29 Oktober

Halloween = Popcornkultur?

Halloween Pumpin Riesenkürbis

Ich fand es immer erstaun­lich, wenn schon im August die ers­ten Domi­no­steine und Prin­ten den Weg in die Regale des Ein­zel­han­dels fan­den. Da es aber wohl zu wenig ren­ta­ble Fei­er­tage gibt, den der Han­del für sich ver­ein­nah­men kann, führte man vor eini­gen Jah­ren ganz still und heim­lich Hal­lo­ween ein, jeden­falls in die Regale, gleich neben die Prin­ten und die Domi­no­steine. Dazu rührt man die Wer­be­trom­mel gerade im Kin­der– und Jugend­fern­se­hen und schon kann man Mas­sen­weise Kos­tüme und Süs­sig­kei­ten ver­kau­fen. Klar das die Kin­der voll dar­auf abfah­ren. Sankt Mar­tin ist sowieso viel zu anstren­gend. Lam­pen und Later­nen bas­teln, dann auch noch sin­gen? Nein, da ist das Brül­len von »Süßes oder Sau­res« doch viel einfacher.

Machen wir uns nichts vor, der Gewin­ner die­ses Fes­tes ist ein­deu­tig die Indus­trie. Christ­li­che Ver­bände sträu­ben sich gegen diese Ame­ri­ka­ni­sie­rung und kri­ti­sie­ren, das Sankt Mar­tin und das tra­di­tio­nelle Mar­tins­sin­gen ver­drängt wer­den. Es gibt aber noch wei­tere Kon­flikte, denn der Nach­fol­ge­tag, der 1. Novem­ber ist der Aller­hei­li­gen­tag, der als stil­ler Fei­er­tag geführt wird, sind Tanz­ver­an­stal­tung ab Mit­ter­nacht ver­bo­ten. Gerade unter Jugend­li­chen ist das Fei­ern von Hal­lo­ween natür­lich popu­lä­rer und führt des­halb immer öfter zu Rei­bungs­punk­ten, da diese offen­sicht­lich lie­ber aus­ge­las­sen fei­ern als sich andäch­tig in der Kir­che zu ver­sam­meln. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Oktober

The Prodigy - Invaders must Die (Remix)

invaders must die - special editionJa, selbst­ver­ständ­lich weiß ich, dass das Album schon län­ger auf dem Markt ist. Ich bin nur eben etwas lang­sa­mer und außer­dem gibt es gerade aktu­ell noch­mals eine neue 2 CD + 1 DVD Spe­cial Box die mich noch­mal daran erin­nert hat mei­nen Senf zum Album nie­der­zu­schrei­ben. Das passt natür­lich auch in die ver­län­gerte Tour der Bri­ten und zeigt wie­der ein­mal, das die mit allen Mar­ke­ting­was­sern gewa­schen sind und den Hals nicht voll bekom­men können.

Ich weiß jetzt gar nicht genau wann ich die ers­ten Berüh­rungs­punkte mit der Musik der unge­wöhn­li­chen Bri­ten hatte, ich glaube es war das Stück Out of Space, das im Win­ter 1992 meine Gehör­gänge erreichte. Obwohl es musi­ka­lisch in eine deut­lich andere Rich­tung strebte, als die sonst von mir bevor­zug­ten Musik­stile, bin ich den Eng­län­dern über all die Jahre immer treu geblie­ben und war fas­zi­niert von dem Ein­falls­reich­tum und den immer wie­der neuen Rich­tun­gen in die sie sich ent­wi­ckel­ten. Nach­dem die ers­ten Alben noch recht ravige Klänge behei­ma­te­ten, ist man einer kon­ti­nu­ier­li­chen här­te­ren Gang­art gefolgt. Spä­tes­tens mit dem Stück Fire­star­ter vom Album The Fat of the Land läu­tete man eine andere Gang­art ein.

