31 Januar

Spontis Wochenschau #04

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In der Kürze liegt die Würze. Mit dem Ende des Januar 2010 kommt auch die vierte Wochen­schau her­aus, die wie­der ein­mal viel zu spät erscheint, wie immer eigent­lich. Ich muss unbe­dingt an mei­nem Work­flow (gei­les Wort) arbei­ten. Das letzte Wort zum Januar schenke ich per­sön­li­chen Bereich mei­ner Gedan­ken. Die letzte Janu­ar­wo­che jeden­falls kommt mit gemisch­ten Gefüh­len, denn Zeit erscheint immer schnel­ler. Wie ein Pas­sa­gier im fah­ren­den Zug scheint die Welt manch­mal an mir vor­bei­zu­schies­sen, ein gan­zer Monat ist vor­bei und hin­ter­lässt das ungute Gefühl nicht genug getan zu haben, für sich oder auch für andere. Etwas weh­mü­tig schaut man immer noch auf das alte Jahr zurück und lässt die eige­nen Feh­ler Revue pas­sie­ren um 2010 die glei­chen nicht noch ein­mal zu machen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Januar

Die Kunst liegt auf der Straße: Streetstyle

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beijing rock undergroundNoch bevor Desi­gner Trends auf­schnap­pen kön­nen oder kre­ie­ren kön­nen gibt es die meis­ten Ideen bereits auf der Straße. Street­style ist nicht etwa die ästhe­ti­sche Beschrei­bung einer Teer­de­cke, son­dern die Mode der Leute die man auf der Straße trifft. Aus­ge­fal­lene Kla­mot­ten oder Stile werde hier zuerst gelebt, in der Regel äußert sich das in der Kom­bi­na­tion ver­schie­dens­ter aktu­el­ler oder klas­si­scher Stile die kom­bi­niert oder ver­fei­nert wer­den um mög­lichst indi­vi­du­ell aus­zu­se­hen und garan­tiert nicht so, wie es auf den Titel­blät­ter der Modemagazine.

Beson­ders krea­tiv zei­gen sich Groß­städte und Metro­po­len die nam­hafte Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len beher­ber­gen, da sich hier ver­mehrt krea­tive jun­gen Men­schen sam­meln und so ihren Stil kana­li­sie­ren. Zusätz­lich sorgt die Reur­ba­ni­sie­rung der Metro­po­len für zusätz­li­chen Ein­fluss und Arten­viel­falt. Street­style fin­det man also eher in Köln als in Oer-Erkenschwick und häu­fi­ger in Ber­lin als in Emden. Selbst­ver­ständ­lich ist das ein glo­ba­les Phä­no­men und fin­det sich in allen Län­dern der Erde.

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29 Januar

Journal der Jugendkulturen #14

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Journal der Jugendkulturen 14Das Jour­nal der Jugend­kul­tu­ren ist eine Fach­zeit­schrift des Archivs der Jugend­kul­tu­ren von dem ich bereits in einem älte­ren Arti­kel berich­tet habe. Das Jour­nal erscheint mitt­ler­weile jähr­lich und ist eigent­lich mehr als der spie­ßige Titel zunächst ver­mu­ten lässt. Nen­nen wir es eine jugend­kul­tu­relle Rück­blende und Aus­sicht auf das, was in Jah­ren viel­leicht ein­mal legen­där erscheint.

Nie­mand kann wirk­lich erfas­sen, was in einer Jugend­be­we­gung vor­geht, wohin sie führt und wor­aus sie sich ent­wi­ckelt, es mag ver­mes­sen klin­gen eine Bewe­gung in Wort und Schrift zu fas­sen, denn im Sinne des Wor­tes ist sie damit bereits zum Still­stand gekom­men. Wenn jedoch einen ernst gemein­ten Ver­such gibt das zu erfas­sen, muss man in einem Atem­zug vom Archiv der Jugend­kul­tu­ren spre­chen. Für die Kon­ser­vie­rung von Jugend­sze­nen aller Art ist es bereits jetzt schon eine Institution.

Die Aus­gabe Num­mer 14 vom Dezem­ber 2009 beschäf­tigt sich im Schwer­punkt mit Jugend­sze­nen im Aus­land und bie­tet in 4 Arti­kel einen Quer­schnitt durch latein­ame­ri­ka­ni­sche Kul­tu­ren und zeigt eine wär­mere Inter­pre­ta­tion bereits bekann­ter Kul­tu­ren. In sei­nem Arti­kel „¡Patria o muerte! oder No Future!? – Beob­ach­tun­gen zu Jugend und Staat in Kuba” [PDF] gibt Thors­ten Eßer einen Ein­druck von einem Land, in dem sich zwi­schen Kom­mu­nis­mus, Bür­ger­krieg, Refor­men und Zen­sur eine Jugend­kul­tur formt die nicht müde wird den Kampf für ihre Rechte voranzutreiben.

