18 Januar

Die Wolkenfabrik

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare

»Tief im Wes­ten, wo die Sonne ver­staubt, ist es bes­ser, viel bes­ser als man glaubt…« sang Grö­ne­meyer zu sei­nen bes­se­ren Zei­ten und hul­digte damit der Stadt, in der er auf­ge­wach­sen war. Doch noch wei­ter im Wes­ten sieht es nicht viel bes­ser aus, denn am Nie­der­rhein sor­gen unzäh­lige Braun­koh­le­kraft­werke eben­falls für viel Schat­ten. Die Wol­ken­fa­bri­ken sor­gen durch ihren rie­si­gen Kühl­türme für weit­hin sicht­bare Wol­ken­land­schaft und tau­chen das Land auch bei schöns­ten Son­nen­schein in ein dif­fu­ses Licht, das in den Abend­stun­den für eine bedrü­ckende Stim­mung sorgt und die Men­schen ver­an­lasst die Stim­mung des Son­nen­un­ter­gangs mit einer ver­korks­ten Ansicht von Indus­trie­ro­man­tik zu ver­wech­seln. Es ist erdrü­ckend, wenn die heiße Sonne des Tages im Schweif der Schorn­steine ver­sinkt und die Täler des Tage­baus für Minu­ten in ein gol­de­nes Licht taucht, wäh­rend der Braun­koh­le­staub wie­der ein­mal die Sicht der Brille einschränkt.

Schon immer habe ich mich gefragt, wie man das jeman­dem ein­drucks­voll ver­mit­teln kann der so etwas nur aus dem Fern­se­hen kennt.  Diese Frage hat Jeff Grewe bei vimeo für mich beant­wor­tet in dem er einen Film von einem Koh­le­kraft im Zeit­raf­fer schnei­det und ihn dabei mit der Musik des Horror-Klassikers Shi­ning hüllt. Obwohl das Video poli­tisch rüber­kommt, ist seine Inten­tion eine künst­le­ri­sche. Ich finde es ein­fach nur gru­se­lig. Ruhig mal 1:29 Zeit neh­men, wir­ken las­sen und dann seine Gedan­ken in den Kom­men­ta­ren ver­ewi­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Januar

Spontis Wochenschau #02

Zack! Vor­bei. Der Schnee, die Woche, das eis­kalte Wet­ter und die Zeit, um Getränke aus dem Ange­bot zu kau­fen, denn die sind schon längst ver­grif­fen. Immer­hin sind wir am Sams­tag nach Köln gefah­ren um den ein oder ande­ren Klei­dungs­rück­stand auf­zu­ho­len. Hat nicht ganz geklappt, es sind da doch nur Socken gewor­den.  Dafür habe ich wie­der eine von die­sen schar­fen Cur­ry­würs­ten von Cur­ry­wurst­fo­re­ver zu mir genom­men, Schär­fe­grad: Twi­light Zone. Meine bes­sere Hälfte hat sich ver­se­hent­lich daran ver­grif­fen und war für den Rest des Nach­mit­ta­ges: »bedient«, wie sie es zu sagen pflegte.

Doch es sollte nicht die ein­zige Erfah­rung blei­ben, denn die Schärfe hatte offen­bar mei­ner Uhr nicht bekom­men, denn die quit­tierte ihren Dienst, ver­mut­lich mit lee­rer Bat­te­rie. »Macht ja nichts!«, sagte ich mir, denn von genau die­sem Her­stel­ler gibt es ja ein Fach­ge­schäft mit beschäf­tig­tem Uhr­ma­cher und wenn einer die Bat­te­rie wech­seln kann, dann der. »Die müs­sen wir ein­schi­cken, den Deckel bekom­men wir hier nicht zu.« Ich bin nicht schnell sprach­los zu bekom­men, aber so hatte man es geschafft. 2 Wochen War­te­zeit für einen Bat­te­rie­wech­sel? Da frage ich lie­ber nach der Uhr­zeit oder folge dem Lauf der Sonne, bis ich wie­der bei einem kom­pe­ten­ten Uhr­ma­cher vor­bei­komme. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Januar