Dem folgte nun auch der jüngste Streich, Inva­ders must Die. Kri­ti­ker bescher­ten dem Album durch­wach­sene Beur­tei­lun­gen, denn die meis­ten hat­ten wohl etwas ande­res erwar­tet. Aber das ist genau die Eigen­schaft von The Pro­digy, die ich schät­zen gelernt habe. Tue das uner­war­tete und scheiße auf das was andere von Dir möch­ten. Nach einige Stü­cken, die schon vorab im Netz und den Medien ver­teilt wur­den zün­dete man die kom­plette Bombe im Februar die­ses Jah­res. Nach anfäng­li­chen Unken­ru­fen sind die Kri­ti­ken jetzt auch deut­lich bes­ser gewor­den, denn The Pro­digy muss man ein­fach lie­ben ler­nen. Kurio­ser­weise kenne ich viele Men­schen aus der schwar­zen– und Gothic­szene, die eine Lei­den­schaft für die Band tei­len, auch bei denen die dem Genre EBM eher abge­neigt sind. Hier kann man die Musik von The Pro­digy aber auch nicht wirk­lich ein­ord­nen. Lange Rede, kur­zer Sinn, jetzt wird auf Play gedrückt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Oktober

Die Gruftis - Liebe, Frieden und Harmonie?

Junge Welt - Grufties: Liebe, Frieden HarmonieNach dem letzten Negativbeispiel "Die Gruf­ties nah­men mir meine Toch­ter« ein Aus­hän­ge­schild für schlechte Presse dar­stellt, habe ich heute ein Bei­spiel, das es tat­säch­lich bes­ser macht und zeigt, das man sich auch anders mit der Mate­rie aus­ein­an­der­set­zen kann. Und noch bevor irgend­wel­che Unken rufen: Nein, die Junge Welt, aus der die­ser Arti­kel hat nicht das geringste mit brau­nen Ideo­lo­gien und rech­ten Rand­er­schei­nun­gen zu tun, auch wenn der Titel einer gleich­na­mi­gen Zeit­schrift der Hitler-Jugend, die von der NSDAP her­aus­ge­ge­ben wurde, gleicht. Der Titel der Zeit­schrift oder seine Gesin­nung hat im übri­gen auch nichts mit dem Arti­kel selbst zu tun, den sollte man ein­fach mal lesen und seine ver­meint­li­chen Ideo­lo­gi­schen Beden­ken bei­seite legen.

Schwarz­ge­wan­det, augen­um­schat­tet und Haare, die zu Berge ste­hen — so wan­deln sie durch die Nacht. Die »Schwar­zen« — düs­ter, schön und bleich. Ihre Kla­mot­ten sind tot-schick. Schwarze wal­lende Gewän­der. Sie tan­zen. Sis­ters of Mercy, The Cure, Sioux­sie & The Bans­hees. Zeit­lu­pen­ar­tige Bewe­gun­gen bei den langsam-meditativen Stü­cken. Traum­wand­le­ri­sche Kör­per­a­ra­bes­ken. Oder ein­fach nur: drei Schritte vor, drei zurück. Las­zi­ves Schlen­kern mit den Armen. Vor vier, fünf Jah­ren tauch­ten die schwarz-gewandeten Gestal­ten mit den umschat­te­ten Augen und den durch­ge­styl­ten Haa­ren in eini­gen Jugend­clubs in Berlin-Hohenschönhausen auf. Natür­lich nicht aus dem Nichts, son­dern wie so man­ches — von Eng­land inspi­riert. Irgend jemand fühlte sich bei ihrem Tan­zen unbe­dingt an das Schau­feln von Toten­grä­bern erin­nert. »Tan­zen hat unheim­lich viel mit mei­nen Stim­mun­gen zu tun«, sagt mir Nora (20) im »Life-Club«, dem Wochen­end­treff der Gruf­tis in Berlin-Friedrichshain. »Du denkst, wir ste­hen nur so da. Aber da ist viel­leicht gerade so ein Gefühl, eine Erin­ne­rung. Die genieße ich. Das Gefühl trägt mich, lei­tet meine Bewe­gun­gen.« Sie sind Indi­vi­dua­lis­ten in der Bewe­gung und Klei­dung. Ihre Emp­fin­dun­gen unter­strei­chen sie: ob Umhang mit Vam­pir­kra­gen oder ohne, Mönchs­kutte mit Kor­del oder Grab­schleife, ob Pum­pho­sen oder sei­dene, spit­zen­be­setzte Blu­sen. Wie über­all wird auch hier viel abge­guckt und selbst­ge­macht. Wich­tigste Regel: schwarz muss es sein. Die Schnal­len­stie­fel sind natür­lich auch schwarz und spitz. Ihre Länge vari­iert. Schwere sil­berne Ket­ten und Ringe mit Sym­bo­len wie Kru­zi­fixe (auch umge­dreht getra­gen), Fle­der­mäuse, Schlan­gen, Toten­schä­del, Dämo­nen­mas­ken bil­den das Bei­werk. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 Oktober

