17 November

Das Buch der Blogger bleibt zu

Das Buch der BloggerAls ich zu Beginn der Aktion vom Buch der Blog­ger berich­tete, war ich begeis­tert und guter Dinge, das alle etwas schö­nes dazu bei­tra­gen wür­den. Als ich dann die ers­ten Sei­ten von Mil­lus und dem Text­loft gese­hen habe kamen zwar erste Zwei­fel an mei­ner grund­sätz­li­chen Menge an Talent für sol­che Dinge, ich konnte meine Beden­ken aber zer­streuen und wei­ter­hin dar­auf freuen. Schnell kam es zu einer ers­ten klei­nen Kata­stro­phe, denn auf sei­ner ers­ten Reise nach Köln ver­schwand es gleich. Immer­hin fan­den sich schnell genug begeis­terte, die ein neues Buch spen­de­ten und die Reise erneut auf­nah­men, dies­mal mit ver­si­cher­tem und nach­voll­zieh­ba­rem Postweg.

Immer wie­der kam es zu Ver­zö­ge­rung beim wei­ter­schi­cken des Buches, ent­we­der ver­strich die Frist ohne ent­spre­chende Mit­tei­lung oder es kam erst sehr viel spä­ter eine Reak­tion. In der Zeit von Mai bis Sep­tem­ber kam man daher nur auf 9 Sei­ten. Im Okto­ber mel­dete Mom­worx dann, er würde dem Ende nahe sein und resi­gnierte. Zu recht, denn was mit viel Herz­blut begann, endete mit Stress und Enttäuschung.

Offen­bar hat auch die­ser letzte Appell nichts bewirkt und er erklärte das Pro­jekt am 10.11.2009 für unbe­stimmte Zeit ein­ge­fro­ren, denn offen­bar ist das Buch immer noch nicht auf­ge­taucht. Immer­hin ist der Bei­trag auf der Start­seite in der Farbe Grün ver­fasst, was bekannt­lich für Hoff­nung steht, die ich in die­sem Falle eben­falls nicht auf­ge­ben will. Die Idee ist toll, der betrie­bene Auf­wand von Mar­cus O. Mielke rie­sig und unbe­zahl­bar. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 November

Spontis Wochenschau #46

Spontis Wochenschau

Für mich fühlte sich das wie Stress an. Für die Mut­ter einer 4 köp­fi­gen Fami­lie sicher­lich eine ent­spannte Woche. Wenn die Ver­pflich­tun­gen des Lebens den All­tag bestim­men, dann stellt sich schnell Frust ein, jeden­falls bei. Glück­li­cher­weise konnte ich am Don­ners­tag  Abend die Gele­gen­heit beim Schopfe ergrei­fen und wenigs­tens mal das Tanz­bein schwin­gen. Zu mei­ner Freude musste ich dann fest­stel­len, das in mei­nen »Stamm­la­den« schon die Ter­mine für 2010 aus­hin­gen auf denen ich dann erblickte, das DAF im März 2010 ein klei­nes Club­kon­zert geben, ich bin schwers­tens geneigt, mir Kar­ten zuzu­le­gen. Zum Blog­gen fehlte mir ein­fach mal die Zeit, zwi­schen Zahnarzt-Terminen, viel Arbeit und Tanz­ver­gnü­gen. Außer­dem lädt mich das Wet­ter immer ganz unge­niert dazu ein, ein paar Ker­zen anzu­zün­den, und mich dann mit Decke und Spon­ti­li­en­chen auf dem Sofa rum­zulüm­meln. Ins Kino gehen wollte ich eigent­lich auch um exklu­siv vom neu­es­ten Emme­rich Action Strei­fen zu blog­gen. Ers­tens war mal wie­der klar, das es ein ande­rer schon gemacht hat (Konna war drin) und zwei­tens habe ich mei­nen Aller­wer­tes­ten ein­fach nicht vom kusche­li­gen Sofa bekom­men und habe einen Sams­tag Abend (!) ver­pennt. Muss ich mich jetzt schämen?