Musikperlentaucher - Tauchgang #11

Kategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

Suspiria - Dancefloor Tragedy

Die eng­li­sche Band deren Ein­flüsse deut­lich zu hören sind, grün­dete sich 1993 um sich nach 5 Jah­ren des Schaf­fens gleich wie­der auf­zu­lö­sen. Stil­si­cher packen sie den Gothic Rock am Zip­fel und zer­ren ihn in den Dark­wave der 90er um mit Dance­floor Tra­gedy gleich einen Ever­green zu schaf­fen, der heute noch in die ein oder andere Play­liste wan­dert. Tanz­bar und Ein­gän­gig mit der cha­ris­ma­ti­schen Stimme von Matthew Carl Lucian, die so sehr an die von Eld­rich erin­nert. Benannt wur­den sie übri­gens nach dem Film von Dario Argento, der 1977 erschien und mitt­ler­weile als Szene-Klassiker gilt und auch in den Mün­dern zahl­rei­cher Kri­ti­ker gute Töne her­vor­ruft. Aber das nur am Rande. Nach­dem Sus­pi­ria sich einen Namen erspielt hat­ten sorg­ten interne Span­nung dafür, das sich die Band 1998 auf­löste. Sän­ger Lucian wid­met sich heute der Kunst, wäh­rend der Klang­vir­tuose Mark Tans­ley sich eine neuen Band zuwand und der Musik wei­ter­hin treu blieb. 2008 brachte er eine neu abge­mischte Ver­sion des Hits her­aus, dies­mal aber mit der Stimme von Clif­ford Ennis von Sub­ter­fuge. Inter­es­sier­ten sei zusätz­lich das 95er Album The Great and Secret Show emp­foh­len, vor­aus­ge­setzt man hat etwas für Dark­wave übrig.

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13 Januar

Jetzt mach' ich's mir selbst: Smack my bitch up

Kategorie: Vernetzt5 Kommentare

Als beken­nen­der Prodigy-Fan bin ich natür­lich immer auf dem lau­fen­den wenn es was neues rund um die Elek­tro­pun­ker gibt. Dachte ich jeden­falls bis jetzt.  Jetzt musste ich bei Rol­ler­coas­ter lesen, das Smack my bitch up Reen­gi­nee­red als Video ver­füg­bar ist. Wer ist wie­der­ge­bo­ren? Natür­lich ver­stand ich nur Bahn­hof, den einen neuen Remix von The Pro­digy selbst kannte ich nicht und das jemand mehr dar­über wusste konnte sowieso nicht sein, also habe ich wei­ter­ge­le­sen. Jim Pav­loff, Ukrai­ni­scher DJ und Pro­du­zent hat sich vor sei­nen Com­pu­ter gesetzt und baut den Song aus den Original-Samples die ver­wen­det wur­den nach. Man kann also Live dabei sein, wie ein Pro­digy Song ent­stan­den ist und neu ent­steht, denn wenn man die Soft­ware beherrscht ist es ein leich­tes sei­nen eige­nen Remix dar­aus zu zaubern.

Stich­wort Zau­bern: Für mich ent­zau­bert dies nicht den Ori­gi­na­len Titel son­dern zeigt ein­mal mehr, auf wel­che Idee man kom­men muss aus eini­gen Sam­ples und dem mas­si­ven Ein­satz von Tech­nik einen Kra­cher zu bauen, hier zolle ich noch­mal gro­ßen Respekt an Sound­tüft­ler Liam How­lett. Für mich jeden­falls ist das ebenso eine krea­tive Kunst wie hand­ge­machte Musik.  Was im »Jetzt helfe ich mir selbst« Video auf ein paar Minu­ten gekürzt ist, bedarf auf den ers­ten Blick viel Übung mit dem Umgang die­ser Soft­ware, die ich jedoch nicht kenne. Smack my bitch up hat jedoch im Ori­gi­nal noch etwas ande­res zu bie­ten, ein äußerst umstrit­te­nes Video, das MTV damals aus sei­nem Pro­gramm genom­men hat, weil man mas­sive Pro­teste von Jugend­schüt­zern befürch­tete. Logisch, das diese Tat­sa­che dem Video einen zusätz­li­chen Popu­la­ri­täts­schub gege­ben hat. Genug gere­det, hier zunächst das Ori­gi­nal: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 Januar