Spontis Wochenschau #43

Spontis Wochenschau

Eine aufregende Woche, in der ich mich einmal der Softwarenutzung abgewandt habe und mich ganz der Hardware gewidmet habe. Warum? Vor eine Weile habe ich darüber geschrieben, das mich mein treuer Rechenknecht verlassen hat. Schwarzer Bildschirm hieß es im Juli (!) dieses Jahres. Jetzt habe ich endlich meine ersehnte Steuerrückzahlung erhalten und mir davon einen Haufen technisches Zeug gekauft um das in einem Rechner zusammenzufügen. Natürlich war kein Versender in der Lage mir alle Teile zu schicken, so das ich letztendlich eine kleine Weltreise unternehmen musste um die nicht lieferbaren Teile getrennt zu besorgen, so kann man sich seine Freizeit auch vertreiben.

"Habe ich immer schon so gemacht!« So stellte ich mich der Her­aus­for­de­rung des Zusam­men­baus. Selbst­ver­ständ­lich pas­sierte beim ers­ten ein­schal­ten des Com­pu­ters nicht viel, Bild­schirm dun­kel, nur dre­hende Ven­ti­la­to­ren. Na Klasse! Und genau das ist doch der auf­re­gendste Teil, wenn Dr. Fran­ken­stein sei­ner Krea­tur Leben ein­haucht. Das sind Dinge bei denen ich mich immer ärgere, denn in mei­nem gren­zen­lo­sen »Das kann ich sel­ber!« Wahn, ist das manch­mal ein Resul­tat und viel­leicht ein Bei­spiel für Maß­lose Selbstüberschätzung.

akw mönchengladbach"Ruhig Blut« sagte ich mir und suchte erst­mal den Feh­ler, den ich dann nach 2 Stun­den auch fand. Frü­her reichte ein Kabel vom Netz­teil zum Main­board um die­ses mit Strom zu ver­sor­gen, heute nicht mehr. Daher hat ich das Kabel, das den Pro­zes­sor mit Ener­gie ver­sorgte ganz ein­fach ver­ges­sen. Nach dem ver­bin­den sah die Sache schon wie­der anders aus, jetzt drehte die Lüf­ter wenigs­tens schon mal schnel­ler, doch bis auf ein paar Piep­töne war sonst nichts vom Rech­ner zu hören. Was fehlte? Natür­lich, Extrastrom für die Gra­fik­karte, die gleich nach 2 getrenn­ten Lei­tun­gen vom Netz­teil ver­langte. Gie­ri­ges Miststück!

Nicht nur, das ein über­di­men­sio­na­ler Lüf­ter den Pro­zes­sor kühlt (damit es leise bleibt), nein jetzt geneh­migt sich das Herz auch noch satte 130W, was neben der Gra­fik­karte mit 260W schon fast ver­schwin­dend gering erscheint. Des­halb nenne ich mei­nen Com­pu­ter jetzt lie­be­voll AKW Mön­chen­glad­bach und habe mei­nen Freun­des­kreis vor­ge­warnt, das es wohl zu unvor­her­ge­se­he­nen Strom­schwan­kun­gen bei ihnen kom­men könnte, wenn ich die Kiste einschalte.

Bei der Wahl des Betriebs­sys­tems habe ich free­Q­net scham­los nach­ge­macht und mich eben­falls für Win­dows 7 ent­schie­den, schließ­lich schei­nen sich die Kri­ti­ker einig, das man bei Micro­soft doch etwas gelernt hätte. Natür­lich ist das ganze instal­lie­ren aller gewohn­ter Pro­gramme kein leich­tes Spiel, so dass wir nun auch zu dem eigent­li­chen Grund die­ser Lan­gen Ein­lei­tung kom­men: Ein über­quel­len­der Fee­dre­a­der (1000+) machte ein Auf­ar­bei­tung aller Links der Woche nahezu unmög­lich, so das ich mich für einen ein­zi­gen ent­schie­den habe. Dafür gibt es nächste Woche wie­der den gewohn­ten Rück­blick. Ich bitte den bis jetzt auf­ge­tre­ten­den Man­gel an Zeit zu ent­schul­di­gen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 Oktober