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10 November

Steampunks huldigen dem Burning Man

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Auf ARTE Tracks, lief am Wochen­ende zur bes­ten Sen­de­zeit (3:00 mor­gens) ein kur­zer Bericht über das Phä­no­men Steam­punk und das Burning Man Fes­ti­val, zu der futu­ris­tisch tech­no­lo­gi­schen Bewe­gung hatte ich mich ja bereits in die­sem Arti­kel aus­ge­las­sen. Das Burning Man Fes­ti­val in einer Wüste in Nevada ist ein Phä­no­men für sich. Sei­nen Namen hat es von dem all­jähr­li­chen Ritual, eine über­di­men­sio­nale Sta­tue zu ver­bren­nen, mit der das acht­tä­gige Fes­ti­val am sechs­ten Tag sei­nen Höhe­punkt fei­ert.  Sinn und Zweck? Wiki­pe­dia beschreibt es sehr tref­fend mit einer gro­ßen Kunst­aus­stel­lung und einem Ort inten­si­ver — und ich ergänze — exzess­zi­ver Selbst­dar­stel­lung und eine große Party.

Seit Jah­ren ist das Fes­ti­val auch Treff­punkt für Steam­punks aus aller Welt, nicht zuletzt wegen der teil­weise spek­ta­ku­lä­ren Maschi­nen, die sich begabte und lei­den­schaft­li­che Künst­ler mit hand­werk­li­cher Atti­tüde ein­fal­len las­sen. Manch­mal könnte man sich wün­schen, wir hätte in Europa so einen hüb­schen, ein­sa­men und aus­ge­trock­ne­ten Salz­see, auf dem man im Umkreis von 50 km nie­man­den, aber auch wirk­lich nie­man­den »beläs­ti­gen« kann. Oder?

Begrün­der des Fes­ti­vals ist Larry Har­vey (* 1948 in der Nähe von Port­land). Er ver­an­stal­tete das Fes­ti­val erst­mals 1986 — angeb­lich aus Lie­bes­kum­mer — mit nur 20 Teil­neh­mern am Baker Beach, einem Strand in San Fran­cisco. Es wurde dann jähr­lich mit stei­gen­der Teil­neh­mer­zahl abge­hal­ten, bis 1990 das Ver­bren­nen der Sta­tue am Strand ver­bo­ten wurde. Dar­auf­hin zog das Burning Man Fes­ti­val in die Black-Rock-Wüste in Nevada. (Quelle: Wikipedia)

Viel­leicht so eine Art Wood­stock der neuen Gene­ra­tion, an der nahezu 50.000 Men­schen teil­neh­men um haupt­säch­lich sich selbst zu fei­ern. Auf jeden Fall ein Quell opti­scher und ästhe­ti­scher Freude, wie auch der Teil des Berich­tes bei ARTE zeigt:

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9 November

20 Jahre Mauerfall - Wir sind das Volk

Kategorie: Ansichtssache4 Kommentare

Bild 183-1990-0922-002Da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Ich habe mich tatsächlich schon während des ersten Kaffees und auch noch am frühen Morgen aufgeregt. Die ganze Welt feiert den Jahrestag des Mauerfalls, aus aller Welt gibt es Meldungen über Feierlichkeiten zum Fall der Mauer am 9.11.1989 und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das sich Leute auf die Schulter klopfen, die damit überhaupt nichts zu tun haben.

1378 km lang war die Grenze zwischen den beiden deutschen Ländern, mit rund 1,4 Millionen Minen bestückt, 55.000 Selbstschussanlagen hinderten die Bürger der DDR am "illegalen" Grenzübertritt. Die Stasi zählte 38.063 Fluchtversuche, wieviele Menschen davon ermordet wurden, ist immer noch unklar. Die, die dem Tod entkamen, wurden ins Gefängnis gesteckt. 221 Todesurteile wurden in der DDR verhängt, 164 vollstreckt. Werner Teske wurde im Juni 1981 durch einen Genickschuss hingerichtet und war das letzte Opfer der Todesstrafe. 180.000 hauptamtliche Mitarbeiter der Stasi sorgten für 112 km Akten, an denen man heute noch zu knabbern hat. Die Berliner Mauer mit ihren rund 168 km nur das Symbol dieses Wahnsinns.

