23 Juli

Wenn der Postmann gar nicht klingelt

Kategorie: AnsichtssacheKommentare (5)
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schuhkarton aus englandDie Welt des Inter­net ist groß­ar­tig! Wie ein ein­zi­ger, rie­si­ger Kata­log kann man Dinge aus aller Welt mit weni­gen Klicks ein­kau­fen. Ent­fer­nun­gen spie­len keine Rolle, kein Land ist zu weit, kein Arti­kel zu exo­tisch. Die Post wird es brin­gen. Oder auch eben nicht.

Eigent­lich ist die Post für Pakete jetzt DHL, seit die Post es 2002 auf­ge­kauft und für sich ver­ein­nahmt hat. Es gibt unzäh­lige Paket­dienste die in Kon­kur­renz ste­hen und den­noch haben man dort einen unschlag­ba­ren Vor­teil auf sei­ner Seite. Alle Pakete die von der nor­ma­len Post aus ande­ren Län­dern geschickt wird, lan­det bei DHL und wird von den hüb­schen gel­ben Autos ausgeliefert.

Vor etwa 12 Wochen haben ich in Eng­land ein paar Waver-Schuhe bestellt, die auch nach ewi­ger War­te­zeit auf die Fer­tig­stel­lung am 10.7.2009 bei der dor­ti­gen Royal Mail auf­ge­ge­ben wur­den, per Ein­schrei­ben. Als ich am Don­ners­tag gegen 14:45 von der Arbeit gekom­men bin fand ich eine blaue Benach­rich­ti­gung in mei­nem Brief­kas­ten: Wir haben Sie lei­der nicht zu Hause ange­trof­fen, sie kön­nen sich das Paket mit Zusatz­leis­tung mor­gen, aber nicht vor 10:00 Uhr beim Post-Service-Center abho­len. Pas­siert allen und kommt in den bes­ten Fami­lien vor, doch an die­sem Don­ners­tag war meine Freun­din den gan­zen Mor­gen zu Hause und hat für ihre Prü­fung gelernt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


22 Juli

Harry Potter: Von Fans und Halbblutprinzen

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harry_potter_und_der_halbblutprinz_teaserIch gestehe, ich habe kei­nes der Bücher gele­sen und würde mich nicht als Harry Pot­ter Fan bezeich­nen. Ich fand die Filme und natür­lich die Aus­züge der Geschichte von der sie erzäh­len gran­dios. So vol­ler Ideen, so leben­dig und so frisch. Harry Pot­ter sorgte für eine Welt­weite Magi­e­reu­pho­rie, die mit jedem Roman der Joanne K. Row­ling grö­ßer wurde. Jeder der Roman wurde bis jetzt ver­filmt mit der immer glei­chen Beset­zung. Dadurch ent­wi­ckelt sich so etwas wie ein Seri­en­fee­ling im ganz gr0ßen Stil. So habe ich mir am Frei­tag mit mei­ner Freun­din auch die sechste Ver­fil­mung Harry Pot­ter und Halb­blut­prinz angeschaut.

Ich fand ihn lang­wei­lig, wenn auch wun­der­schön düs­ter gezeich­net. Die Hand­lung schleppt sich dahin, die Ideen die mir in den ers­ten Tei­len so gut gefal­len haben wir­ken ein wenig abge­dro­schen und lahm. Die Geschichte wird nicht kon­se­quent wei­ter­er­zählt son­dern beginnt völ­lig unver­mit­telt, der eigent­li­che Fort­set­zung­cha­rak­ter ist völ­lig ver­lo­ren gegan­gen. Zur Hälfte des Films bin ich dann auch tat­säch­lich kurz eingenickt.

Schön waren hin­ge­gen die Bil­der die dort auf die Lein­wand gezau­bert wor­den sind. Man merkt, das ver­sucht wird auf das eben­falls stei­gende Alter der Fans zu rea­gie­ren. Der Film wirkt stel­len­weise sehr düs­ter und hat zu den übri­gen Teile viel an Farbe ver­lo­ren, dafür jedoch nichts von sei­ner Bild­kraft. Flie­gende Land­schaf­ten um den Zug nach Hog­warts, Son­nen­un­ter­gänge aus dem Bil­der­buch und her­ab­stür­zende Schat­ten sind ganz schön fas­zi­nie­rend. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juli

Milk, ein Film im Paralleluniversum

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milk filmplakatGes­tern Abend kam ich den Genuss einen groß­ar­ti­gen Film über den schwu­len, ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­recht­ler Har­vey Milk (1930–1978) zu sehen, der im gleich­na­mi­gen Film von Sean Penn dar­ge­stellt wird. Dabei beschreibt der Film der Wer­de­gang des Lokal­po­li­ti­kers bis zu sei­nem Mord durch sei­nen Stadt­rats­kol­le­gen Dan White. Der Film zeigt dabei ein erschre­cken­des Bild der ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft, das so aber auch in jedem ande­ren Land hätte statt­fin­den kön­nen. Erst in den 70er Jah­ren schaffte man ein Gesetz ab, das homo­se­xu­el­len Geschlechts­ver­kehr als Sodo­mie bezeich­nete und unter Straf­an­dro­hung ver­folgt wurde.

Der Film beschreibt das Bestre­ben des Har­vey Milk in den Stadt­rat gewählt zu wer­den um etwas zu bewe­gen und sei­nen Kampf für Aner­ken­nung, Tole­ranz und Gleich­be­rech­ti­gung. Dabei ist der Film immer wie­der mit his­to­ri­schen Auf­nahme gewürzt, die ihm eine sehr authen­ti­sche Stim­mung ver­lei­hen. Sean Penn, den ich eigent­lich als Bad Boy des ame­ri­ka­ni­schen Kinos in Erin­ne­rung habe, spielt hier gran­dios und sehr glaub­haft die Rolle des schwu­len Poli­ti­kers und nagelt seine Kri­ti­ker an die Wand des Schwei­gens.  Wer mit Gedan­ken spielt sich die­sen Film anzu­schauen, sollte seine Zwei­fel ver­wer­fen und einen Blick auf die Pro­duk­tion und ein Stück ame­ri­ka­ni­scher Geschichte wer­fen. Doch für mich hat der Film noch einen ganz inter­es­san­ten Hin­ter­grund, den ich euch kurz erläu­tern möchte: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Juli

WDR Lokalzeit: Die Gothic-Familie

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lokalzeit aus koelnWie­der ein ereig­nis­rei­ches Wochen­ende für die Gothic-Szene. Das Amphi-Festival am Köl­ner Tanz­brun­nen fand dort mitt­ler­weile zum fünf­ten mal statt und lockte zahl­rei­che schwarze Besu­cher an den Rhein. Glück mit dem Wet­ter gehört dazu, auch am die­sen Wochen­ende zeigte sich der Him­mel oft bedroh­li­cher als er wirk­lich war, ein paar spo­ra­di­sche Schauer lie­ßen sich leicht abwehren.

Über das Amphi möchte ich jetzt aber nicht berich­ten, ers­tens war ich nicht dabei und zwei­tens hat Anne von Black Live das schon viel bes­ser erle­digt. Auf der Suche nach Berich­ten über das Amphi bin ich aber über einen Bei­trag für die WDR Lokal­zeit gestol­pert, den ich euch — wenn auch nicht unkom­men­tiert — nicht vor­ent­hal­ten möchte. Es dreht sich dabei um eine Fami­lie aus Köln, die sich auf das große Spek­ta­kel vor­be­rei­ten. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


19 Juli

Horst 2009: Party, Pogo und Psychobilly

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horst festival 2009Wie ange­kün­digt fand am 18.07. und 19.07.2009 das Horst-Festival auf dem Platz der Repu­blik in Mön­chen­glad­bach statt. Vor­schuss­lor­bee­ren ern­tete es ja bereits von mir, weil es über­haupt statt­fand und damit an das aus Finanz­grün­den ein­ge­stellte City-Movement anknüp­fen sollte. Auf der Inter­net­seite des Fes­ti­vals hatte ich mir schon ein paar geschmack­li­che Hap­pen besorgt und war beson­ders neu­gie­rig auf die Phan­tom Rockers, eine in Mön­chen­glad­bach gegrün­dete Band die mitt­ler­weile in den USA lebt. Als Mön­chen­glad­ba­cher sollte ein Besuch die­ses Fes­ti­vals wohl obli­ga­to­risch sein, oder?

Das Gelände Platz der Repu­blik ist mehr oder weni­ger der Schul­hof des tech­ni­schen Berufs­kol­leg und eine Außen­stelle der Hoch­schule Nie­der­rhein. Die Ankunft gestal­tete sich unpro­ble­ma­tisch, denn die Lage direkt hin­ter dem Haupt­bahn­hof ist als Ver­kehrs­güns­tig anzu­se­hen. Der Platz war groß­räu­mig abge­sperrt und am Ein­gang wachte ein Sicher­heits­dienst, nicht etwa weil man Ein­tritt ver­langte, son­dern aus Sicher­heits­grün­den und natür­lich damit Horst seine eige­nen und durch­aus güns­ti­gen Getränke ver­kau­fen konnte. So wurde das Gelände auch über seine abge­steck­ten Grenze hin­aus von zahl­rei­chen selbst­ver­pfle­gen­den Schau­lus­ti­gen bela­gert. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juli

Die wahre Deutsche Welle

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ndwWer denkt bei dem Begriff Neue Deutsche Welle nicht an Nena mit ihren 99 Luftballons oder Markus und seinem unbändigen Verlangen nach Spaß? An der NDW scheiden sich die Geister, die Kritiker finden es einfach nur noch peinlich, es sei das schlechteste aus Deutschen Landen und die Befürworter halten es für ein Stück deutscher Geschichte, für Kult. Überall steckt ein Fünkchen Wahrheit drin, nichts ist wirklich richtig.

Wie so viele innovative Musikrichtungen begann auch die NDW mit dem Punk und ist fast eine unausweichliche Konsequenz aus der Neugier und dem zu dieser Zeit vorherrschenden musikalischen Kreativitätsvakuum. Während man international von New Wave sprach und damit den verstärkten Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln in der Musik meinte, begann man in Deutschland damit zusätzlich wieder Deutsch zu singen. Die ersten Synthesizer wie der MS-20 werden erschwinglich und finden verstärkt Einzug in die eigenen vier Wände, eine ganze Generation Jugendlicher entdeckt die selbstgemachte Musik und kann ihrer musikalischen Kreativität freien Lauf lassen. Alfred Hilsberg prägt mit seinem Artikel "Neue Deut­sche Welle — Aus grauer Städte Mauern” im Okto­ber 1979 den Begriff der NDW und beschreibt die aktu­elle Deut­sche Ent­wick­lung sehr tref­fend: Den gan­zen Arti­kel lesen… »