Skinhead Family Tree

Es gibt unzäh­lige Bücher, Filme und Mei­nun­gen über die Skin­heads, eine der ältes­ten und popu­lärs­ten Jugend­be­we­gun­gen. Die zwei­fel­hafte Popu­la­ri­tät ist eine unbe­ab­sich­tigte Folge der Poli­ti­sie­rung durch rechts­ex­treme eng­li­sche Par­teien und Ver­bände Ende der 70er, die sich das Gewalt­po­ten­tial zu Nutze machte um auf ihre Ziele durch Aggres­sion in Hand­lung und Aus­se­hen auf­merk­sam machen wollte. Jah­re­lange nega­tive Bericht­er­stat­tung mit dem immer glei­chen Feind­bild formte das Gesell­schafts­bild des Skin­head, das mit den Ursprün­gen und Absich­ten so über­haupt nichts zu tun hat. Die Asso­zia­tion Skin­head = Nazi scheint in den Köp­fen der Bevöl­ke­rung fest­ge­brannt und ein­ge­mei­ßelt. Immer wie­der ver­sucht man anschau­lich die­ses hart­nä­ckige Vor­ur­teil zu besei­ti­gen, lei­der viel zu sel­ten ein­fach und anschaulich.

Beim Kraft­fut­ter­mi­sch­werk fand ich den Skin­head Family Tree, der sehr anschau­lich und in Kurz­form die Geschichte des Skin­head auf­zeigt. Obwohl sich sicher­lich um Daten und Dar­stel­lung strei­ten lässt, zeigt das Bild sehr anschau­lich wie was mit wem zusam­men­hängt. Ich habe ver­sucht den Text und die Aus­sage ins Deut­sche zu über­set­zen,  Ver­bes­se­run­gen und Kor­rek­tu­ren bitte in die Kom­men­tare. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 Januar

Spontis Wochenschau #01

Schon wie­der vor­bei. Höl­lisch schnell so eine erste Janu­ar­wo­che, vor allem dann wenn Deutsch­land in der beschrie­be­nen Schnee-Hölle erstickt und die gesamt Infra­struk­tur zum erlie­gen kommt. Glück­li­cher­weise sind wir ver­schont geblie­ben, die T-Shirt’s Daisy 2010 — Ich hab” über­lebt! sind bereits im Druck und wer­den wahr­schein­lich dem­nächst als Volks-T-Shirt von einer gro­ßen deut­schen Zei­tung ver­mark­tet. Was ist davon übrig geblie­ben? Ein biss­chen Schnee­fall ein wenig Wind und ein­set­zen­des Tau­wet­ter sorgt für eine Schneematschlandschaft.

Doch immer­hin bleibt sonst alles beim alten, wenn man den Mel­dun­gen des Fee­dre­a­ders unein­ge­schränkt glau­ben schen­ken darf. Machen wir natür­lich nicht und des­halb picke ich die bes­ten Mel­dun­gen der Woche her­aus um sie in kon­zen­trier­ter Form hier dar­zu­bie­ten. Kennt ihr schon, gab es auch schon 2009. Guten Din­gen sol­len man treu bleiben.

  • Die 100 pein­lichs­ten Ber­li­ner
    In Ber­lin lebt der künst­le­risch krea­tive Quer­schnitt der deut­schen Bevöl­ke­rung. Wer Erfolg haben will, geht nach Ber­lin. Sagt man jeden­falls. Der Ber­li­ner TIP wid­met sich in einem herr­lich zyni­schen Arti­keln eini­gen Prot­ago­nis­ten der Ber­li­ner Schnitt­menge. »Bushido & Fler — Dick & Doof — Schon der Album­ti­tel »Carlo, Cokxxx, Nut­ten« und die Pseud­onyme Sonny Black & Frank White klin­gen wie aus einem Dreh­buch­ent­wurf zweier zukunfts­be­frei­ter Dorf­ju­gend­li­cher, die sich so das Gangs­ter­le­ben in der Groß­stadt vor­stel­len; uns erin­nert diese schlechte Musik eher an Klang­un­ter­ma­lung zu ange­staub­ter Reeperbahn-Action á la Karl-Heinz Schwenn­sen.«

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9 Januar

Jetzt helfe ich mir selbst: Tätowierte Augäpfel

Wie ich schon 2008 berich­tete schlei­chen sich immer wie­der neue Trends in die Body-Modification-Szene, wie bei­spiels­weise das Aug­ap­feltat­too. Dabei wird eine ent­spre­chende Farbe mit Hilfe einer Nadel in den Aug­ap­fel gebracht, die dann den sonst wei­ßen Aug­ap­fel dau­er­haft färbt. Das die Ärzte davor war­nen, erhöht nur den Reiz für den laten­ten Kör­per­ver­än­de­rer: »Für den ris­kan­ten Ein­griff fin­det Dr. Böhme deut­li­che Worte: »Wer sein kost­bars­tes Sin­nes­or­gan ris­kiert, um anders­ar­tig aus­zu­se­hen, benö­tigt wahr­schein­lich psy­cho­lo­gi­sche Hilfe.« Unrecht haben die Ärzte natür­lich nicht, aber Pier­cings, Tattoo’s oder auch Bran­dings fal­len wohl alle unter diese Kategorie.

