30 November

Alles ist in China gemacht

Kategorie: VernetztKommentare (6)

Made in ChinaIst keine Neuigkeit und auch keine sensationelle Enthüllungsgeschichte. Wenn ich Magier wäre und alle Gegenstände auf mein Kommando hören würden, wäre die Wohnung ziemlich leer und funktionslos, wenn ich sagen würde “Made in China raus!”. In einer Markt-Sendung hat das eine Familie sogar mal ausprobiert, ein ziemlich puristisches Leben, wie man es sich hier beim NDR nochmal angucken kann, die restlichen Folgen davon findet man in der Mediathek.

China ist der Weltgrößte Produzent von Kinderspielzeug, das schließt übrigens auch die Spielzeuge der Erwachsenen ein, wie beispielsweise der breite Markt der Unterhaltungselektronik. Aber jetzt wird’s interessant, denn nicht die Produkte aus China sind Gegenstand dieses Artikels sondern eine Band aus Russland die sich eben so nennt: Everything is made in China (Homepage). Und unrecht haben sie ja nicht, ohne China wäre die Anzahl der Instrumente klein und unbezahlbar. Mich hat vor allem das Video zu ihrer Auskopplung Sleep-Walking fasziniert, das mich an einen Phantombildbaukasten erinnert, in dem man sich verschiedene Gesichter durch verschieben von Gesichtspartien zusammenbauen kann. Das wird hier also keine Abrechnung mit Produkten aus China, sondern nur die Vorstellung eines interessanten Videos, denn ein Sprichwort sagt: Säge nicht an dem Ast auf dem du sitzt. …lese den ganzen Artikel
» Alles ist in China gemacht «


29 November

Spontis Wochenschau #48

Spontis WochenschauUrlaub vom Urlaub. Jetzt hatte ich eine Woche Urlaub und gefühlter Weise nichts geschafft. Unzählige Projekte hatte ich mir vorgenommen und nur grob geschätzte 60% abgearbeitet. Immerhin steht der zusätzliche Kleiderschrank im Schlafzimmer und auch das Arbeitszimmer ist umgeräumt. Den Keller habe ich auch endlich mal wieder aufgeräumt, ein wahre Fundgrube an scheinbar unentdeckten Schätzen. Jetzt brauche ich Urlaub vom Urlaub, ich meine ihr kennt das sicher – wenn man seine Freizeit mit Aktivitäten vollstopft, die man dann letztendlich gar nicht bewältigen kann.
Mist, jetzt heule ich doch wieder rum weil ich ein schlechtes Gewissen habe solange nicht mehr anständig gebloggt zu haben und dabei sind das genau die Einträge die ich bei anderen so gar nicht leiden kann, wenn man nur einen Artikel verfasst um mitzuteilen, das mein keine Zeit hat einen Artikel zu schreiben. Aber aufgepasst lieber Leser, ich würze diesen Text noch mit einem effektive Mehrwert, nämlich den Wochenverweisen der 47. Kalenderwoche, das neben Vampiren und Lebensrettungsgesellschaften auch rechtlich recht informativ sein könnte.

  • 50.000 Euro Strafe für den Einsatz von Google Analytics?
    Wie Basic Thinking berichtet, bewegen sich die Einsetzer von Google Analytics auf Datenschutzrechtlich dünnem Eis. Die Datenkrake ist gierig und sammelt so wertvolle Informationen neben der individuellen IP. Ist die IP ein Datenschutzrechtliches Risiko? Oder ist die Vorgehensweise der Provider, die Vorratsdatenspeicherung, die es erst möglich macht, IP mit Personen auch nachhaltig zu verfolgen das Problem? Es bleibt wohl Ansichtssache, doch in Deutschland ist das Leben als Internetnutzer ein Leben voller Fettnäpfchen und Nagelbretter.

…lese den ganzen Artikel
» Spontis Wochenschau #48 «


27 November

Darkangel: Sophie Lancaster

Sophie LancasterMehr als zwei Jahre ist es jetzt her, das die 20-jährige Studentin und Goth Sophie Lancaster zu Tode getreten wurde, weil sie und ihr Freund so aussahen, wie sie aussahen. Sophie und ihr 21-jähriger Freund Robert schlenderten durch einen Park, als sie von einer Gruppe von 5 Jugendlichen angepöbelt wurden. Sie rissen Robert zu Boden und peinigten ihn mit Tritten. Die verzweifelte Sophie wusste sich nicht zu helfen und warf sich schützend auf ihren Freund. Diese Entscheidung sollte ihr Leben kosten.

Als die Sanitäter eintrafen, konnten sie das Geschlecht des Mädchens zunächst nicht feststellen, denn Körper und Gesicht waren nur noch blutiger Brei und völlig entstellt. Sophie und Robert fielen ins Koma aus dem Sophie nie wieder erwachte, sie würde sich nie wieder von den Tritten und Sprüngen auf ihren Kopf erholen. Am 24. August 2007 entschied die Familie, die Lebenserhaltenden Maßnahmen abzuschalten. Robert überlebte den Angriff schwer verletzt. Die Täter, Ryan Herbert (15) und sein Komplize Brendan Harris (17) wurden gefasst und zu 16 bzw. 18 Jahren Haft verurteilt[1]. Bis zuletzt plädierten sie auf Nicht-Schuldig. …lese den ganzen Artikel
» Darkangel: Sophie Lancaster «

  1. Quellen: Englischer Wikipedia Artikel über Sophie Lancaster, Dailymail Artikel “The Haunting last Pictuere of Sophie Lancaster [...]” []

26 November

Petitionieren leicht gemacht

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (2)

Reichstag Berlin, BundestagsgebäudeWas ist eine Petition? Das lateinische petitio sagt dazu unter anderem Ersuchen. Eine Petition ist die Möglichkeit des Bürgers der Politik Vorschläge zu machen und Gesetze zu bewegen. Früher waren dazu viele aktive Menschen mit Stift und Papier notwendig, heute macht man auch das Online. Die Internetseiten des Deutschen Bundestages bieten die Möglichkeit, sich nach vorheriger Anmeldung seinem demokratischen Grundrecht (Artikel 17 GG) nachzukommen. Die sogenannten ePetitionen. Erreicht eine öffentliche Petition innerhalb der ersten 3 Wochen mehr als 50.000 Mitzeichner wird der Petent, also der, der die Petition eingebracht hat, vor einem Ausschuss angehört.

Soweit eine Zusammenfassung der Wikipedia-Inhalte, doch was bringen diese Petitionen? Im Falle der Internetsperren wohl nicht allzu viel, denn das Gesetz wurde ja dennoch verabschiedet, oder? Öffentliche Aufmerksamkeit ist das Schlüsselwort, mittlerweile dürfte es kein Geheimnis mehr sein, das eine Recherche in der Liste der zur Verfügung stehenden Petitionen die Schlagzeilen von Morgen stehen und so wundert es mich nicht, wenn die Medien die populären Petitionen aufgreifen und darüber berichten. Ein erwünschter Effekt, denn dadurch partizipieren in der Regel noch mehr Menschen, was eine Multiplikation der Wirksamkeit bedeutet. …lese den ganzen Artikel
» Petitionieren leicht gemacht «


23 November

Projekt Hörsturz – Runde 9

projekthoersturzbeetFreeQ ist 30 Jahre alt geworden. Ein Alter, bei dem man eine gewisse Reife voraussetzt und den Zeitpunkt überschritten hat, indem man sich das mit dem Erwachsen werden nochmals überlegen konnte. Glücklicherweise ist dem Beety dieses ganze Gefasel egal und er ist weiterhin der alte, der ohne eine Spur von Reife immer noch über Musik bloggt, die wohl sonst keiner hören würde. Männer über 30, die schlagartig erwachsen werden? Nicht mit ihm! So fällt dann auch die spezielle 9. Runde des Hörsturzes so aus, wie ich mir das vorgestellt habe, denn alle Vorschläge stammen von Himself und sind wie immer experimentell, andersartig, untanzbar und einzigartig. Wenn ich so eine Zusammenstellung nochmal irgendwo hören sollte, suche ich nach einem bärtigen Mann am Mischpult, der knapp so aussieht, als wäre er gerade erst 30 geworden.

Wer jetzt Lust bekommen hat, diese 9. Runde des Projekt’s Hörsturz auch zu bewerten, sollte sich keinen Zwang antun und nach dem lesen der allgemeinen Informationen selbst in die Tasten greifen. Das eine Bewertung nicht objektiv sein kann, liegt in der Natur der Sache, deshalb lese ich auch besonders gerne möglichst subjektive und Meinungsgeschwängerte Rezensionen der vielen Teilnehmer, der Gedankengänge zu den Liedern fast immer so kurios sind wie die Lieder selbst. Hier meine, höchst subjektiv empfundene Bewertung dieses Hörsturzes:

  • Kaizers Orchestra – Maestro
    Klingt jetzt erstmal wie orientalisches durch den Wolf gedreht, nicht besonders aufgeregend, aber gelungen. Die ersten gesanglichen Einlagen können sich durchaus hören lassen, im Refrain versaut man den ersten schönen Eindruck aber völlig. Disharmonie ist eben doch kein Zeichen künstlerischer Freiheit und klingt für mich immer wie der Versuch, einen langweiligen Song interessanter und künstlerischer zu machen. Das Lied könnte durchaus besser sein, wenn der nervige Refrain nicht wäre. Die Produktion ist gut und auch die Sounds passen, aber der Rest rundet es nicht auf, sondern eben doch nur ab.
    Wertung: 2 von 5 Punkten für das gesangliche Falaffel ohne Sauce.

…lese den ganzen Artikel
» Projekt Hörsturz – Runde 9 «


21 November

Schwarze Zeitzeugen – Rosa aus New England

217994482_bb480998a8_oNach meinem Abstecher nach Großbritannien, auf dem ich mit Melissa aus London sprach, habe ich mich nun auf eine virtuelle Reise nach New England gemacht um mit der Portugiesin Rosa zu sprechen. Rosa ist 1967 in Portugal geboren, zog aber schon im zarten Alter von 2 Jahren in die USA. In einer portugiesischen Gemeinschaft in New England ist sie aufgewachsen. Sie hat einen ausgesprochenen Hang zu Fotografie, was unzählige Bilder auf ihrem Flickr-Account belegen. Gut für mich, denn so fand ich in ihrem Album auch einige Interessante Bilder aus den 80ern, die mich erst auf die sympathische Rosa aufmerksam gemacht haben.

Obwohl sie rein optisch eher Extravagant erscheint, ist sie dem dunklen Lebensstil treu geblieben “Mein Herz wird immer Goth sein…” und treibt sich immer noch auf Mittelaltermärkten und wilden 80er Party’s herum. Ihr Kleiderschrank wird erst sein neustem von farbigen Klamotten kontaminiert.  Die Arbeit als Datenbankadministratorin einer großen Versicherung sieht sie als Lebensunterhaltssicherung, in ihrer Freizeit ist sie voll und ganz für ihren beiden Kinder und den Ehemann da, den sie 1997 ganz in weiß geheiratet hat.

Das Leben ist voller Veränderungen und die Zugehörigkeit zu einer Szene ebenso endlich wie andere Lebensabschnitte. Das Bild links zeigt Rosa im Jahrbuch des College auf dem Sie so Jahrbuchtypisch guckt wie man es aus schnulzigen US-Teenagerfilmen kennt. Eigentlich ist so ein Jahrbuch eine schöne Erfindung, ich bin ein wenig neidisch, das ich keine dicken Bücher zu Hause habe, in der alle meine Mitschüler abgebildet sind. …lese den ganzen Artikel
» Schwarze Zeitzeugen – Rosa aus New England «