ten erstan­den habe, folgte ja eine wahre Odys­see. Dave wurde von einer plötz­li­chen Krank­heit über­rascht, musste kurz­fris­tig einige Kon­zerte absa­gen und brachte damit den ganze Tour­plan durch­ein­an­der, so ein Schuft. Das ursprüng­lich für den 4.6.2009 geplante Kon­zert fand nach lan­gem hin– und her nun am 26.02.2010 in der inzwi­schen umbe­nann­ten Esprit-Arena in Düs­sel­dorf statt.

Soweit so gut, ges­tern ist es dann soweit gewe­sen. Nach einer wirk­lich rei­bungs­lo­sen Anfahrt mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, die man mit der Kon­zert­karte ja kos­ten­los benut­zen konnte, fan­den wir uns im Sta­dion ein und enter­ten zunächst den Merchandise-Shop, um die obli­ga­to­ri­schen Tour-Shirts zu erwer­ben. Wir beeil­ten uns in den Innen­raum­be­reich zu kom­men um uns gute Plätze zu sichern und der Dinge zu har­ren die da kom­men. Zeit kann so grau­sam sein, nach einer schier end­lo­ses War­te­zeit in der beheiz­ten und mit geschlos­se­nem Dach zur Halle mutier­ten Arena zeigte sich end­lich die Vor­gruppe Nit­zer Ebb auf der Bühne.

Ich war skep­tisch, ob DM-Fans wirk­lich die rich­tige Ziel­gruppe für den eher EBM ori­en­tier­ten Sound Bri­ten waren, ver­suchte aber die Dinge auf mich wir­ken zu las­sen, denn vom neuen Album Indus­trial Com­plex hatte ich noch nicht wirk­lich was gehört. Trotz spär­li­chem Ein­satz von Licht und einem eher beschei­de­nen Klang ver­suchte die Band ihr bes­tes, konnte das Publi­kum aber zu kei­nem Zeit­punkt für sich begeis­tern. Der stark elek­tro­nisch geprägte und harte Sound har­mo­niert nicht wirk­lich mit dem Sound von DM, obwohl beide Bands viele Ein­flüsse der 80er mit­ge­nom­men haben, ent­wi­ckel­ten sie sich in zwei völ­lig unter­schied­li­che Rich­tun­gen. Wie Nit­zer Ebb ins Vor­pro­gramm rutschte lässt sich nur spe­ku­lie­ren, viel­leicht liegt es auch an Ex-Depeche Mode Mit­glied Alan Wil­der, der sich für einen Remix von I am Undone ver­ant­wort­lich zeigt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Februar

Cosplayprinzessin Kirsten Dunst

Kategorie: Ansichtssache8 Kommentare
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Kirsten Dunst in dem Video Turning JapaneseIch war über­rascht, als davon erfuhr, bis jetzt hatte ich Kirs­ten Dunst als Spiderman’s große Liebe in Erin­ne­rung oder auch als hüp­fen­der Cheer­lea­der bei Girls United. In einem Video von McG/Taka­shi Mura­kami ist sie Teil einer Pop Life-Ausstellung der Tate Modern in Lon­don und im Moment in der Ham­bur­ger Kunst­halle als blau­haa­rige Cosplay­prin­zes­sin die durch Tokyos Ver­gnü­gungs­vier­tel Aki­ha­bara tanzt, zu sehen.

Es han­delt sich dabei um den Song Turning Japa­nese von The Vapors (Video) aus dem Früh­jahr 1980 dem man sich jetzt künst­le­risch ange­nom­men hat und es in einen künst­le­ri­schen Kon­text stellt, inso­fern man die Manga und Cosplay Kul­tur der Japa­ner als sol­che ver­steht. Schon Anfang der 80er beschäf­tigte man sich in dem Song mit der Kul­tur der Japa­ner, die wir wohl immer als anders und fremd emp­fin­den wer­den, obwohl sie uns seit den Zei­chen­trick­fil­men, in denen übergroße Augen eine ent­schei­dende Rolle spiel­ten, schon eine ganze Weile beliefern.

