16 August

Die Geschichte der Zensur

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Die Zen­sur ist keine Erfin­dung von Ursula von der Leyen (CDU) und Wolf­gang Schäu­ble (CDU), soviel ist sicher. Das es trau­rig ist, das in unse­rer heu­ti­gen Zeit immer noch etwas zen­siert wer­den muss, brau­che ich nie­man­dem mehr zu erklä­ren. Doch woher kommt die Zen­sur, was sind ihre Ursprünge? Im Mit­tel­punkt die­ser Frage steht die Kir­che, die in der düs­te­ren Ver­gan­gen­heit das Mono­pol für sich bean­spruchte, die Welt zu erklä­ren und den Men­schen ihr Bild zu ver­mit­teln. Schrei­ben und das ver­fas­sen von Bücher war eben­falls fest in den Hän­den der kirch­li­chen Insti­tu­tio­nen, Ver­fas­ser von Wer­ken die mit dem Leit­bild der Kir­che nicht ein­her­gin­gen wur­den zen­siert, ver­folgt, ver­haf­tet und sogar getö­tet. Spe­ku­la­tiv könnte man anneh­men, Hexe­rei und Ket­ze­rei sind eine Erfin­dung der Kir­che um Men­schen die ihre eigene Mei­nung kund­tun bequem und Volks­wirk­sam los­zu­wer­den. Eine inter­es­sante Doku, die bei 3sat aus­ge­strahlt wurde erregte beim Kraft­fut­ter­mi­sch­werk meine Auf­merk­sam­keit, ich fasse den Inhalt wie folgt zusammen:

Als im 15. Jahr­hun­dert Guten­berg den mecha­ni­schen Buch­druck erfin­det, gerät die Welt der Kir­che ins wan­ken. 1450 wer­den Bücher gedruckt, eine Revo­lu­tion. Auch gefähr­li­che Inhalte und fal­sche Leh­ren im Sinne des christ­li­chen Glau­bens wer­den nun leicht und für jeder­mann zugäng­lich ver­brei­tet. Die Kir­che muss han­deln, sonst läuft sie Gefahr ihre Rolle in der Gesell­schaft auf­zu­ge­ben. Zu allem übel kommt auch noch Mar­tin Luther und klagt das beste­hende Sys­tem der Kir­che an, Prunk­bau­ten und das Mono­pol die Stimme Got­tes nie­der­zu­schrei­ben. Papst Leo ver­pennt aber die Zei­chen der Zeit und lässt Luther gewäh­ren, die Luther­bi­bel wird ein Best­sel­ler. 1541 ist Schluss mit lus­tig man beschließt die Zen­sur, ein Jahr spä­ter wird die Inqui­si­tion wird gegrün­det. Der Papst erlässt eine schwarze Liste mit Büchern, dar­un­ter natür­lich auch die Luther Bibel, doch 1571 reicht das schon nicht mehr, man erfin­det im Vati­kan einen Arbeits­kreis der für die nächs­ten 400 Jahre (!) das gute vom schlech­ten tren­nen soll.
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15 August

Musikperlentaucher - Tauchgang #06

Kategorie: Dunkle Klänge3 Kommentare

Visage - Fade to Grey

Die Explo­sion der Musik­stile Anfang der 80er führte auch zu eini­gen inter­es­san­ten Rand­er­schei­nun­gen was Out­fit und Selbst­in­sze­nie­rung angeht. Als New Roman­tic bezeich­nete man die Welle der visu­el­len Außen­sei­ter, die sich selbst zur ästhe­ti­schen Avant­garde zähl­ten. Allen voran Steve Strange, der mit sei­nen Exklu­si­ven Par­tys für eini­gen Wir­bel sorgte und für die strengste Tür in ganz Lon­don bekannt war. Selbst Musi­ker, deren Plat­ten im Club gespielt wur­den ver­wehrte man den Ein­tritt. Um sei­nem Gefühl für Ästhe­tik auch in der Musik Aus­druck zu ver­lei­hen, grün­dete Steve Strange zusam­men mit Midge Ure die Band Visage, die mit ihrem Titel Fade to Grey einen Welt­er­folg lan­de­ten. Wenn Musik arro­gant sein kann, dann mit die­sem Titel, der rüber­kommt wie eine Hul­di­gung des Hedo­nis­mus, von vie­len aber nur noch dar­auf redu­ziert wird. Mit abeb­ben der Mode­be­we­gung 1984 starb auch die Band Visage. Der Song ist jedoch Syn­onym für diese Mode­be­we­gung, was im Video auch sehr deut­lich rüber­kommt und eine Moment­auf­nahme die­ser auf­gre­gende Zeit ist. Die Lei­den­schaft zur Selbst­in­sze­nie­rung mün­dete spä­ter in der Gothic-Bewegung und beim Visual Kei. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


14 August

Bagger 288!

