31 Dezember

First and Last and Always

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare

Sonnenuntergang in KühlungsbornHeute geht das Jahr zu ende, und kaum jeman­den scheint auf­ge­fal­len zu sein, das wir ein neues Jahr­zehnt ein­läu­ten. Was waren das noch für Zei­ten als die 70er ende­ten und die 80er began­nen. Atom­kraft, Abrüs­tung und die Umwelt — aus der Stu­den­ten­be­we­gung wächst eine Par­tei, die Grü­nen grün­den sich. Nach­dem Punk Ende der 70er die Welt der Musik auf den Kopf stellte, ist die Bewe­gung 1980 fast über­all ange­kom­men und formt wäh­rend der Zeit des Deka­den­wech­seln unzäh­lige neue Musik­rich­tun­gen. Auch der Kom­merz ist auf den Zug auf­ge­sprun­gen und macht aus der NDW ein Zug­pferd für deutsch­spra­chige Musik. New Roman­tics, Gruf­ties, Waver, alle wer­den zu die­ser Zeit gebo­ren. Auch der Home-Computer ist auf dem Sie­ges­zug, ein C64 steht in vie­len Kin­der­zim­mern — BTX beginnt mit der Ver­net­zung der Gesell­schaft, die Welt wird immer schnel­ler. An Zau­ber­wür­feln rät­selt die Welt, Tscher­no­byl explo­diert wäh­rend Mut­ter Bei­mer in der Lin­den­straße die heile Welt spielt.

10 Jahre spä­ter enden die 80er in mit einem spek­ta­ku­lä­ren und groß­ar­ti­gen Abschluss: Die Mauer fällt und steht nicht wie­der auf. Was zusam­men­ge­hört kommt zusam­men, was nie passte, passt immer noch nicht. Die Gesell­schaft ver­liert zunächst ihre Kon­sis­tenz, Neo­na­zis gewin­nen neue Mit­glie­der. Aus­län­der­feind­lich­keit, Ras­sis­mus Rechts­ex­tre­mis­mus beherr­schen die Schlag­zei­len wäh­rend die Musik in der Belang­lo­sig­keit zu ersti­cken droht. Die Love­pa­rade sug­ge­riert Liebe und Frie­den wäh­rend begeis­terte Raver ihren Spaß haben. Doch auch die Krea­ti­vi­tät explo­diert, der ehe­ma­lige Osten holt nach, die Gothic-Szene, die eigent­lich schon am Boden lag wird defi­bril­liert. Die Welt scheint klei­ner, die bren­nen­den Ölquelle des Golf­krie­ges rau­chen auf jedem Bild­schirm, als Jugo­sla­wien zer­fällt, ist der Krieg nebenan. Die D-Mark bekommt ein neues Gesicht, Prin­zes­sin Diana stirbt und Monika Lewinsky saugt unter dem Tisch des Prä­si­den­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


30 Dezember

Spontis Wochenschau #44

Kategorie: Wochenschau2 Kommentare

Spontis WochenschauNie­mands­land. Die Woche zwi­schen Weih­nach­ten und Syl­ves­ter ist immer mit einer beson­de­ren Stim­mung auf­ge­la­den. Seit Jah­ren habe ich meis­tens das Glück an die­sen Tagen Urlaub zu genie­ßen und die Zeit aus­gie­big für Jah­res­ab­schluss­ar­bei­ten zu nut­zen. Oder auch nicht, aber pla­nen und dar­über reden ist ja schon mal ein klei­ner Schritt. Mit ande­ren Wor­ten, ich habe eigent­lich noch nichts von dem gemacht, was ich mir eigent­lich vor­ge­nom­men habe, wie so oft in einem Urlaub.  Die Zeit zwi­schen Weih­nach­ten und Syl­ves­ter ist sozu­sa­gen Nie­mands­land, geis­tig habe ich bereits mit dem alten Jahr abge­schlos­sen wäh­rend das neue noch nicht begon­nen hat. Und so schwebe ich zwi­schen Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung und Zukunfts­vi­sio­nen in einem Hauch aus Nichts und ver­fas­sen die letzte Wochen­schau des Jahr­gangs 2010. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Dezember

Abney Park Cemetery (1840)