So wun­dert es nicht, das der Arti­kel mit einem Zitat von Che Gue­vara eröff­net wird: „Von beson­de­rer Bedeu­tung ist die Jugend, denn sie ist die form­bare Ton­erde, aus der man den neuen Men­schen erschaf­fen kann, der frei ist von den Erb­las­ten der Ver­gan­gen­heit.“ Lei­der konnte die kuba­ni­sche Jugend den Zie­len nicht fol­gen und so schließt sein Arti­kel: „Che Gue­va­ras „Neuer Mensch“ hin­ge­gen, der sich selbst­los und ohne mate­ri­elle Inter­es­sen für das Gemein­wohl enga­giert und sich sogar opfert, wenn es sein muss, bleibt auch auf Kuba eine Uto­pie.Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Januar

Projekt Hörsturz - Runde 13

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Meine Glücks­zahl! Mit der 13. Aus­gabe sei­nes Pro­jek­tes Hör­sturz (Infor­ma­tio­nen) macht mir Beety eine beson­dere Freude. Nicht etwas das ein Vor­schlag von mir dabei ist, son­dern das es im neuen Jahr naht­los wei­ter­geht und mir noch mehr Gele­gen­heit gibt über den musi­ka­li­sche Tel­ler­rand hin­aus­zu­bli­cken und das nun zum 13. mal. Beson­ders die ver­stärkte The­ma­ti­sie­rung übt doch einen zusätz­li­chen Reiz aus. Ich habe mich auch wie­der ent­schlos­sen meine Vor­schläge selbst zu bewer­ten und habe des­halb bei mei­nen Vor­schlag selbst intui­ti­ver aus­ge­wählt, so habe ich das das aktu­elle Video bei YouTube gese­hen und gleich als Vor­schlag ein­ge­reicht, ohne mir dabei groß Gedan­ken zu machen. Ich finde es immer ein biss­chen komisch ein Lied, das man sowieso gut fin­det objek­tiv zu bewer­ten. Dafür sind zu viele Lie­der mit beson­de­ren Ereig­nis­sen ver­knüpft, die dar­aus eben etwas indi­vi­du­el­les machen.  (Bei­spiels­weise wie das Lied von Run­rig, das Stof­fel vor­ge­schla­gen hat) So ist es also bei mir zu Din [A] Tod gekom­men, über die ich zufäl­lig in einem Arti­kel der Zillo gesto­ßen bin und mich dann auf YouTube nach klang­li­chen Bei­spiel umge­se­hen habe.

  • Die Stiele – Das Blatt (von deh­kah)
    Ein durch­aus inter­es­san­ter Band­name der hier im Titel mit sei­ner sinn­vol­len Erwei­te­rung gepaart wurde. Eine Schü­ler­band. Die Jugend ist unser musi­ka­li­scher Nach­wuchs. Wol­len mal sehen. Der schwer­mü­tige Anfang täuscht nicht über die feh­lende Übung an den Musik­in­stru­men­ten hin­weg, klingt alles ein biss­chen steif und höl­zern, die Geige fühle ich noch in mei­nen Zahn­wur­zeln. Der Sän­ger opti­miert die Sache nicht wirk­lich zum bes­se­ren, scheint erkäl­tet zu sein. Wie auch immer. Die rockige Über­lei­tung, die in einer Mischung aus Punk-Folk-Deutsch-Rock mün­det klingt sehr erfri­schend und ist fast in der Lage das dürf­tige Intro zu über­spie­len. „[Das Blatt] Der Schwer­kraft zu Füßen gewinnt es an Fahrt, völ­lig von Sin­nen und mit Urkraft gepaart.”  Den Text sollte man viel­leicht noch­mal über­ar­bei­ten, in der Jugend gibt es doch soviel wor­über man sin­gen könnte. Es fällt mir schwer ein objek­ti­ves Urteil zu fäl­len, schließ­lich ist hier Nach­wuchs am Werk.
    Wer­tung: 2 von 5 Punk­ten für den musi­ka­li­schen Herbst.