Kategorie: Vernetzt5 Kommentare

bagger 288 transformersWas für ein Bag­ger? Garz­wei­ler liegt nicht nur in mei­ner direk­ten Nach­bar­schaft, son­dern ist auch einer der größ­ten Braun­kohle Tage­bau­ge­biete, die es so gibt. Braun­kohle wird ver­wen­det um Strom zu erzeu­gen. Die Pro­fit­gier der Strom­kon­zerne kennt dabei keine Gren­zen, weder bei der Umsied­lung von Men­schen noch bei den Aus­ma­ßen von Maschi­nen. Ein gro­tes­ker Zusam­men­hang in einer bizar­ren Indus­trie. Bag­ger 288 ist einer der größ­ten Schau­fel­rad­bag­ger der Welt, über 200m lang und rund 100m hoch. Auf einer Besich­ti­gung 2008 zei­gen Bodo, Hans, Her­bert Klaus und Hel­mut der Welt, was so ein Bag­ger macht und lie­fern dazu einen Video­film, für sie ist es nur Neugier.

Eben die­sen Video­film haben sich die Schnitt­künst­ler von rathergood.com zur Brust genom­men und aus dem Bag­ger eine Waffe zur Abwehr von Ali­ens und sämt­li­chen Arten von Bedro­hun­gen gemacht und dazu einen ebenso gro­tes­ken Hardcore-Techno Song unter­legt, der von lieb­li­chem Gesang unter­bro­chen wird. So macht man aus einem Hob­by­film einen wasch­ech­ten Pre-Transformers Trai­ler und einen krea­ti­ven Weg mit die­sem Ener­gie­po­li­ti­schen Schwach­sinn umzu­ge­hen.
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13 August

Mera Luna 2009 - Abreise und Fazit

Kategorie: Schwarze Szene2 Kommentare

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Montag, 10.08.2009, 08:00

Ein riesengroßer Ameisenhaufen aus schwarz gekleideten Menschen ist damit beschäftigt Zelte abzubauen, verlorenes zu suchen und ihr persönliches Hab und Gut zum Auto zu schleppen. Trotz des Abreisestresses mache ich erstmal einen Kaffee auf dem mittlerweile geliebten Gaskocher, der immer noch mit der ersten Kartusche brennt, was mache ich bloß mit den anderen drei?

Die Nacht war relativ ereignislos, das liegt wohl daran, das viele auf den Alkohol verzichteten um am morgen nicht noch volltrunken von der Polizei angehalten zu werden, die hatte die Nächte zuvor viele Zufahrtsstrassen in ihre Gewalt gebracht um die Festivalheimfahrer zu kontrollieren. Unsere Zeltnachbarn Edith & Lars mussten überstürzt abreisen, schade eigentlich, irgendwie haben wir die beiden ins Herz geschlossen.

10:00

mera luna 2009 heimfahrtAuch wir haben unsere Sachen gepackt und das Zelt von mein-zelt-steht-schon abneh­men las­sen, toll das wir uns nicht damit rum­är­gern müs­sen. Eins wird klar, die bes­ten Kla­mot­ten soll­ten man nicht mit­neh­men, alles, aber auch wirk­lich alles ist von einer dün­nen Staub und Sand­schicht bedeckt und bedarf nach der Rück­kehr einer inten­si­ven Rei­ni­gung. Die Müll­rück­gabe der vol­len Säcke klappt pro­blem­los, auch die 5€ Pfand bekom­men wir wie ver­spro­chen aus­ge­zahlt. Ein letz­ter Blick zurück, dann set­zen wir uns in das eben­falls stau­bige Auto und fah­ren los. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


12 August

Mera Luna 2009 - Tag 3, Sonntag der letzte

Kategorie: Schwarze Szene6 Kommentare

Banner-MeraLuna-2009Sonntag, 09.08.2009, 10:00

Die letzte Nacht war eindeutig besser. Menschliche Tragödien oder gar ausgelassenes Feiern sind an mir vorbei gegangen. Ein Tag in der Sonne, vor der Bühne und unterwegs ist sehr anstrengend. Wir haben uns um keine Ahnung wieviel Uhr ins Zelt gelegt und sind Knall auf Fall eingeschlafen, obwohl wir eigentlich noch was anderes machen wollten. Das schlüpfen in den Schlafsack habe ich wohl nicht so richtig hinbekommen, denn irgendwie lag dieser als Decke auf mir und ich nicht in ihm. Wie dem auch sei. Der obligatorische Kaffee vom Gaskocher blubbert schon und auch unsere Zeltnachbarn Edith & Lars kriechen so langsam aus der Koje.