Musikperlentaucher - Tauchgang #09

Lene Lovich - Bird Song

Eine der wohl schil­lerds­ten Sän­ge­rin­nen der 80er war das US-Amerikanische Multi-Talent Lene Lovich. Eine gute Ent­schei­dung tra­fen ihren Eltern, als sie mit ihr im Alter von 13 nach Eng­land zogen. Sie besuchte die Kunst­hoch­schule und betä­tigte sich als Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin und Go-Go Tän­ze­rin. Nach­dem sie etwa 1977 ihre Lei­den­schaft für die Musik ent­deckte unter­schied sich ihre Musik schnell vom gerade in Eng­land ange­sag­ten Punk, in der ihre Per­son aber Ende der 70er große Aner­ken­nung fand. Mit dem Stück »Lucky Num­ber« schrieb sie 1979 ihren größ­ten Hit, der es bis auf den drit­ten Platz der bri­ti­schen Charts brachte. Mei­nen Favo­ri­ten, den Bird Song, ver­öf­fent­lichte sie im glei­chen Jahr. Er ist die 2. von ins­ge­samt 3 Sin­gle­aus­kopp­lun­gen aus dem Album »Sta­te­l­ess«. Fast nie­man­den hat es gewun­dert, das sich in den 80er mit dem deut­schen Gegen­stück, Nina Hagen zusam­men tat um den schon fast legen­dä­ren Film Cha-Cha zu dre­hen. Lene Lovich ist auch heute noch aktiv und war zuletzt auf dem Drop Dead Fes­ti­val 2006 und 2007 zu sehen. (Web­seite)

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23 Oktober

Die Flucht in den Konsum

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

alkoholverbot mönchengladbachEs gibt Tage, die blei­ben einem ein­fach in Erin­ne­rung, sei es nun in guter oder schlech­ter, manch­mal lässt sich das ein­fach nicht ver­mei­den. Wenn ein Tag so vol­ler klei­ner Anek­do­ten steckt, das er schon bald droht davor über­zu­lau­fen, ist es an der Zeit für einen klei­nen Tage­buch­ein­trag wie die­sen, dann muss sich ein­fach mal »freischreiben«.

Der Sams­tag stand auch bei uns im Zei­chen des Fuß­balls, denn heute spiel­ten Mön­chen­glad­bach und Köln in Mön­chen­glad­bach. Das ist immer so eine Sache, denn das Lokal­derby gilt als eines der bri­san­tes­ten in der Bun­des­liga. Nicht wegen der Mann­schaf­ten und ihrer Qua­li­tät, son­dern wegen der Fans und sol­chen, die es ein möch­ten. Immer wie­der gab es hef­tige Aus­schrei­tun­gen, mal in Köln, mal in Mön­chen­glad­bach. Jetzt hat es offen­bar gereicht, denn der Ober­bür­ger­meis­ter Nor­bert Bude hat kur­zer­hand 142 Stra­ßen zur Alko­hol­freien Zone erklärt. Kein Genuss von Alko­hol, kein Ver­kauf von Alko­hol, kein mit­füh­ren von Alko­hol. Über 1000 Poli­zis­ten sol­len für die Ein­hal­tung sor­gen und so Aus­schrei­tun­gen verhindern.

Grund genug die Flucht zu ergrei­fen. Für uns jeden­falls. Und wohin? Nach Köln, denn da kann heute ganz unge­stört shop­pen, habe ich gehört. Offen­sicht­lich waren wir nicht die ein­zi­gen mit die­ser bril­li­an­ten Idee, denn der Bür­ger­steig die Schil­der­gasse drohte an den Men­schen­mas­sen zu ersti­cken. Trotz­dem haben wir ein ganz neues Ein­kaufs­kon­zept getes­tet: Aus­su­chen, Anpro­bie­ren aber noch nicht kau­fen, damit man(n) die Tüten nicht noch durch die ganze Stadt schlep­pen muss. Angst davor das die Sachen dann weg sein könn­ten, oder der Laden zu sein könnte? Pah! Nicht mit uns. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Oktober