In Paris feiert man mittlerweile auch den Mauerfall und freut sich für die Deutschen. Die Bedenken, die Frankreichs damaliger Präsident Francois Mitterrand kurz vor Weihnachten 1989 äußerte, scheinen zerstreut. Gebranntes Kind scheut das Feuer - Ist den Franzosen zu verdenken Angst vor einem "starken" Deutschland zu haben? Die Narben der Vergangenheit sind tief. Schön das man sich jetzt gemeinsam freut, selbst über einen gemeinsamen Feiertrag wird spekuliert, Frankreichs Europastaatsekretär Lellouche: "Wir haben viele Ideen gemein­sam mit den Deut­schen. Im neuen Jahr wird eini­ges ange­kün­digt werden!« Ein gemein­sa­mer Fei­er­tag? Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 November

Spontis Wochenschau #45

Spontis WochenschauSchon wie­der zu spät. Ich sollte ein­fach nicht ver­su­chen regel­mä­ßig zu wer­den, dafür han­dele ich viel zu Lus­to­ri­en­tiert. Dies­mal habe ich mich dafür wie­der auf die Ursprünge kon­zen­triert und ein paar »schwär­zere« Ver­weise genom­men, was mir per­sön­lich bes­ser gefällt. Eine Frage die mir immer in den Sinn kommt ist: Ist ein Link zu wenig für eine gute Geschichte? Wird ein ein­fa­cher Ver­weis so man­cher Geschichte gerecht? Oder lohnt sich gar ein eige­ner Arti­kel? Ich finde diese Frage per­sön­lich immer schwer, ich blogge gerne aus­führ­lich und brau­che ein lan­ges Vor­spiel um zum Punkt zu kom­men. Soll man ja eigent­lich nicht machen sowas, son­der viel­mehr kurz und kna­ckig, mit aus­sa­ge­kräf­ti­ger Schlag­zeile, Ein­lei­tung und Hauptstory.

Aber wisst Ihr was? Das Scheiß ich doch glatt drauf, blog­gen soll doch in ers­ter Linie mir Spaß machen, jetzt mal ganz salopp gespro­chen. Wenn wir alle so blog­gen wür­den wie es der Leser sich wünschte, hätte wir wahr­schein­lich in ein paar Mona­ten nur noch belang­lose und ober­fläch­li­che Blogs zwi­schen Business-Blogs die zum Xten male die Vor­züge irgend­ei­nes Mobil­te­le­fons loben. Ich komme mal wie­der vom Thema ab, furcht­bar. Hier also mein geschwärz­ter Wochen­rück­blick für die Kalen­der­wo­chen 44, Rück­bli­ckend, rück­da­tiert und Rück­sichts­los. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 November

Schwarze Zeitzeugen - Melissa aus London

graveyard 1984, big hair and purple lipstickMelissa ist 39 Jahre alt und lebt in London, aufgewachsen ist sie in einer kleinen Stadt in Wiltshire im Süd-Westen Englands. In Devizes, so wie der kleine Ort heißt, ist es kein Zuckerschlecken anders zu sein als die anderen und schon gar nicht, wenn man auch noch so aussieht. Melissa war ein Gothic, jedenfalls würde man sie heute so bezeichnen. Früher gab es noch keinen Begriff und einordnen lassen wollte man sich sowieso nicht. Schwarze Haare, schwarze Klamotten, Schminke, Haarspray und spitze Schuhe waren die Merkmale, an denen man Melissa und ihre Freunde erkannte. In Magazinen fand sie ihre Vorbilder Danielle Dax und Poison Ivy Sie trieben sich auf Friedhöfe rum und hörten Musik nach Punk.

"Es ging eigent­lich nie darum in einer Szene zu sein« sagt Melissa heute, »son­dern nur darum seine Haare senk­recht zu stel­len.« Sze­ne­zu­ge­hö­rig­keit war kein gewoll­tes Phä­no­men, son­dern eine Zuord­nung. Viel­leicht wird die Szene von damals idea­li­siert, schö­ner und all­um­fas­sen­der dar­ge­stellt, als sie wirk­lich war. 1988 ver­ließ sie den klei­nen Ort und zog nach Lon­don, sie arbei­tet als Illus­tra­tor und Ani­ma­teu­rin und gibt darin auch Unterricht.