Mera Luna 2009 Edith aus WienDer Mor­gen­talk offen­bart end­lich einige Zusam­men­hänge, so erfahre ich das Edith begeis­terte Fan Fic­tion Schrei­be­rin ist und gerne Geschichte dort wei­ter­schreibt, wo sie ursprüng­lich ein­mal ende­ten. Lars hat sogar einen eige­nen Blog und ist auch so sehr mul­ti­me­dial ver­an­lagt. Ob die gefühlte, gemein­same Wel­len­länge am bib­li­schen Alter liegt? Ich konnte immer schon gut mit älte­ren Män­nern. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


11 August

Mera Luna 2009 - Tag 2, Samstag der Erste

Banner-MeraLuna-2009Samstag 08.09.2009, 09:00

Was für eine Nacht zwischen menschlichen Tragödien und ausgelassenem feiern, immer wieder bin ich aufgewacht, aber sei es drum, schließlich ist das ja auch ein Festival und kein Kindergeburtstag. Gegen 02:00 liegt wohl irgendwo zwischen den Zelten ein Engländer auf dem Boden, denn seine Freundin unterhält sich lautstark mit den Sanitäter vom Rettungsdienst. "Wo brin­gen sie ihn hin?« — »Was ist mit ihm?« — »Wo werde ich ihn fin­den?«. Sie weint, sie ist ver­zwei­felt, das muss Liebe sein.

Mera Luna 2009 Samstag MorgenGegen 3:20 werde ich wieder wach, direkt neben unserem Zelt liegt wohl ein Deutscher Besucher. Seine Freundin und ein Bekannter haben ihn wohl hier gefunden, nachdem sie ihn gesucht hatten. "Er ist ganz kalt« dia­gnos­ti­ziert der Bekannte, »Ist er tot?« fragt seine deut­lich alko­ho­li­sierte Freun­din teil­nahms­los, »Nein, er atmet noch.« ent­geg­net der Bekannte. »Na komm, lass ihn uns wecken, ich will ins Bett…« Deut­sche lie­ben eben anders.

Der mor­gend­li­che Kaf­fee vom Gas­ko­cher ist mir wirk­lich gelun­gen, obwohl ich mei­nen gelieb­ten Mess­löf­fel nicht dabei habe ohneu den nor­ma­ler­weise gar nicht läuft. Unsere Zelt­nach­barn, die wir bei die­ser Gele­gen­heit ken­nen ler­nen, wir­ken auf den ers­ten Blick sehr ungleich. Edith (19) aus Wien und ihr Beglei­ter Lars (39) aus Neu­müns­ter klingt erst­mal komisch, über die genauen Zusam­men­hänge muss ich mir wohl erst noch klar wer­den. Zeit sich anzu­zie­hen und das Fes­ti­val zu entern, den auf No more, den Eröff­nungs­act bin ich sehr gespannt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


10 August

Mera Luna 2009 - Tag 1, Die Anreise

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Ein ereig­nis­rei­ches Wochen­ende auf dem Mera Luna 2009 ist zu ende gegan­gen. Jetzt wer­den wie­der flei­ßig Fotos hoch­ge­la­den und Arti­kel ver­fasst, die einen zusam­men­fas­sen­den Über­blick geben wol­len, der aber so gar nicht mög­lich ist, denn die eigene Wahr­neh­mung ist der erste Schritt in Rich­tung Sub­jek­ti­vi­tät. Ich habe wäh­rend des gesam­ten Fes­ti­vals ein hand­schrift­li­ches (!) Tage­buch ver­fasst um die Ein­drü­cke ein­zu­fan­gen und ein paar Bil­der geschos­sen um die zu visua­li­sie­ren.  Rund 30 Sei­ten DIN A5 sind dabei her­aus­ge­kom­men, die ich euch nicht vor­ent­hal­ten möchte und starte mit der Anreise, dem ers­ten Tag und mache aus den rest­li­chen Tagen ein les­bare Geschichte mit Fes­ti­val­cha­rak­ter, jawohl. Das es sich dabei um keine neu­trale Ana­lyse han­delt son­dern um knall­harte, sub­jek­tive Ein­drü­cke muss ich mitt­ler­weile kei­nem mehr erzäh­len. Für alle Sucher, die jetzt ent­täuscht sind, erste Bil­der vom Fes­ti­val gibt es schon in der Hil­des­hei­mer Zei­tung, auch Anne von Black Live hat schon zusam­men­ge­fasst. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 August