Das Video zeigt, das Japan mehr zu bie­ten hat als Samu­rai, Gei­sha oder auch getra­gene Unter­wä­sche in Auto­ma­ten. Die Japa­ni­sche Kul­tur ist eine der ältes­ten die­ser Welt und oben­drein auch noch eine der viel­fäl­tigs­ten und bun­tes­ten. Sicher­lich ist es Geschmacks­sa­che sich damit aus­ein­an­der zuset­zen, ich für mei­nen Teil habe Japan schon län­gere Zeit auf mei­nem per­sön­li­chen Rei­se­plan ste­hen und irgend­wann werde ich die­sen wohl auch umset­zen und das obwohl ich Sushi hasse. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Februar

Schattenwelt - Helden und Legenden des Gothic Rock

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Schattenwelt - Dave ThompsonSel­ten wird mir ein Buch so voll­mun­dig ange­kün­digt wie das Werk Schat­ten­welt von Dave Thomp­son. Der eng­li­sche Autor und Musik­jour­na­list gehört zu einem der flei­ßigs­ten Schrei­ber der alter­na­ti­ven Musik­szene und brachte schon in frü­hen 80ern Fan­zines und Bücher her­aus, mit die­sem Buch möchte er die Ent­ste­hung des Gothic Rock anhand sei­ner Hel­den und Legen­den nach­zeich­nen. Ich habe mich 424 Sei­ten durch die sehr gute Über­set­zung von Kirs­ten Bor­chardt gewühlt und mir ein eige­nes Bild von dem Buch gemacht, über das der Zillo schrieb: „Einen defi­ni­ti­ve­ren Über­blick über die Geburt der schwar­zen Szene wird es wohl nicht mehr geben.

Das Buch zeich­net den Ver­lauf der schwar­zen Szene sehr genau nach und beginnt etwa 1976 mit den ers­ten Live-Auftritten von Sioux­sie & The Bans­hees und eröff­net die musi­ka­li­sche Chro­nik mit Iggy Pop und sei­nem legen­dä­rem Album The Idiot, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Sehr detail­liert beschreibt Thomp­son das Erschei­nen sämt­li­cher Prot­ago­nis­ten auf der Bühne des Gothic Rock und kon­zen­triert sich dabei auf die Haupt­dar­stel­ler und ihre musi­ka­li­schen Pro­jekte. Als sich The Cure, Bau­haus und Joy Divi­sion vom fast schon eta­blier­ten Punk lösen sucht man förm­lich nach einem neuen Ober­be­griff, der den Bands der ers­ten Stun­den anhef­ten wird wie eine Täto­wie­rung. Mit The Mis­sion, The Dam­ned und The Sis­ters of Mercy macht er die Bewe­gung dann ein­deu­tig zu einem eng­li­schen Phä­no­men, woran ver­ein­zelte Aus­flüge mit The Birth­day Party, Chris­tian Death oder den Fields of the Nephilim nichts ändern kön­nen. Der Wech­sel zwi­schen den vie­len par­al­le­len Ent­wick­lun­gen ist mit­un­ter etwas umständ­lich und kon­fus gera­ten, so das man als Leser immer wie­der reflek­tie­ren muss, in wel­chem Teil der Zeit man sich befin­det. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Februar

Schwarzer Festivalsommer 2010

Kategorie: Schwarze Szene2 Kommentare
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Schwarzer Festivalsommer 2010Als heute die ers­ten wirk­lich war­men Son­nen­strah­len mein Gesicht tra­fen, schien mir die Frage, wel­ches Fes­ti­val ich die­ses Jahr besu­chen sollte näher als je zuvor. Doch die Aus­wahl gestal­tet sich schwie­rig. Nicht nur in ihrer Art und Weise unter­schei­den sich die Fes­ti­vals, son­dern auch in ihrer musi­ka­li­schen Aus­wahl. Wäh­rend sich das WGT unge­wohnt breit gefä­chert zeigt, sind die Haupt-Headliner der schwar­zen Szene wohl ASP, The Sis­ters of Mercy, Front 242, In Extremo, Pla­cebo und allen voran Unhei­lig, die offen­bar kei­nen Ter­min ver­säu­men möch­ten, ihr neues Album unter die Leute zu brin­gen. Der erstaun­lichste Head­li­ner sind wohl ein­deu­tig die Sis­ters of Mercy, die es trotz  Jah­ren ohne neues Mate­rial immer noch schaf­fen, zu bes­ten Zeit auf der Bühne zu ste­hen. Auch viele auf­ge­löste Bands geben sich zu die­sen Zei­ten eine neue Chance und über­ra­schen das Lin­eup mit fas­zi­nie­ren­den Ein­trä­gen, Gene Loves Jeze­bel, Bet­tina Kös­ter oder auch Alien Sex Fiend.

