
Das man auch an materielle Dinge sein Herz hängen kann, weiß ich nicht erst seit heute. Es gibt manche Sachen die nehmen einen ganz besonderen Platz im Leben ein, sowie beispielsweise das erste Auto. Als ich 18 wurde, schenkte mein Vater mir den Führerschein, oder besser gesagt das Geld diesen zu machen, für mein erstes Auto habe ich einen Sparvertrag aufgelöst. Ein dunkelblauer VW Derby mit 55 PS war nicht nur eine Entscheidung des Herzens, sondern auch eine Entscheidung der Vernunft. Was habe ich mein Auto geliebt, dieses neu erworbene Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Entfernte Orte rückten in erreichbare Nähe, ein Ausflug nach Düsseldorf oder Köln endete nicht in einer Fahrplanabhängigen Bundesbahntortur[]. Ich habe es geputzt und gepflegt, verschönert und repariert, über 150.000km sind wir zusammen gefahren, in diesem Auto hatte ich meinen ersten KFZ-Sex (das habe ich dem Käufer natürlich nicht auf die Nase gebunden, denn ich war zwar geschützt, aber mein Auto nicht). So etwas schweißt zusammen, auch wenn es nur ein Gegenstand ist. …lese den ganzen Artikel
» Gute Freunde kann niemand trennen «
Robert @ 17:52

Das London der 80er war ein Schmelztiegel für musikalische Stile, Bands und Jugendkulturen. Mit dem Punk hatte man der Jugend die Lust am Dilettantismus mitgegeben, jeder konnte und wollte Musik machen. Im Stadtteil Soho, genauer auf der Dean Street 69 eröffnete im Juli 1982 das Batcave im Gebäude-Komplex des Gargoyle Clubs. Unzählige kuriose Gestalten belagern den Sargförmigen Eingang der in einen mit Spinnweben geschmückten Raum führte, es ist die “Nacht der brennenden Märtyrer” und das Motto Blasphemie, Lüsternheit und Blut[]. Gründer es Clubs war die Band Specimen, und Mitgestalter Nik Fiend, Sänger der Band Alien Sex Fiend.

In einer Zeit wo noch niemand von Gothic sprach, entwickelte sich das Batcave sehr schnell zum Treffpunkt aller Kreativen aus dem Post-Punk und Avantgarde-Umfeld. Neben unzähligen Live-Auftritten alle angesagten Post-Punk Bands fanden dort auch immer wieder Aufführungen von B-Movies und “Gothic Fiction”-Filmklassikern statt, sowie ein regelmäßiger Discothekenbetrieb. Schnell entwickelte sich das Batcave zum Zentrum der Alternativen Szene indem unzähligen Splittergruppen des ursprünglichen Punk eine neue Heimat fanden. New Romantics, Horrorpunks, Waver, Post-Punks und Glamrocker unter einem Dach, das war der britischen Presse zuviel und man nannte alle anwesenden einfach Gothic. Daher ist die Theorie, das Batcave sei die Geburtsstunde des Gothic schlichtweg falsch[]. Eine Subkultur der Batcaver gab es noch nicht, sondern entwickelte sich erst Mitte der 90er aus dem Kultstatus heraus. Die Presse war dabei ein erwünschtes Verbreitungsmedium, denn nach einem Film Bericht der BBC Sendung “Riverside” im Oktober 1982 platze das Batcave aus allen Nähten. …lese den ganzen Artikel
» Eine Fledermaushöhle – Das Batcave (1982-1985) «
Robert @ 13:45
Da nahezu alle von Wordpress 2.8 reden, habe ich mich auch mal rangemacht die Motorhaube zu öffnen und einen Blick zu riskieren. Bevor ich jedoch auch nur einen Gedanken daran verschwenden konnte zu Updaten, ist mir die Kommentarfunktion ins Auge gesprungen, die ich mehr als mager fand. Beim Besuch meines eigenen Blogs als Besucher ist mir aufgefallen, das außerdem das Feld “Bei neuen Kommentaren benachrichtigen” verschwunden ist. Hätte mir ja auch mal jemand sagen können.
So habe ich mich jetzt mal hingesetzt und das Kommentarformular grundlegend überarbeitet und attraktiver gemacht, finde ich jedenfalls. Dazu hatte ich die comments.php intensiv in der Mangel, die ich bei dieser Gelegenheit auch ein wenig entrümpelt habe. Eine kleine Hilfe offenbart nun wertvolle Zusatzinformationen, die per JQuery ein- und ausgeblendet werden. (Nach einer Inspiration von Frank Bueltge) Der CSS Datei habe ich zu diesem Anlass ebenfalls zu wenig mehr Stil verholfen und das Design damit kurzerhand in die Version 2.2 erhoben. Einen interessanten Effekt (der mich zweit nächtliche Stunden gekostet hat) boten die Conditional Tags mit denen Wordpress zwischen den verschiedenen Anzeigearten unterscheidet. Eine is_single Abfrage im Footer funktioniert schlichtweg nicht, obwohl sie im Header noch funktioniert hat. Kurios. Die Lösung war ein Reset der Querys vor der Abfrage mit wp_reset_query(); obwohl das noch kurioser erscheint. …lese den ganzen Artikel
» Von Updates und Schraubergesprächen «
Robert @ 16:03
Killerspiele sollen ja verboten, eingeschränkt, kriminalisiert und entschärft werden. Selbst Paintball gehört schon verboten. Die Zukunft verspricht wohl gleich so düster zu bleiben, solange Waffenlobbyisten Einfluss auf die Regierung nehmen, die selbst von nichts eine Ahnung zu haben scheinen. Worüber sich aber noch niemand so wirklich Gedanken gemacht hat, sind die Spätfolgen die der übermäßige Konsum solcher Spiele haben kann. Damit meine ich jetzt nicht den Drang dazu durch die Gegend zu laufen und mit der Waffe seiner Eltern auf die Leute loszugehen, sondern die motorischen und geistigen unzulänglichkeiten die den Alltag bestimmen können. Schön das man sich in den USA darüber schon Gedanken zu machen scheint. …lese den ganzen Artikel
» Spätfolgen von Ego-Shootern «
Robert @ 16:21
Wie außergewöhnlich schwarze Kleidung im Sommer ist brauche ich den meisten Lesern nicht zu sagen, doch die drastische Zunahme von merkwürdigen Fragen nimmt proportional mit der Temperatur zu. “Ist dir nicht warm in den Klamotten? – Nein, das liegt an der Sonne.” Standardfloskel in diesen Tagen. Heute war wieder so einer dieser heißen Tage und ich war mit kurzer Hose, meinem schlabbrigen Blackfield-Shirt 2008 und ein paar Rangers unterwegs bis ich einen Bekannten traf, der mir eben diese Frage stellte. Schön das ich zwischen Bekannten und Freunde unterscheiden kann und obendrein auch noch verbal bewaffnet bin. Da mit ihr auch argumentativ gerüstet seid und den Unwissenden eine Kerze in ihre Denkhöhle stellen könnt, habe ich die 3 spekulativsten Fragen zur Farbe schwarz herausgepickt:

Mit flüchtigem Blick ist es unlogisch im Sommer schwarze Klamotten zu tragen. Man unterstellt uns, wir schwarzen würden mehr schwitzen. Fakt ist, weiße Kleidung wirft das heiße Sonnenlicht besser zurück als schwarze Kleidung. Fakt ist aber auch, das weiße Kleidung das auch mit der Körpereigenen Hitze macht, schwarze Kleidung gibt die Körpertemperatur besser ab. Daher hält sich das Transpirationsverhalten die Waage, jetzt rein farblich. Größeren Einfluss hat das Material und der Schnitt. Luftige Stoffe aus Baumwolle oder Leinen eigenen sich gut im Sommer zu kühlen, so kann der Wind die Haut erreichen und es entsteht ein angenehmer Kamineffekt. Synthetische Stoffe sind Schwitz-O-Maten, sie sind nicht atmungsaktiv, werden meist zu eng getragen und fördern das Schwitzen, egal ob schwarz oder weiß. Bei den Beduinen links im Bild hat die Kleidung sogar 2-fache Wirkung. Die lange und hochgeschlossene Kleidung schützt vor Sand (Sandsturm), die weiten Kutten fördern den Luftzug innerhalb der Kleidung und kühlen so besser. Warum die Damen zudem noch verschleiert sind, brauche ich wohl nicht zu erklären. …lese den ganzen Artikel
» Ist Dir nicht warm in den Klamotten? «
Robert @ 21:00

Jetzt wo draußen die Sonne scheint ist mir immer nach Festivals, denn die sind schließlich bei gutem Wetter am besten. Wie aufmerksame Leser meines Blogs (also alle) wissen dürften, schleife ich meinen modrigen Körper vom 7.8. bis zum 10.8.2009 zum Mera Luna Festival in Hildesheim. Nachdem das Konzert von Depeche Mode, für das ich Karten hatte (habe), auf den Februar 2010 (!) verlegt wurde bin ich doch sehr zuversichtlich, das bis zum ersten musikalischen Höhepunkt in diesem Jahr nichts mehr dazwischen kommt.
Ein Zelt habe ich mir bereits besorgt und freundlicherweise wird das ganze auf- und auch wieder abgebaut. Möglich machen das die Jungs von Mein-Zelt-steht-schon, die ich auch schon auf dem Blackfield Festival 2008 sehr zufrieden in Anspruch genommen habe. Obwohl wir nur zu zweit sind, haben wir uns dieses mal ganz bewusst für ein Drei-Mann-Zelt (57€) entschieden, nicht etwa weil wir dicker geworden sind, sondern damit wir mehr Platz haben. Erfahrung mit dem Zwei-Mann-Zelt haben gezeigt, das diese Idee vielleicht gar nicht so abwegig ist, denn Gepäck und Klamotten hatten kaum Platz. …lese den ganzen Artikel
» Aufruf zum Mera Luna Festival 2009 «
Robert @ 18:11