Blogparade: Anzeichen dafür, dass du zu viel online bist

blogparadeDer Konna wie­der. Erst lässt er sich unend­lich lange Zeit seine erste Blog­pa­rade ins Leben zu rufen, kün­digt an er würde keine mehr mach und jetzt pene­triert er schon mit sei­ner zwei­ten Parade. Sowas inkon­squen­tes! Ein Fähn­chen im Wind! Mit­ma­chen? Klar doch. Sein aktu­el­les Thema Anzei­chen dafür, dass du zu viel online bist ist nicht min­der inter­es­sant. Obwohl eigent­lich bin ich gar nicht zuviel online, ehr­lich. Die Flat­rate für das sur­fen im Inter­net habe ich nur, damit ich auch umsonst tele­fo­nie­ren kann.

Wer noch teil­neh­men möchte, kann das bis zum 6. Sep­tem­ber 2009 noch tun. Hier jeden­falls meine per­sön­li­chen 6 Dinge an denen ich merke, das ich zuviel online bin: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 August

Auf dem Mera Luna 2009

camping vorbereitung mera lunaDie­ser Ein­trag wird wäh­rend mei­ner kör­per­li­chen Abwe­sen­heit erstellt, ich bin näm­lich auf dem Mera Luna Fes­ti­val 2009. 3 Tage lang werde ich Zel­ten, Fei­ern und mir den Pelz ver­bren­nen. Wie ich bereits in eini­gen Arti­kel im Vor­feld infor­miert habe, freue ich mich beson­ders auf die eigent­lich unty­pi­sche Band The Pro­digy, die so gese­hen gar nicht zum schwar­zen Volk passt, die ich aber schon einige Jahre begeis­tert verfolge.

Sind die über­haupt als Live-Band geeig­net? Bekannt­li­cher­weise besor­gen elek­tro­ni­sche Hilfs­mit­tel, Drum­com­pu­ter, Syn­the­si­zer und Sound­ma­schi­nen die musi­ka­li­sche Seite, klas­si­sche Instru­mente lie­fern höchs­tens die zu ver­zer­rende Grund­lage. Wirk­lich sin­gen kann auch kei­ner der Künst­ler und trotz­dem ist es für mich Musik. Die Totalab­leh­nung elek­tro­ni­scher Hilfs­mit­tel zu Erzeu­gung von Musik ist spä­tes­ten seit 1980 über­holt, als die ers­ten Syn­the­si­zer den Mas­sen­markt erober­ten oder Kraft­werk mit ihrer Musik ein neues Zeit­al­ter ein­läu­te­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


7 August

In the 80's

Kategorie: Vernetzt8 Kommentare

80s DeloreanDie jün­ge­ren unter euch wer­den es wahr­schein­lich schon nicht mehr hören kön­nen wie cool alles in den 80er gewe­sen ist. Die meis­ten wer­den sich auch nicht stun­den­lang hin­set­zen und Dinge aus der Ver­gan­gen­heit her­aus­su­chen. Musik vor MP3, Band­sa­lat, Walk­man und eckige Autos sind nur einige der High­lights aus einem der tur­bu­len­tes­ten Jahr­zehn­ten. Rhett & Link haben es mal wie­der auf den Punkt gebracht und ein 80er Mas­hup in einem Glamrock-Song ver­packt, der so ziem­lich alle Mei­len­steine der dama­li­gen Zeit auf den Schirm bringt. Die dazu benö­tig­ten Original-Requisitien haben sie sich von Bekann­ten und Freun­den zusam­men­ge­lie­hen und ver­lei­hen mir damit den ein oder ande­ren sehr nost­al­gi­schen Moment. Groß­ar­tig. Den gan­zen Arti­kel lesen… »