Melissa war unbe­wuss­ter Teil einer Jugend­be­we­gung, die man heute als Gothic bezeich­net, dabei ging es ihr nur um Indi­vi­dua­lis­mus und darum, so zu sein wie man wollte. Es ist schwie­rig, eigene Ver­glei­che zu einer Szene zu zie­hen, die es unter die­sem Namen zunächst gar nicht gege­ben hat. Gothic ist ein Begriff, der Mitte, eher Ende der 80er Jahre zu fin­den war und des­halb ist es umso schwie­ri­ger sich darin zu defi­nie­ren. Ich führte ein Inter­view mit Melissa und war zuge­ge­be­ner­ma­ßen über­rascht, wie sie auf meine Frage ant­wor­tete. Schön wenn meine Erwar­tungs­hal­tung über den Hau­fen gewor­fen wird und ich etwas neues dazu­ler­nen kann. Melissa ist der erste Teil mei­ner Inter­view­reihe Schwarze Zeit­zeu­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 November

Knallbunte Farbkombinationen bei Doctor Who: Der sechste Doktor

Hallo liebe Leser von Spon­tis! Hier »spricht« aus­nahms­weise nicht Robert, son­dern ein Wesen von außer­halb. Mein Name ist Julia und ich schreibe nor­ma­ler­weise auf 49 Suns. Im vor­letz­ten Monat war ich in Urlaub und Robert war so freund­lich einen Gast­bei­trag als Ver­tre­tung bei­zu­steu­ern. Dies hier ist sozu­sa­gen das Gegenstück.

Die Bürde des Gast­ar­ti­kels hat Robert aus­ge­zeich­net getra­gen und ich werde hof­fent­lich mit die­sem Bei­trag hier ebenso stark sein. Da wäh­rend mei­nes Urlaubs meh­rere Auto­ren zu Gast waren, habe ich eine ganze Bei­trags­se­rie gestar­tet, die sich mit der bri­ti­schen TV-Serie Doc­tor Who beschäf­tigt. Bei der BBC lief die Serie von 1963 bis 1989 und seit 2005 wie­der und ist auf der Insel abso­lu­ter Kult. Hier­zu­lande muss die Bekannt­heit erwei­tert wer­den und ich möchte hier­mit mei­nen Bei­trag dazu leis­ten. Für das Gesamt­bild fängt man am bes­ten beim ers­ten Bei­trag an und folgt den Links zum jeweils nächs­ten Bei­trag. Es sollte aber auch mög­lich sein, ohne Vor­kennt­nisse hier durchzusteigen.

Worum geht es überhaupt

TARDISNamens­ge­bend für die Serie ist der Dok­tor, der mit stän­dig wech­seln­den Com­pa­ni­ons in der TARDIS (Time and Rela­tive Dimension(s) in Space) durch Raum und Zeit reist, wel­che wie eine blaue Poli­zei­zelle aus­sieht (siehe Bild) und innen grö­ßer als außen ist. Diese Zuta­ten las­sen eine Sci-Fi-Serie ver­mu­ten und das stimmt zu einem gewis­sen Teil auch. Ursprüng­lich für Kin­der kon­zi­piert, hat sich die Serie schnell zu einem Kult­phä­no­men ent­wi­ckelt und konnte trotz knap­pem Bud­get dank tol­ler Geschich­ten überzeugen.

Die extrem lange Lauf­zeit der Serie war mög­lich durch einen genia­len Trick, der das Aus­tau­schen der Haupt­fi­gur erlaubte. Der Dok­tor ist näm­lich ein Time Lord vom Pla­ne­ten Gal­li­frey und kann sich bis zu zwölf Mal rege­ne­rie­ren, d.h. einen neuen Kör­per bekom­men. In der sechs­ten Inkar­na­tion wurde er gespielt von Colin Baker, der dank einem kreisch­bun­ten Fli­cken­kos­tüm und blon­den Locken ein wirk­lich außer­ir­di­sches Aus­se­hen hatte. Am Anfang wurde sein Kos­tüm noch durch Anste­cker in Kat­zen­form erweitert.