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26 Januar

Spontis Wochenschau #03

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Herr­lich. Immer noch ist es schön kalt und fros­tig, dun­kel und schat­tig. Meine Welt. Eigent­lich eine sehr schöne Woche, denn Frei­tag war die Gele­gen­heit güns­tig um einen Tag aus­zu­span­nen und am Don­ners­tag Abend schön in mei­nem Lieb­lings­la­den abzap­peln zu gehen. Pikes sind übri­gens im Win­ter lebens­ge­fähr­lich, aber das nur am Rande. Rein The­ma­tisch dreht sich dies­mal alles um den Schwer­punkt Netz­welt, denn seit ELENA am Start ist, wird im gro­ßen Stil gesam­melt. Infor­melle Selbst­be­stim­mung adé.

Neu­lich habe ich mich mit einem Kol­le­gen unter­hal­ten, der schon seit einer Weile plant einen Inter­net­seite zu eröff­nen für die vie­len klei­nen Pro­gramme die er so schreibt, doch er hat Angst vor Abmah­nun­gen, Kon­trol­len, Geset­zen und juris­ti­schen Fall­stri­cken. Zu recht, als Betrei­ben­der oder Schrei­ben­der ist man leich­tes Ziel für die Könige der Abmahn­in­dus­trie, ein­mal nicht auf­ge­passt, ein­mal das fal­sche geschrie­ben. Grund genug infor­miert zu sein. Denn Fluch und Segen lie­gen oft­mals sehr nah bei­ein­an­der. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Januar

Dokumentation: Skinhead Attitude

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Skinhead Attitude FilmWo wir schon­mal beim Thema sind, sagte ich mir und erin­nerte mich an die zahl­rei­chen Bei­träge die sich um die Skinhead-Kultur dreh­ten oder das Thema zu min­des­tens tan­gier­ten. Es liegt auf der Hand die Pro­ble­ma­tik all­ge­gen­wär­tig ist und den eigent­li­chen Wur­zeln nicht gerecht wer­den kön­nen. Doch lei­der ver­mö­gen Arti­kel immer nur einen Teil der Neu­gie­ri­gen zum umden­ken zu bewe­gen, zu inter­es­sie­ren oder für wei­tere Recher­chen zu begeis­tern. Das ist wie das lesen in einer Zei­tung, macht auch nicht jeder, manch ande­rer zieht sich seine Infor­ma­tio­nen lie­ber aus Hör­funk oder Fern­se­hen. Was läge da mehr auf der Hand, das Thema noch ein­mal in audio-visueller Form, also als Video, zu behan­deln. Gerade im Hin­blick auf die Nazi-Problematik gibt es noch viel zu klären.

Erst gegen Ende der 70er Jahre mit der Krise und der Ent­ste­hung der Punk­be­we­gung radi­ka­li­sie­ren sich die Street-Kids. Ange­zo­gen vom rebel­li­schen, vom pro­vo­zie­ren­den — eine neue Gene­ra­tion von Skin­heads.” Ein gefun­de­nes Fres­sen für rechts­ex­treme Grup­pie­run­gen, die den jugend­li­chen poli­ti­sche Ideo­lo­gien ver­mit­teln und diese als Instru­ment der Auf­merk­sam­keit miss­brau­chen. Um ihre Ziele durch­zu­set­zen greift man auf Gewalt und Aggres­si­vi­tät zurück und kana­li­siert diese unter Paro­len die jeder ver­steht und mit­füh­len kann, die Kids aus den ein­fa­che Arbei­ter­schich­ten las­sen sich vom Gedan­ken „Aus­län­der Raus!” leicht anste­cken, denn das eigene Zuhause lei­det unter der Arbeits­lo­sig­keit der spä­ten 70er.

Die Doku Skin­head Atti­tude greift genau diese Pro­ble­ma­tik auf und bringt den Kon­flikt zwi­schen dem eigent­li­chen Skinhead-Gedanken und der Rea­li­tät auf den Punkt. Der Film von Daniel Schweit­zer wurde 2005 als bes­ter Doku­men­tar­film gefei­ert. Zu recht. Neben zahl­rei­chen Skin­heads kom­men vor allem die Musik­er­le­gen­den Lau­rel Ait­ken oder auch Jimmy Pur­sey von Sham 69 zu Wort, denn Musik ist das grund­le­gende Ele­ment der Skin­heads. „Kein Skin kann Ras­sist sein, weil er sonst seine schwar­zen Wur­zeln ver­leug­nen würde…”  Die zahl­rei­chen Szene-Angehörigen die zu Wort kom­men ver­lei­hen der Doku die Spur Authen­ti­zi­tät, für die es wohl den Preis erhal­ten hat. Den gan­zen Arti­kel lesen… »