Wenn in Mönchengladbach schon mal was stattfindet, will ich nicht wieder Gefahr laufen etwas zu verpassen. Wie der lokale Radiosender 90.1 gerade berichtet, findet am 7. November die Mönchengladbacher Kulturnacht zum dritten mal statt, offensichtlich sind die anderen beiden male spurlos an mir vorbeigegangen. Im Prinzip geht es darum, das ganz Mönchengladbach zur Bühne werden soll, über 400 Künstler zeigen an 35 Orten was sie können und sammeln dabei rund 190 Termine. Es soll für jeden etwas dabei sein: Musik von Klassik bis Rock und Pop, internationaler Tanz von Tango bis Sirtaki, Film und Kabarett, Krimis und Poetry-Slams, Kunst und Performance, sogar Zauberei und Akrobatik. Auf der dafür eingerichteten Internetseite kann man sich ausgiebig informieren.
Highlights? Schwer zu sagen für was ich mich persönlich entscheide, das Projekt Film-Fieber lockt mit Programm und Spartenkino in Form von Kurzfilmen. Bekannte regionale und überregionale Poetry Slammer besiedeln die Shuttle Busse und zeigen ihre wortgewaltige Kunst. Wer möchte kann das komplette Programm durchsuchen und entsprechend Filtern um seinen persönlichen Favoriten herauszupicken. Das Eintrittsband, das für alle Orte und den Bus-Shuttle gilt, kostet 9 Euro, für Studenten und Schüler 7 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt.
Schwer zu sagen was man davon halten soll, ich bin ja immer sehr skeptisch, wenn es um derartige Veranstaltungen geht, die ja oft kein Dienst am Bürger, sondern eine Werbeveranstaltung für die Beteiligten ist. Was natürlich prinzipiell nicht schlecht ist, wenn für den Besucher ein Mehrwert zurückbleibt. Vielleicht eine gute Gelegenheit, an der historischen Stadtführung teilzunehmen, denn schließlich ist man ja schon seit seiner Geburt hier und mancher weiß mehr über andere Städte, als über die eigene. Vielleicht lockt mich auch das Motto: Nachtaktiv. Denn ich zähle mich zu diesen Menschen, manche Tage dürfte ruhig noch ein paar Stunden mehr haben, dunkle und düstere natürlich. Auf jeden Fall noch ein bisschen gruseliger, als das eigens für die Kulturnacht produzierte Video auf YouTube.
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