
Eine aufregende Woche, in der ich mich einmal der Softwarenutzung abgewandt habe und mich ganz der Hardware gewidmet habe. Warum? Vor eine Weile habe ich darüber geschrieben, das mich mein treuer Rechenknecht verlassen hat. Schwarzer Bildschirm hieß es im Juli (!) dieses Jahres. Jetzt habe ich endlich meine ersehnte Steuerrückzahlung erhalten und mir davon einen Haufen technisches Zeug gekauft um das in einem Rechner zusammenzufügen. Natürlich war kein Versender in der Lage mir alle Teile zu schicken, so das ich letztendlich eine kleine Weltreise unternehmen musste um die nicht lieferbaren Teile getrennt zu besorgen, so kann man sich seine Freizeit auch vertreiben.
"Habe ich immer schon so gemacht!« So stellte ich mich der Herausforderung des Zusammenbaus. Selbstverständlich passierte beim ersten einschalten des Computers nicht viel, Bildschirm dunkel, nur drehende Ventilatoren. Na Klasse! Und genau das ist doch der aufregendste Teil, wenn Dr. Frankenstein seiner Kreatur Leben einhaucht. Das sind Dinge bei denen ich mich immer ärgere, denn in meinem grenzenlosen »Das kann ich selber!« Wahn, ist das manchmal ein Resultat und vielleicht ein Beispiel für Maßlose Selbstüberschätzung.
"Ruhig Blut« sagte ich mir und suchte erstmal den Fehler, den ich dann nach 2 Stunden auch fand. Früher reichte ein Kabel vom Netzteil zum Mainboard um dieses mit Strom zu versorgen, heute nicht mehr. Daher hat ich das Kabel, das den Prozessor mit Energie versorgte ganz einfach vergessen. Nach dem verbinden sah die Sache schon wieder anders aus, jetzt drehte die Lüfter wenigstens schon mal schneller, doch bis auf ein paar Pieptöne war sonst nichts vom Rechner zu hören. Was fehlte? Natürlich, Extrastrom für die Grafikkarte, die gleich nach 2 getrennten Leitungen vom Netzteil verlangte. Gieriges Miststück!
Nicht nur, das ein überdimensionaler Lüfter den Prozessor kühlt (damit es leise bleibt), nein jetzt genehmigt sich das Herz auch noch satte 130W, was neben der Grafikkarte mit 260W schon fast verschwindend gering erscheint. Deshalb nenne ich meinen Computer jetzt liebevoll AKW Mönchengladbach und habe meinen Freundeskreis vorgewarnt, das es wohl zu unvorhergesehenen Stromschwankungen bei ihnen kommen könnte, wenn ich die Kiste einschalte.
Bei der Wahl des Betriebssystems habe ich freeQnet schamlos nachgemacht und mich ebenfalls für Windows 7 entschieden, schließlich scheinen sich die Kritiker einig, das man bei Microsoft doch etwas gelernt hätte. Natürlich ist das ganze installieren aller gewohnter Programme kein leichtes Spiel, so dass wir nun auch zu dem eigentlichen Grund dieser Langen Einleitung kommen: Ein überquellender Feedreader (1000+) machte ein Aufarbeitung aller Links der Woche nahezu unmöglich, so das ich mich für einen einzigen entschieden habe. Dafür gibt es nächste Woche wieder den gewohnten Rückblick. Ich bitte den bis jetzt aufgetretenden Mangel an Zeit zu entschuldigen. Den ganzen Artikel lesen… »