Kategorie: Finstere Orte7 Kommentare

Abney Park Cemetery (1840)Ver­hei­ßungs­voll sam­meln sich fins­tere Wol­ken am Him­mel und kün­di­gen ein bevor­ste­hen­des Unwet­ter an, doch noch ist das Auge weit ent­fernt und nur ein lei­ses grol­len stemmt sich gegen den Lärm der Groß­stadt. Nur ein kur­zes Stück Mauer auf der Stoke Newing­ton Church Street ver­weist auf das dahin­ter lie­gende Para­dies der Grä­ber. Noch ein Treppe, nur noch ein Tür und ich lasse die bedroh­lich wir­ken­den Mau­ern hin­ter mir um für einen kur­zen Augen­blick inne zu hal­ten und die Atmo­sphäre die­ses grü­nen Refu­gi­ums in mich auf­zu­neh­men. Ich spüre wie das Gefühl von Ehr­furcht, Bewun­de­rung und Muse über die Spit­zen der Pikes in meine Hosen­beine wan­dert und mich wie ein Nebel in sei­nen Bann zieht. Gleich zu Beginn fällt mir auf, das es sich weni­ger um einen recht­wink­lig ange­leg­ten Got­tes­acker, son­dern mehr um einen der Natur über­las­se­nen Platz vik­to­ria­nisch bis ägyp­ti­sche gepräg­ter Ruhe­stät­ten han­delt, der Ästhe­tik ganz neu zu defi­nie­ren weiß.

Der Abney Park Ceme­tery ist ein Teil von Lon­dons Magni­fi­cent Seven, der sie­ben gro­ßen Fried­höfe um Lon­don herum die man anlegte, um der immer grö­ßer wer­den­den Bevöl­ke­rung Lon­dons Rech­nung zu tra­gen. Benannt wurde der Fried­hof nach Lady Mary Abney (1676 — 1750) , die im frü­hen 18. Jahr­hun­dert das Schloss von Stoke Newing­ton erbte und maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die Gestal­tung des Parks nahm, der Dr. Isaac Watts zu sei­nen Gedich­ten und Hym­nen inspi­rierte. 1840 wurde der Park zum Fried­hof und Arbo­re­tum, einer Samm­lung exo­ti­schen Bäume und Pflan­zen nach ägyp­ti­schem Vor­bild. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Dezember

Blogstatistik: Jahresrückblick 2010

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare

Spontis Statistik 2010Die Zeit am Ende des lau­fen­den Jah­res nutze ich dazu, ein­mal Zah­len, Daten und Fak­ten an mir vor­bei­rau­schen zu las­sen um dar­aus mög­lichst schlaue Schlüsse zu zie­hen. Dazu benutze ich die Sta­tis­ti­ken, die mir das Plu­gin WordPress.com Stats und eine selbst gehos­tete Ver­sion von Piwik (IP-anonymisiert) eine Spei­che­rung der Logs durch den Hos­ter all-inkl.com ist deak­ti­viert. So möchte ich maxi­male Trans­pa­renz bei gleich­zei­ti­gem Nut­zen gewähr­leis­ten. Was sagt diese Sta­tis­tik nun aus?

Eigent­lich nicht viel, effek­tiv wird es erst, wenn man was dar­aus macht. Anhand von Zugriff­sta­tis­ti­ken las­sen sich die viel gele­se­nen von den wenig gele­se­nen unter­schei­den und las­sen so Schlüsse auf die Inter­es­sen der Leser zu, in Ver­bin­dung mit den Such­be­grif­fen ergibt sich viel­leicht ein Kurs­rich­tung für zukünf­tige Arti­kel die man nicht nur selbst gut fin­det, son­dern die auch sei­nen Lesern das »gewünschte« offen­ba­ren. Da mir das aber zu theo­re­tisch ist habe ich vor einer Weile damit begon­nen über ein Kon­takt­for­mu­lar zur Mit­ar­beit auf­zu­ru­fen. Das hat sich als sehr frucht­bar erwie­sen, obwohl »erst« 15 Nach­rich­ten ein­ge­gan­gen sind, denn nur so lässt sich das Bild wirk­lich ver­voll­stän­di­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Dezember

Ratte macht die Fliege - Ratte packt den Sargkoffer (4)

Ratte macht die Fliege»Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte. Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte.

Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Ratte packt den Sargkoffer (Teil 4)

»Dag­mar hat sich von Vero, ihrer Freun­din, eine ziem­lich gewagte Waver-Frisur schnei­den las­sen und wird nun des­halb in ihrer Klasse und auch von ihrem Freund Timmy ver­äp­pelt. Sie ist sehr sauer auf ihn und knutscht als »Rache­akt« mit einem tol­len Typen rum, den sie in einer Waver-Discothek ken­nen­lernt. In diese Insider-Disco ist Dag­mar zusam­men mit Vero von »Ratte« ein­ge­la­den wor­den. Ratte trägt Nonnen-Look und ist die teils bewun­derte, teils müde belä­chelte »Waver-Queen« von Mün­chen. Der Abend wird ein vol­ler Erfolg — beide kom­men ganz toll an. Timmy tut sein Ver­hal­ten inzwi­schen ziem­lich leid — aber zu spät…« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Dezember

Ratte macht die Fliege - Dagmar zieht 'ne Show ab! (3)

Ratte macht die Fliege - Bravo 1987»Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte. Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte.

Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Dagmar zieht 'ne Show ab! (Teil 3)

»Dag­mar und Vero sind von »Ratte«, der Waver-Queen aus Mün­chen, in eine Insider-Disco ein­ge­la­den wor­den. Ratte erwar­tet ein paar Land­po­me­ran­zen und ist natür­lich total erstaunt, als zwei wirk­lich durfte Wave­r­in­nen auf­tau­chen. Vero, die schon seit län­ge­rem auf diese Rich­tung steht, hat ihre Freun­din Dag­mar gestylt; die bei­den Mäd­chen machen nun echt Furore in Mün­chens Waver-Kreisen. End­lich mal neue Gesich­ter — und noch dazu sehr hüb­sche… Kein Wun­der, daß Dag­mar und Vero gleich meh­rere Ver­eh­rer haben. Ratte, dies­mal im Gotik-Styling mit schwar­zem Gewand und einer Blech-Krone aus dem Opern-Fundus, hält hof im Kreis ihrer aus­ge­flipp­ten Fans…« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Dezember

Ohne Worte: Stille Nacht

Hexenweihnacht

The Witch’s Christ­mas. Spon­tis wünscht allen sei­nen Abon­nen­ten, Feede­mp­fän­gern, Kom­men­ta­to­ren und Lesern ein wun­der­schö­nes Weihnachtsfest.

»Die Stille (von alt­hoch­deutsch stilli: ohne Bewe­gung, ohne Geräusch) bezeich­net in der deut­schen Spra­che die emp­fun­dene Laut­lo­sig­keit, Abwe­sen­heit jeg­li­chen Geräu­sches, aber auch Bewe­gungs­lo­sig­keit. Ihre umgangs­sprach­li­che Stei­ge­rung ist die Toten­stille. Vom Wort „Stille“ ist das Verb „stil­len“ abge­lei­tet, da der Säug­ling beim Trin­ken ruhig wird.« (Wiki­pe­dia)


23 Dezember

Ratte macht die Fliege - Zoff um Dagmars Glatze (2)

Ratte macht die Fliege - Bravo 1987Auf­klä­rung in Bil­der« — unter die­sem Titel führte Deutsch­lands größte Jugend­zeit­schrift, die BRAVO, 1972 die Foto-Love-Romane ein. Neben der Unter­hal­tung soll­ten die bebil­der­ten Kurz­ge­schich­ten »neben viel Span­nung auch noch klare Fak­ten zu Auf­klä­rungs­the­men (brin­gen). Sex, Flir­ten, Kör­per­fra­gen, Ver­hü­tung und mehr — ver­packt in span­nende Geschich­ten!« Kein Thema der Jugend wurde aus­ge­las­sen, kein Trend über­sprun­gen und so kam es, das sich die Bravo 1987 auch den Gruf­ties zuwen­dete, nach­dem sie den Trend bereits in ande­ren Zusam­men­hän­gen für sich nutzte.

Wie­der mit von der Par­tie ist Carla, die mitt­ler­weile 20 Jahre alt sein dürfte und bereits in Carla, die Schock-Friseuse eine Seite der Bravo füllte. Diese Carla ist aber auch ein Mün­che­ner Wave– und Gothic­stru­del und hat gleich rei­hen­weise jun­gen Men­schen in das düs­tere Ver­der­ben gezo­gen. Nicht nur das viele den Arti­kel über sie ver­schlun­gen haben und ihrem Bei­spiel folg­ten, jetzt macht sich auch noch Kar­riere in einem der renom­mier­tes­ten Jugend-Foto-Romanen der 80er. Wir wol­len in der mehr­tei­li­gen Reihe beob­ach­ten, was aus Carla und ihren Freun­din­nen wird und wie die BRAVO die mora­li­sche Kurve kratzt.