Die Aus­wahl der vor­ge­stell­ten Fes­ti­vals ist eher sub­jek­tiv und bewusst breit gefä­chert. Gen­re­o­ri­en­tierte Fes­ti­vals, wie bei­spiels­weise das mit­tel­al­ter­li­che Schlosshof-Festival oder das Burg­volk blei­ben zunächst außen vor, ebenso das rein elek­tro­nisch ori­en­tierte E-tropolis. Für eine Über­sicht aller in Deutsch­land ver­an­stal­te­ten Fes­ti­vals emp­fehle ich den Fes­ti­valhop­per. Ich habe mich bemüht, alle Künst­ler auf MyS­pace zu ver­lin­ken, damit ihr ent­spre­chende Hör­pro­ben fin­den könnt, die euch bei Unbe­kannt­heit der Band sicher­lich wei­ter­hel­fen wer­den. Feh­lende oder feh­ler­hafte Links wer­den von Zeit zu Zeit ergänzt bzw. ver­bes­sert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Februar

Somebody: Alan Wilder und Depeche Mode

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Bild von Alan WilderWas den Ken­ner an der Über­schrift ver­wir­ren dürfte: Ist Alan Wil­der nicht vor 15 Jah­ren bei Depe­che Mode aus­ge­stie­gen? Eins nach dem ande­ren. Am 18. Februar über­raschte Depe­che Mode mit einem Auf­tritt für die Kinder-Krebshilfe in der Royal Albert Hall, ihre erste Teil­nahme an einem sol­chen Benefiz-Aktion. Als es dann soweit war und die Set­list bei Mar­tin Gore’s Solo-Stück Some­body ange­langt war dürfte so ziem­lich kei­ner der Fans sei­nen Augen getraut haben. Alan Wil­der spa­zierte auf die Bühne und beglei­tete Mar­tin am Kla­vier. Eine Reunion?

Auf sei­ner Home­page schreibt er dazu: „Dave hatte mich vor eini­gen Wochen kon­tak­tiert und fragte mich ob ich Lust hätte mit ihnen auf­zu­tre­ten. Er ver­si­cherte mir, dass alle in der Band sich die­ser Idee anschlie­ßen wür­den. Ich war sehr erfreut zuzu­sa­gen, beson­ders des­halb weil es für einen guten Zweck war und eine sol­che Art von Wie­der­ver­ei­ni­gung schon über­fäl­lig war. Es war toll alle wie­der­zu­se­hen und wie­der ein biß­chen Anschluss zu fin­den. Es war auch das erste Mal, dass ich ‘Depe­che Mode’ auf der Bühne sah!

Im Juni 1995 gab Wil­der an sei­nem Geburts­tag bekannt, aus der Band aus­zu­stei­gen, man hätte seine Arbeit nie gewür­digt. Beson­ders mit And­rew Flech­ter kam es immer wie­der zu Rei­be­reien. Wil­der, der 1981 als Ersatz für den aus­ge­schie­de­nen Key­boar­der Vince Clarke in die Band kam, hat der Band immer wie­der ent­schei­dende musi­ka­li­sche Impulse gege­ben, ohne die einige der groß­ar­tigs­ten Alben gar nicht mög­lich gewe­sen wären. Den­noch hat es DM immer wie­der geschafft sich wei­ter zu ent­wi­ckeln, obwohl man nach dem Aus­stieg wich­ti­ger Mit­glie­der immer wie­der pro­phe­zeite, das sich die Band nun auf­lö­sen würde.

Wie die Zukunft aus­sieht und ob dar­aus über­haupt noch etwas wer­den kann, halte ich für zwei­fel­haft. Immer hat man sich offen­bar wie­der ver­tra­gen (siehe Video) und geht erwach­sen damit um. Ich denke aber nicht das es zu einer Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men wird, viel­leicht ein paar gemein­same Aktio­nen und eine Sin­gle, aber rein musi­ka­lisch hat man sich viel­leicht zu weit von ein­an­der ent­fernt. Man soll auf­hö­ren wenn’s am schöns­ten ist, ob der Spruch auch in umge­kehr­ter Rich­tung gilt? Den gan­zen Arti­kel lesen… »