Achtung, Kultur: Nachtaktiv 09

nachtaktiv mönchengladbach 09Wenn in Mön­chen­glad­bach schon mal was statt­fin­det, will ich nicht wie­der Gefahr lau­fen etwas zu ver­pas­sen. Wie der lokale Radio­sen­der 90.1 gerade berich­tet, fin­det am 7. Novem­ber  die Mön­chen­glad­ba­cher Kul­tur­nacht zum drit­ten mal statt, offen­sicht­lich sind die ande­ren bei­den male spur­los an mir vor­bei­ge­gan­gen. Im Prin­zip geht es darum, das ganz Mön­chen­glad­bach zur Bühne wer­den soll, über 400 Künst­ler zei­gen an 35 Orten was sie kön­nen und sam­meln dabei rund 190 Ter­mine. Es soll für jeden etwas dabei sein: Musik von Klas­sik bis Rock und Pop, inter­na­tio­na­ler Tanz von Tango bis Sir­taki, Film und Kaba­rett, Kri­mis und Poetry-Slams, Kunst und Per­for­mance, sogar Zau­be­rei und Akro­ba­tik. Auf der dafür ein­ge­rich­te­ten Inter­net­seite kann man sich aus­gie­big informieren.

High­lights? Schwer zu sagen für was ich mich per­sön­lich ent­scheide, das Pro­jekt Film-Fieber lockt mit Pro­gramm und Spar­ten­kino in Form von Kurz­fil­men. Bekannte regio­nale und über­re­gio­nale Poe­try Slam­mer besie­deln die Shut­tle Busse und zei­gen ihre wort­ge­wal­tige Kunst. Wer möchte kann das kom­plette Pro­gramm durch­su­chen und ent­spre­chend Fil­tern um sei­nen per­sön­li­chen Favo­ri­ten her­aus­zu­pi­cken. Das Ein­tritts­band, das für alle Orte und den Bus-Shuttle gilt, kos­tet  9 Euro, für Stu­den­ten und Schü­ler 7 Euro. Kin­der bis 14 Jahre haben in Beglei­tung Erwach­se­ner freien Eintritt.

Schwer zu sagen was man davon hal­ten soll, ich bin ja immer sehr skep­tisch, wenn es um der­ar­tige Ver­an­stal­tun­gen geht, die ja oft kein Dienst am Bür­ger, son­dern eine Wer­be­ver­an­stal­tung für die Betei­lig­ten ist. Was natür­lich prin­zi­pi­ell nicht schlecht ist, wenn für den Besu­cher ein Mehr­wert zurück­bleibt. Viel­leicht eine gute Gele­gen­heit, an der his­to­ri­schen Stadt­füh­rung teil­zu­neh­men, denn schließ­lich ist man ja schon seit sei­ner Geburt hier und man­cher weiß mehr über andere Städte, als über die eigene. Viel­leicht lockt mich auch das Motto: Nacht­ak­tiv. Denn ich zähle mich zu die­sen Men­schen, man­che Tage dürfte ruhig noch ein paar Stun­den mehr haben, dunkle und düs­tere natür­lich. Auf jeden Fall noch ein biss­chen gru­se­li­ger, als das eigens für die Kul­tur­nacht pro­du­zierte Video auf YouTube.

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21 Oktober

Kinotipp: Verblendung

verblendungObwohl ich Sonn­tag Abend alles andere als moti­viert gewe­sen bin, habe ich mich doch ent­schlos­sen mich auf­zu­raf­fen und dem Kino einen Besuch abzu­stat­ten. Der Film Ver­blen­dung hatte für inter­na­tio­nale Schlag­zeile gesorgt, da er ja auf einem Best­sel­ler Roman von Stieg Lars­son basiert, der es damit 2008 bis zum bes­ten Buch Euro­pas schaffte. Obwohl man sich immer dar­über strei­tet was bes­ser ist, das Buch oder seine fil­mi­sche Umset­zung, fand ich die Idee mich ein­fach mal berie­seln zu las­sen mehr als prickelnd.