Cha­rak­ter­lich näherte sich der sechste Dok­tor wie­der dem ers­ten an, d.h. er war ziem­lich gran­tig, über­heb­lich und into­le­rant gegen­über Wesen, die er als weni­ger intel­li­gent ansah. Aller­dings schreckte er nicht immer vor Gewalt zurück, was sei­ner frü­he­ren Ein­stel­lung wider­sprach. Eine wei­tere Beson­der­heit war die 23. Staf­fel, die als The Trial of a Time Lord einen fol­gen­über­grei­fen­den Erzähl­strang hatte, in der der Dok­tor vor Gericht stand. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


5 November

Blogparade: Gecovert!

plattencoverMit Cover­ver­sio­nen ist es wie mit Kaviar. Geschmacks­sa­che. Die einen fin­den Kaviar lecker, die ande­ren ein­fach nur eklig. Natür­lich gibt es auch die, die Kaviar angeb­lich lecker fin­den, obwohl sie ihn eigent­lich eklig fin­den und nur »lecker« sagen, weil das beson­ders deka­dent und neu­reich rüber­kommt. Cover­ver­sio­nen in der Musik gibt es schon solange es Musik gibt, eine gute Cover­ver­sion zeich­net sich mei­ner Mei­nung nach durch einen Mehr­wert aus und gibt dem ori­gi­na­len Stück das, was ihm zuvor gefehlt hat, oder macht dar­aus eine ganz eigene Inter­pre­ta­tion, manch­mal sogar etwas ganz neues. Lei­der ist es viel zu oft so, das Cover das Ori­gi­nal belei­di­gen, anstatt ihm zu schmei­cheln und manch­mal fragt man sich, warum der Künst­ler der ver­hack­stückse­lung sei­nes Ori­gi­nals zuge­stimmt hat. Obwohl es ja auch nicht immer erfor­der­lich ist, die Erlaub­nis ein­zu­ho­len, wie im Falle von Bushido, der sich ja letzt­end­lich »außer­ge­richt­lich« geei­nigt hat.

Der Beety von free­Q­net hat dazu eine Blog­pa­rade gestar­tet und möchte wis­sen, wel­che Cover­ver­sio­nen wir beson­ders gut fin­den. Cover­ver­sio­nen fin­den ist eine Sache, aber gute? Viel zu oft erlebt man eine böse Über­ra­schung wenn der geliebte Song plötz­lich geco­vert im Radio gespielt wird und damit dann die Ver­kehrs­si­cher­heit gefähr­det, falls das Radio im Auto steckt. Skep­tisch und neu­gie­rig zugleich habe ich meine Samm­lung durch­fors­tet und bin dabei an einige Exem­pla­ren hän­gen­ge­blie­ben, die einer Erwäh­nung anläss­lich die­ser Parade bedür­fen. Ich habe ein­fach mal 3 Stück her­aus­ge­pickt, viel­leicht kann ja der ein oder andere meine Wahl nach­voll­zie­hen. Wer nicht damit ein­ver­stan­den kann bis zum 30.11.2009 mal auf sei­nem Blog vor­bei­schauen und auch teilnehmen.

Begin­nen möchte ich mit Tain­ted Love von Soft Cell, eines mei­ner liebs­ten Stü­cke der 80er, das ja von Mari­lyn Man­son erneut geco­vert wurde. Im Ori­gi­nal stammt das Stück aber von ganz jemand ande­rem, näm­lich von Glo­ria Jones die es schon 1964 ins Mikro­phon hauchte. Für mich per­sön­lich kommt aber nur eine Ver­sion in Frage, näm­lich die von Marc Almond und sei­ner Band Soft Cell. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 November

TV im Keller - Wiwaldi und Zimmer Frei

Kategorie: Vernetzt3 Kommentare

galerie_kloss_13Natür­lich. Nor­ma­ler­weise gehen wir ja zum lachen in den Kel­ler und ver­ste­cken uns dabei noch hin­ter den Kar­tof­feln, aber wenn ich eine mei­ner Lieb­lings­sen­dun­gen im TV ver­folge, geht das natür­lich schlecht. Ich könnte natür­lich mei­nen Fern­seh­ge­rät zur Sen­dung von Zim­mer Frei! mit in der Kel­ler neh­men, das wäre eine Über­le­gung wert. High­light jeder Sen­dung ist immer dann, wenn der Haus­hund Wiwaldi hin­ter dem Sofa her­vor­kriecht und allein oder mit einem eben­falls plü­schi­gen Part­ner die Gäste auf’s Korn nimmt. Eine Grat­wan­de­rung zwi­schen ober­fläch­li­chen Kalau­ern und bis­si­ger Satire — genau nach mei­nem Geschmack. Mar­tin Reinl, der seine Hände von Hin­ten in die Pup­pen schiebt arbei­tet mit sei­ner Pro­duk­ti­ons­firma bigS­mile für einige deut­schen Fern­seh­sen­dun­gen und ist auch von Zeit zu Zeit bei Night­wash zu sehen, wirk­lich her­aus­ra­gend finde ich ihn aber per­sön­lich bei Zim­mer Frei. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 November