Doch jetzt mach” ich es mir selbst, lau­tet die Devise in eini­gen US-Amerikanischen Gefäng­nis­sen. So haben sich die bei­den Prot­ago­nis­ten des Videos selbst hin­ge­setzt und sich die Nadel ins Auge gerammt. Der Drang zu Indi­vi­dua­li­tät kennt offen­bar keine Gren­zen. Wäh­rend man vor 100 Jah­ren mit einer Täto­wie­rung oder einem Ohr­ring schon als Außen­sei­ter galt oder der Punk in den spä­ten 70ern die Klei­der­ord­nung auf den Kopf stellte ist heute viel mehr nötig, um die Leute zu scho­cken und sich von den ande­ren abzu­he­ben, auch wenn es dabei um die Augen geht. Schließ­lich ver­kom­men die so belieb­ten Kon­takt­lin­sen, die sich auch in der schwar­zen Szene gro­ßer Beliebt­heit erfreuen, mit die­sem Trend zum Kindergartenstyling.

Kurios übri­gens, da der Link mit dem das Video dar­ge­stellt wird, auf der Seite einer Tatöwierungsentfernungs-Klink endet. Denn eins ist sicher, eine Laser­be­hand­lung würde hier nicht mehr hel­fen und das Risiko der Erblin­dung nur noch wei­ter stei­gern. Viel­leicht wie­der ein neuer Trend? Ich hatte Augapfel-Tattoss und hab” sie mir ent­fer­nen las­sen! Echt? Krass! Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Januar

Schneegestöber

Kategorie: Ansichtssache7 Kommentare

Ich konnte es nicht mehr hören. Die Presse sprach von dem aktu­el­len Wochen­ende wie von einem Welt­un­ter­gang, die Men­schen plün­der­ten die Ein­kaufs­tem­pel und leg­ten sich mas­sive Vor­räte an um dem Schnee­chaos gut vor­be­rei­tet ent­ge­gen zu tre­ten. Jetzt ist es Sams­tag, 15:51 und drau­ßen liegt Schnee, jeden­falls ein biss­chen. Von dem ange­kün­dig­ten Schnee­chaos sind wir in Mön­chen­glad­bach  jeden­falls mei­len­weit ent­fernt, immer­hin sind die Wet­ter­frö­sche heute mor­gen in den Nach­rich­ten schon ordent­lich zurück­ge­ru­dert und haben vor eine Panik­ma­che gewarnt. Aber lei­der zu spät, die BILD-Zeitung hatte bereits dar­über berich­tet und ihre Leser soweit getrie­ben, das diese bereits Koch­salz auf den Geh­weg streuen. Immer­hin war das Auto mei­ner bes­se­ren Hälfte in ein hüb­sches wei­ßes Kleid gehüllt, wäre die Sicht nicht ein­ge­schränkt gewe­sen, hät­ten wir es aus ästhe­ti­schen Grün­den wohl so gelassen.

Weil ich Lust dazu hatte, habe ich mal im Netz nach Schnee­bil­dern gestö­bert um euch den Schre­cken vor der Pracht zu neh­men, denn ich für mei­nen Teil mag Schnee. Ich finde es schön wenn die Welt in einen wei­ßen Schleier gehüllt ist und man knir­schend über den Schnee läuft um es sich Abends bei Ker­zen­licht und hei­ßem Tee gemüt­lich zu machen. Hof­fent­lich fällt noch mehr davon. Ob es spä­ter am Tag für eine zünf­tige Schnee­ball­schlacht rei­chen wird, bleibt wohl frag­lich. Schön wäre es, wenn man sich zu einem Schnee­ball­schlacht Gro­ßevent tref­fen könnte: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 Januar

ZDF Doku: Schwarz vor Augen

Ver­glei­che ich die Medi­en­be­richte über die Gothic-Szene der letz­ten 20 Jahre vor dem geis­ti­gen Auge, fällt mir auf, das die Skep­sis und Ableh­nung einer Art von Auf­merk­sam­keit und Akzep­tanz gewi­chen ist, die zwar immer gewünscht wurde, aber letzt­end­lich die Szene ihrer Grund­lage beraubt. Auf dem ZDF Info­ka­nal gab es 2009 eine Mini­reihe zu den Jugend­kul­tu­ren in Deutsch­land, in der man sich den größ­ten Jugend­kul­tu­ren wid­met und diese ver­sucht dar­zu­stel­len. In dem Bericht Schwarz vor Augen geht es um die Gothic-Szene. Grund genug, einen Blick dar­auf zu werfen.