Zoff um Dagmars Glatze (Teil 2)

»Rat­ten und Maus (A), zwei total schril­ler Mün­che­ner Wave­r­in­nen im Grufti-Look, sind die gro­ßen Vor­bil­der von Vero. Als über Ratte ein Arti­kel in einer Zeit­schrift erschien, hat ihr Vero einen Brief geschrie­ben. Ratte lud sie dar­auf­hin zu einem Treff in eine Mün­che­ner Waver-Disco ein. Damit sie nicht aus­se­hen wie die letz­ten »Land-Pomeranzen« hat Vero ihre Freun­din Dag­mar schwer gestylt und ihr in »Heim­ar­beit« eine scharfe Waver-Frisur mit rasier­ten Schlä­fen ver­paßt (B). Dag­mar kriegt dar­auf­hin natür­lich erst mal Riesen-Stunk mit ihrer Mut­ter © …« Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Dezember

Ohne Worte: Religionsbricolage

Michael Knapp - Santa Santa

»Die eigen­ver­ant­wor­tete reli­giöse Trans­for­ma­tion stellt eine sub­jek­ti­vie­rende, indi­vi­dua­li­sierte Aus­ein­an­der­set­zung mit Moder­ni­sie­rungs­ver­un­si­che­run­gen dar, in der eine eigen­ver­ant­wort­li­chen Lebens­ori­en­tie­rung neu kon­stru­iert wird.« (Bild: Michael Knapp, Text)


21 Dezember

O Tannenbaum - Schwarze Musik an Weihnachten?

Kategorie: Dunkle Klänge7 Kommentare

Nach­dem ich bereits 2008 über ein den Mythos eines schwar­zen Weih­nachts­fes­tes geb­loggt habe, möchte ich diese Idee pas­send zum bevor­ste­hen­den Fest noch ein­mal auf­grei­fen und eine Idee, die Sabrina mit ihrer Alter­na­tive zu »Last Christ­mas« anregte, wei­ter­ver­fol­gen. Musik ist für mich ein essen­ti­el­ler Bestand­teil des Lebens und so darf natür­lich auch ein Weih­nach­ten ein fein säu­ber­lich zusam­men gestell­ter Sam­pler feh­len, der das gemein­same Essen und das anschlie­ßend besinn­li­che Bei­sam­men­sein musi­ka­lisch unter­malt. Wirft natür­lich die Frage für den inter­es­sier­ten Otto-Normal-Verbraucher auf, mit wel­cher Musik so ein Gruf­tie sein Fest beschallt. Gibt es über­haupt schwarze Weihnachtsmusik?

Nein, auch wenn Sam­pler wie bei­spiels­weise »Black Snow Vol. 2 – the com­ple­tely dif­fe­rent Xmas com­pi­la­tion« (Link) ver­mu­ten las­sen ein idea­les Geschenk für den Gothic von heute ent­deckt zu haben. Musik zu Weih­nach­ten ist ein sub­jek­ti­ver Akt, der sich immer durch das Gehör des Indi­vi­du­ums bestimmt und gele­gent­lich unty­pi­schen Riten unter­wor­fen ist. So ist der Klas­si­ker »Last Christ­mas« bei­spiels­weise für man­che ein Song, der das weih­nacht­li­che Gefühl erst aus­löst und der andere voll­stän­dig aus dem Kon­zept reißt und mit­un­ter sogar in eine vor­weih­nacht­li­che Depres­sion stür­zen lässt.

Um die Frage, ob ein ech­ter Gruf­tie über­haupt die­ses christ­li­che Fest für sich ver­ein­nah­men darf gleich vor­weg zu grei­fen: »I don’t care what people say…« (Xmas Tip1) Ob irgend­wel­che Tra­di­tio­nen, reli­giö­sen Ansich­ten oder Feste gefei­ert wer­den ist mir und sollte mög­lichst allen egal sein. Ver­folgt man die ein­schlä­gige Lite­ra­tur so erfährt man, das der in der Regel unre­li­göse aber gut infor­mierte Gruf­tie sich seine eine »Reli­gi­ons­bri­co­lage« (nach Hel­sper und Richard) zusam­men­baut, in der zahl­rei­chen Ein­flüsse aus den unter­schied­lichs­ten Rich­tun­gen breit machen. Kurio­ser Weise wis­sen die meis­ten Gruf­ties mehr über Reli­gio­nen als die reli­giö­sen selbst und zei­gen sich bei pas­sen­der Gele­gen­heit als äußerst Bibel­fest, aber das ist nur ein Ein­druck und »I don’t want to start, any blas­phe­mous rumours…« (Xmas Tip2). Den gan­zen Arti­kel lesen… »