Von der Skep­sis zu Beginn mei­nes Besuchs ist nicht viel geblie­ben, zurück bleibt Begeis­te­rung für span­nen­des und inter­es­san­tes Kino aus Schwe­den. Kin­der, ich bin begeis­tert! Zum einen, weil mal wie­der deut­lich wird, das Schau­spie­ler von inter­na­tio­na­lem Ruhm noch lange kein Garant für gutes Kino sind und zum zwei­ten, das man es in Schwe­den so gekonnt ver­steht einen düs­te­ren und dunk­len Krimi wie einen Thril­ler in Szene zu set­zen. Habe ich bis jetzt an Schwe­den gedacht, so meist an leuch­tende und bunte Far­ben und viel blonde Men­schen. Auch mein Besuch in Stock­holm 2008 wird durch die­sen Film in einem ganz ande­ren Licht erleuch­tet. Doch lang­sam, eins nach dem ande­ren. Ich zitiere die Kurz­be­schrei­bung des Films, damit sich auch der Nicht-Wissende erleuch­tet fühlt: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Oktober

Rap, Breakdance und Graffiti

summer of the 80sEs gibt Neuigkeiten in der Serie Summer of the 80s. In der nunmehr dritten Folge der Serie Rap, Breakdance und Graffiti widmet man sich der amerikanische Gegenströmung zur sogenannten "zweiten Invasion" der Briten.

Nachdem also Europa Anfang der 80er damit begonnen hat die USA mit einer ganzen Subkultur zu infizieren, entstehen dort ganz neue Bewegungen, die erst abseits vom Mainstream immer weiter in den Fokus einer breiteren Masse rücken. Gerade innerhalb der schwarzen Kultur entstehen neue Ausdrucksformen gegen Bandkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei. Afrika Bambaataa wird seinem Motto "Peace, Love, Unity and Having Fun!« gerecht und beginnt damit eine schwarze Form des Punk zu eta­blie­ren. Er ani­miert unzäh­lige Jugend­li­che zum sel­ber­ma­chen des Sprech­ge­sangs zum DJ-Set der Straße.

Zu den Beats der Straße ent­wi­ckelt sich auch schnell ein eige­nen Tanz­stil der auch die Jugend­li­chen zum mit­ma­chen ani­miert, die ihr Talent nicht im Sprech­ge­sang, son­dern in der kör­per­li­chen Bewe­gung sehen. Zu der tech­ni­schen von Kraft­werk inspi­rier­ten Beats formt man Robo­ter­ar­tige Bewe­gun­gen die mit akro­ba­ti­schen Ein­lage gemischt wer­den zu einem völ­lig neuen Tanz­stil, dem Break­dance. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Oktober

Dead Snow

dead snow coverZom­bies sind ja ganz schwer ange­sagt. Die Begeis­te­rung für die Zombie-Walk’s bei denen man als Zom­bie ver­klei­det und geschminkt mög­lichst authen­tisch durch die Stra­ßen der nächst bes­ten Groß­stadt zieht, schürt natür­lich auch das Ver­lan­gen nach ent­spre­chen­den Vor­la­gen.  Der nor­we­gi­sche Strei­fen Dead Snow (Toter Schnee) bringt gleich 2 Genre auf die Lein­wand und mischt Nazis und Zom­bie zu…? Völ­lig rich­tig, Nazi-Zombies.

Die Geschichte ist erfri­schend ein­fach gehal­ten und beschränkt sich dabei auf das wesent­li­che. Eine Gruppe jun­ger Men­schen ver­bringt die Ferien in den nor­we­gi­schen Ber­gen um dort dem Win­ter­sport zu frö­nen. Wäh­rend man in einer alten Hütte auf die ver­meint­lich vor­aus­ge­wan­derte Freun­din war­tet, taucht eine alter Wan­de­rer auf, der von einer Haar­sträu­ben­den Geschichte berich­tet: »Einst dien­ten die Berge der maro­die­ren­den, vom gefürch­te­ten Gene­ral Her­zog (Örjan Gamst) ange­führ­ten SS-Truppe »Ein­satz« als Zuflucht. Als das Trei­ben der Nazis der Lokal­be­völ­ke­rung zu bunt wurde, nah­men sie Heu­ga­bel und Fackel in die Hand und ver­trie­ben die Besat­zer in die ver­schnei­ten Berge — einem eisi­gen Tod ent­ge­gen. Seit­dem ist das Gebirge ver­flucht, so die Mah­nung« Natür­lich glau­ben ihm die jun­gen Urlau­ber kein Wort bis ihnen nach eini­gen abson­der­li­chen Vor­komm­nis­sen bewusst wird, das der alte Mann die Wahr­heit sprach. Es ent­brennt ein erbit­ter­ter Kampf um Leben und Tod. Den gan­zen Arti­kel lesen… »