Gleich das erste State­ment der Szene beschreibt eigent­lich das Vor­der­grün­dige Pro­blem: »Die Gothic-Szene ist nach wie vor eine der häu­figs­ten miss­ver­stan­de­nen Jugend­kul­tu­ren. Szene-Anhänger erfah­ren immer wie­der Dis­kri­mi­nie­run­gen und wer­den fälsch­lich mit Vor­ur­tei­len wie Todes­sehn­sucht oder Sata­nis­mus kon­fron­tiert.« Aber das gilt nicht nur für die breite Öffent­lich­keit, son­dern auch für die Medien. Denn hier wird das mitt­ler­weile akzep­tierte Ver­hal­ten der Lächer­lich­keit preis­ge­ge­ben in dem man die Sen­sa­ti­ons­geil­heit der Men­schen befrie­digt, jeden­falls bei den pri­va­ten Sen­dern. Ob es die öffentlich-rechtlichen mei­ner Mei­nung nach bes­ser machen und ihren Bil­dungs­auf­trag erfül­len, wird sich her­aus­stel­len. »Die Szene ent­stand Anfang der 1980er Jahre aus dem Post-Punk und New-Wave Umfeld. Zu den ers­ten Szene-Bands gehör­ten »The Cure« und »Sioux­sie and the Bans­hees«.« Wenn man so möchte, stimmt das natür­lich. Hier zitiert man eigent­lich nur die Presse, die sei­ner­zeit den Begriff Gothic erst schuf und Bands der Zeit die­ser Kate­go­rie ein­fach zuord­ne­ten. Die Wahr­heit ist das natür­lich nicht. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 Januar

Schwarze Zeitzeugen - Nick aus Norwich

Als ich Nick Stone unter sei­nem Nick­name Osborne Vil­las auf flickr ent­deckte und in einem kur­zen Mail­aus­tausch um ein Inter­view bat, wusste ich noch nicht wor­auf ich mich ein­ge­las­sen hatte. Der wort­ge­wal­tige Nick beschrieb aus­führ­lich über seine Zeit in den frü­hen 80ern, in der ein Teil von etwas war, was heute als die Wur­zeln des Gothic ange­se­hen wird.  Bei der Über­set­zung des Tex­tes war klar,  ich brau­che Hilfe. Glück­li­cher­weise fand sich schnell jemand, der mit mir den kom­ple­xen Text durch­ge­gan­gen ist. Her­aus­ge­kom­men ist eines der aus­führ­lichs­ten und viel­leicht ehr­lichs­ten Inter­views über diese Zeit, die — wie auch immer man sie nen­nen mag — den Grund­stein für das legte, was wir heute schwarze Szene nennen.

Nick ist 44 Jahre alt und lebt in Nor­wich, das etwa 160km nörd­lich der bri­ti­schen Haupt­stadt Lon­don liegt, in der er auch gebo­ren wurde. Als er 3 Jahre alt war, ist er mit sei­nen Eltern in eine Klein­stadt in direk­ter Nach­bar­schaft zu Nor­wich gezo­gen. Er besuchte ein Gym­na­sium für Jun­gen, das wie alle Orte in den spä­ten 70ern zwi­schen Punk und Heavy Metal pola­ri­sier­ten. »Punk und New Wave habe ich immer bevor­zugt, habe aber immer wie­der ein paar Streif­züge zum Metal unter­nom­men.«

Spä­ter besuchte er eine Kunst­uni­ver­si­tät, die er aber schon nach kur­zer Zeit wie­der ver­ließ um in einer Kunst­ga­le­rie zu arbei­ten. Heute ist er als Gra­fik Desi­gner tätig, seine Hob­bies sind bei­spiels­weise die Foto­gra­fie. Nick ist ver­hei­ra­tet und hat 4 Kin­der im Alter zwi­schen 9 und 19 Jah­ren. Das Inter­esse an der Musik hat er seit damals nie wirk­lich ver­lo­ren, obwohl sein Geschmack sich immer wei­ter­ent­wi­ckelt hat und er sich nach einer Weile auch ande­ren Musik­rich­tun­gen zuzu­wen­den. Den gan­zen Arti­kel lesen… »