Die Bürde des Gastartikels

Gast­bei­träge sind wie vir­tu­elle Besu­che. Man ver­ab­re­det sich und macht einen fes­ten Ter­min aus, der Gast­ge­ber sorgt meis­tens für eine mög­lichst ange­nehme Atmo­sphäre, er putzt sein Backend und ent­fernt oder deak­ti­viert sogar stö­rende Plugins, deren Bedie­nung er selbst noch nicht ver­stan­den hat und legt dem Gast sogar ein eige­nes Klin­gel­schild an. Als Gast­ge­ber muss man ein Stück Ver­trauen an jeman­den wei­ter­rei­chen, den man in der Regel noch nicht mal im rea­len Leben gese­hen hat, son­dern nur anhand von Pro­fi­len, Bil­der, Tex­ten und Kom­men­ta­ren. Und immer schwingt ein biss­chen Angst mit. Was wird der Gast schrei­ben, wel­che Bil­der wird er benut­zen, passt das über­haupt zu mir oder bringt er mich gar in Teu­fels Küche?

Ich habe bis jetzt schon 2 Gast­bei­träge ver­fasst, erst wollte ich schon groß­kot­zig dafür eine eigene Seite anle­gen, muss aber zuge­ben, das es sich noch nicht lohnt — denke ich jeden­falls. Und ganz ehr­lich habe ich mich als Gast genauso ver­hal­ten wie der Gast­ge­ber. Schreibe ich einen Text der den Ansprü­chen genügt? Benutze ich die rich­ti­gen Bil­der? Mache ich mich mit mei­nem Satz­bau, Gram­ma­tik und Recht­schrei­bung sogar lächer­lich? Eigent­lich schreibe ich meine Bei­träge immer sehr sorg­fäl­tig und genauso ver­halte ich mich auch als Gast. Ich komme vor­bei, unter­hal­ten mich mit den ande­ren Gäs­ten und dem Gast­ge­ber, mache nichts schmut­zig oder kaputt und ver­su­che zumin­des­tens ein Stück­chen so zu sein, wie ich auch sonst so bin. Kurios, das man dabei hin­ter der vir­tu­el­len Glas­schei­ben sitzt und unzäh­lige Besu­cher dann auch noch beob­ach­ten kön­nen, was vor sich geht.

Aber wir wol­len mal fest­hal­ten, das ein Gas­bei­trag prin­zi­pi­ell nur gutes bewirkt, im Prin­zip ist das doch eine große Ehre, für den Schrei­ber und den beschrie­be­nen. Es för­dert die Ver­net­zung unter­ein­an­der und sorgt für neue Leser bei­der Teil­neh­mer. Außer­dem fühlt man sich doch so ein biss­chen wie ein freier Autor, der sei­nen Senf für die unter­schied­lichs­ten und natür­lich groß­ar­tigs­ten Blogs bei­steu­ert, viel­leicht sogar Sex in the City mäßig gleich eine eigene Kolumne bekomt. Ein Blog­ger mit vie­len Gast­bei­trä­gen auf mög­lichst popu­lä­ren Blogs ist dem­nach sowas wie eine Ikone, denn wenn man »Den schon schrei­ben lässt«, dann muss der echt was zu sagen haben und seine Mei­nung hat auch gleich viel mehr Gewicht.

Natür­lich ist der Weg zur Ikone lang und stei­nig und manch­mal schmel­zen einem auf dem Weg zur Sonne die Flü­gel, des­halb sollte man nie den Boden unter den Füßen ver­lie­ren. Ein biss­chen Ruhm und Aner­ken­nung wünscht sich jeder, vor allem der Blog­ger, den sonst würde er nicht blog­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »