23 Oktober

Die Flucht in den Konsum

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (2)
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alkoholverbot mönchengladbachEs gibt Tage, die blei­ben einem ein­fach in Erin­ne­rung, sei es nun in guter oder schlech­ter, manch­mal lässt sich das ein­fach nicht ver­mei­den. Wenn ein Tag so vol­ler klei­ner Anek­do­ten steckt, das er schon bald droht davor über­zu­lau­fen, ist es an der Zeit für einen klei­nen Tage­buch­ein­trag wie die­sen, dann muss sich ein­fach mal „freischreiben”.

Der Sams­tag stand auch bei uns im Zei­chen des Fuß­balls, denn heute spiel­ten Mön­chen­glad­bach und Köln in Mön­chen­glad­bach. Das ist immer so eine Sache, denn das Lokal­derby gilt als eines der bri­san­tes­ten in der Bun­des­liga. Nicht wegen der Mann­schaf­ten und ihrer Qua­li­tät, son­dern wegen der Fans und sol­chen, die es ein möch­ten. Immer wie­der gab es hef­tige Aus­schrei­tun­gen, mal in Köln, mal in Mön­chen­glad­bach. Jetzt hat es offen­bar gereicht, denn der Ober­bür­ger­meis­ter Nor­bert Bude hat kur­zer­hand 142 Stra­ßen zur Alko­hol­freien Zone erklärt. Kein Genuss von Alko­hol, kein Ver­kauf von Alko­hol, kein mit­füh­ren von Alko­hol. Über 1000 Poli­zis­ten sol­len für die Ein­hal­tung sor­gen und so Aus­schrei­tun­gen verhindern.

Grund genug die Flucht zu ergrei­fen. Für uns jeden­falls. Und wohin? Nach Köln, denn da kann heute ganz unge­stört shop­pen, habe ich gehört. Offen­sicht­lich waren wir nicht die ein­zi­gen mit die­ser bril­li­an­ten Idee, denn der Bür­ger­steig die Schil­der­gasse drohte an den Men­schen­mas­sen zu ersti­cken. Trotz­dem haben wir ein ganz neues Ein­kaufs­kon­zept getes­tet: Aus­su­chen, Anpro­bie­ren aber noch nicht kau­fen, damit man(n) die Tüten nicht noch durch die ganze Stadt schlep­pen muss. Angst davor das die Sachen dann weg sein könn­ten, oder der Laden zu sein könnte? Pah! Nicht mit uns. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Oktober

Achtung, Kultur: Nachtaktiv 09

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nachtaktiv mönchengladbach 09Wenn in Mön­chen­glad­bach schon mal was statt­fin­det, will ich nicht wie­der Gefahr lau­fen etwas zu ver­pas­sen. Wie der lokale Radio­sen­der 90.1 gerade berich­tet, fin­det am 7. Novem­ber  die Mön­chen­glad­ba­cher Kul­tur­nacht zum drit­ten mal statt, offen­sicht­lich sind die ande­ren bei­den male spur­los an mir vor­bei­ge­gan­gen. Im Prin­zip geht es darum, das ganz Mön­chen­glad­bach zur Bühne wer­den soll, über 400 Künst­ler zei­gen an 35 Orten was sie kön­nen und sam­meln dabei rund 190 Ter­mine. Es soll für jeden etwas dabei sein: Musik von Klas­sik bis Rock und Pop, inter­na­tio­na­ler Tanz von Tango bis Sir­taki, Film und Kaba­rett, Kri­mis und Poetry-Slams, Kunst und Per­for­mance, sogar Zau­be­rei und Akro­ba­tik. Auf der dafür ein­ge­rich­te­ten Inter­net­seite kann man sich aus­gie­big informieren.

High­lights? Schwer zu sagen für was ich mich per­sön­lich ent­scheide, das Pro­jekt Film-Fieber lockt mit Pro­gramm und Spar­ten­kino in Form von Kurz­fil­men. Bekannte regio­nale und über­re­gio­nale Poe­try Slam­mer besie­deln die Shut­tle Busse und zei­gen ihre wort­ge­wal­tige Kunst. Wer möchte kann das kom­plette Pro­gramm durch­su­chen und ent­spre­chend Fil­tern um sei­nen per­sön­li­chen Favo­ri­ten her­aus­zu­pi­cken. Das Ein­tritts­band, das für alle Orte und den Bus-Shuttle gilt, kos­tet  9 Euro, für Stu­den­ten und Schü­ler 7 Euro. Kin­der bis 14 Jahre haben in Beglei­tung Erwach­se­ner freien Eintritt.

Schwer zu sagen was man davon hal­ten soll, ich bin ja immer sehr skep­tisch, wenn es um der­ar­tige Ver­an­stal­tun­gen geht, die ja oft kein Dienst am Bür­ger, son­dern eine Wer­be­ver­an­stal­tung für die Betei­lig­ten ist. Was natür­lich prin­zi­pi­ell nicht schlecht ist, wenn für den Besu­cher ein Mehr­wert zurück­bleibt. Viel­leicht eine gute Gele­gen­heit, an der his­to­ri­schen Stadt­füh­rung teil­zu­neh­men, denn schließ­lich ist man ja schon seit sei­ner Geburt hier und man­cher weiß mehr über andere Städte, als über die eigene. Viel­leicht lockt mich auch das Motto: Nacht­ak­tiv. Denn ich zähle mich zu die­sen Men­schen, man­che Tage dürfte ruhig noch ein paar Stun­den mehr haben, dunkle und düs­tere natür­lich. Auf jeden Fall noch ein biss­chen gru­se­li­ger, als das eigens für die Kul­tur­nacht pro­du­zierte Video auf YouTube.

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21 Oktober

Kinotipp: Verblendung

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verblendungObwohl ich Sonn­tag Abend alles andere als moti­viert gewe­sen bin, habe ich mich doch ent­schlos­sen mich auf­zu­raf­fen und dem Kino einen Besuch abzu­stat­ten. Der Film Ver­blen­dung hatte für inter­na­tio­nale Schlag­zeile gesorgt, da er ja auf einem Best­sel­ler Roman von Stieg Lars­son basiert, der es damit 2008 bis zum bes­ten Buch Euro­pas schaffte. Obwohl man sich immer dar­über strei­tet was bes­ser ist, das Buch oder seine fil­mi­sche Umset­zung, fand ich die Idee mich ein­fach mal berie­seln zu las­sen mehr als prickelnd.

Von der Skep­sis zu Beginn mei­nes Besuchs ist nicht viel geblie­ben, zurück bleibt Begeis­te­rung für span­nen­des und inter­es­san­tes Kino aus Schwe­den. Kin­der, ich bin begeis­tert! Zum einen, weil mal wie­der deut­lich wird, das Schau­spie­ler von inter­na­tio­na­lem Ruhm noch lange kein Garant für gutes Kino sind und zum zwei­ten, das man es in Schwe­den so gekonnt ver­steht einen düs­te­ren und dunk­len Krimi wie einen Thril­ler in Szene zu set­zen. Habe ich bis jetzt an Schwe­den gedacht, so meist an leuch­tende und bunte Far­ben und viel blonde Men­schen. Auch mein Besuch in Stock­holm 2008 wird durch die­sen Film in einem ganz ande­ren Licht erleuch­tet. Doch lang­sam, eins nach dem ande­ren. Ich zitiere die Kurz­be­schrei­bung des Films, damit sich auch der Nicht-Wissende erleuch­tet fühlt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Rap, Breakdance und Graffiti

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summer of the 80sEs gibt Neuigkeiten in der Serie Summer of the 80s. In der nunmehr dritten Folge der Serie Rap, Breakdance und Graffiti widmet man sich der amerikanische Gegenströmung zur sogenannten "zweiten Invasion" der Briten.

Nachdem also Europa Anfang der 80er damit begonnen hat die USA mit einer ganzen Subkultur zu infizieren, entstehen dort ganz neue Bewegungen, die erst abseits vom Mainstream immer weiter in den Fokus einer breiteren Masse rücken. Gerade innerhalb der schwarzen Kultur entstehen neue Ausdrucksformen gegen Bandkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei. Afrika Bambaataa wird seinem Motto "Peace, Love, Unity and Having Fun!” gerecht und beginnt damit eine schwarze Form des Punk zu eta­blie­ren. Er ani­miert unzäh­lige Jugend­li­che zum sel­ber­ma­chen des Sprech­ge­sangs zum DJ-Set der Straße.

Zu den Beats der Straße ent­wi­ckelt sich auch schnell ein eige­nen Tanz­stil der auch die Jugend­li­chen zum mit­ma­chen ani­miert, die ihr Talent nicht im Sprech­ge­sang, son­dern in der kör­per­li­chen Bewe­gung sehen. Zu der tech­ni­schen von Kraft­werk inspi­rier­ten Beats formt man Robo­ter­ar­tige Bewe­gun­gen die mit akro­ba­ti­schen Ein­lage gemischt wer­den zu einem völ­lig neuen Tanz­stil, dem Break­dance. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Dead Snow

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dead snow coverZombies sind ja ganz schwer angesagt. Die Begeisterung für die Zombie-Walk's bei denen man als Zombie verkleidet und geschminkt möglichst authentisch durch die Straßen der nächst besten Großstadt zieht, schürt natürlich auch das Verlangen nach entsprechenden Vorlagen.  Der norwegische Streifen Dead Snow (Toter Schnee) bringt gleich 2 Genre auf die Leinwand und mischt Nazis und Zombie zu...? Völlig richtig, Nazi-Zombies.

Die Geschichte ist erfrischend einfach gehalten und beschränkt sich dabei auf das wesentliche. Eine Gruppe junger Menschen verbringt die Ferien in den norwegischen Bergen um dort dem Wintersport zu frönen. Während man in einer alten Hütte auf die vermeintlich vorausgewanderte Freundin wartet, taucht eine alter Wanderer auf, der von einer Haarsträubenden Geschichte berichtet: "Einst dien­ten die Berge der maro­die­ren­den, vom gefürch­te­ten Gene­ral Her­zog (Örjan Gamst) ange­führ­ten SS-Truppe „Ein­satz” als Zuflucht. Als das Trei­ben der Nazis der Lokal­be­völ­ke­rung zu bunt wurde, nah­men sie Heu­ga­bel und Fackel in die Hand und ver­trie­ben die Besat­zer in die ver­schnei­ten Berge — einem eisi­gen Tod ent­ge­gen. Seit­dem ist das Gebirge ver­flucht, so die Mahnung1 Natür­lich glau­ben ihm die jun­gen Urlau­ber kein Wort bis ihnen nach eini­gen abson­der­li­chen Vor­komm­nis­sen bewusst wird, das der alte Mann die Wahr­heit sprach. Es ent­brennt ein erbit­ter­ter Kampf um Leben und Tod. Den gan­zen Arti­kel lesen… »

  1. Aus der Film­kri­tik von Jan Hamm zu Dead Snow auf Filmstarts.de []

18 Oktober

Gastbeitrag auf Endgültig

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screenshot endgültigHeute wurde mir wie­der die Ehre zu Teil, meine Worte auch in einem wei­te­ren Blog zu ver­tei­len, die­ses mal beim Sascha vom Blog End­gül­tig. Anläss­lich einer Reise durch das schöne Deutsch­land unter­halb und ober­halb von Köln suchte er Gast­au­to­ren, die seine Abwe­sen­heit dazu miss­brau­chen nut­zen, ihre Worte in sei­nen Gewän­dern unter das Volk zu brin­gen. Da ich gerne aus­hel­fen, habe ich mich bereit erklärt auch einen sol­chen Bei­trag zu schrei­ben. Viel­leicht habe ich ja bald genug Bei­träge zusam­men um eine welt­män­ni­sche Rubrik zu eröff­nen, wo ich nicht schon über­all gewe­sen bin.

Noch bevor ich mir Gedan­ken machen konnte, was ich schreibe schlug Sascha in einer E-Mail vor: „Es darf auch um Poli­tik oder schwarze Sachen gehen. Aber bitte nicht um schwarze Poli­tik :-)”. Poli­tik und schwarze Sachen pas­sen eben nicht zusam­men, sieht man ja auch bei der Bun­des­kanz­le­rin. Des­halb habe ich mich ent­schlos­sen, etwas über die Glüh­birne zu schrei­ben, den ich bei Sascha ein­fach End­gül­tig aus­ge­dient nenne. Von der Inten­tion „Den wollte ich immer schon mal schrei­ben” über „brennt mir unter den Nägeln” bis zu Sascha war des­halb ein lan­ger stei­ni­ger Weg.

Habe ich euch eigent­lich schon erzählt, das ich IMMER noch kei­nen neuen Com­pu­ter habe? Ich gehe so lang­sam in Rich­tung kaputt. Nach­dem ich mir lie­be­voll einen Rech­ner bei einem Hard­ware­ver­sen­der bestellt habe bekomme ich letzte Woche die Nach­richt, das 2 Teile nicht lie­fer­bar sind und auch noch kein Ter­min des Her­stel­lers genannt wurde. Das kommt bestimmt von der Finanz­krise. Erst nut­zen einige Her­stel­ler die Gele­gen­heit sich so ein­fach und unpro­ble­ma­tisch von Per­so­nal zu tren­nen und jetzt haben sie zu wenig Per­so­nal alle Bestel­lun­gen zügig zu bear­bei­ten. Jetzt muss ich mein Kon­zept ein wenig abän­dern damit ich den Rech­ner nächste Woche doch noch bekomme. Immer­hin hat Atelco sehr zügig gelie­fert und mir das neue Win­dows 7 schon 10 Tage vor dem offi­zi­el­len Start am 22. Okto­ber aus­ge­lie­fert. Ich hoffe, ich habe bin dahin auch end­lich ein neues Wun­der­werk der Technik.