Das man auch an materielle Dinge sein Herz hängen kann, weiß ich nicht erst seit heute. Es gibt manche Sachen die nehmen einen ganz besonderen Platz im Leben ein, sowie beispielsweise das erste Auto. Als ich 18 wurde, schenkte mein Vater mir den Führerschein, oder besser gesagt das Geld diesen zu machen, für mein erstes Auto habe ich einen Sparvertrag aufgelöst. Ein dunkelblauer VW Derby mit 55 PS war nicht nur eine Entscheidung des Herzens, sondern auch eine Entscheidung der Vernunft. Was habe ich mein Auto geliebt, dieses neu erworbene Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Entfernte Orte rückten in erreichbare Nähe, ein Ausflug nach Düsseldorf oder Köln endete nicht in einer Fahrplanabhängigen Bundesbahntortur1. Ich habe es geputzt und gepflegt, verschönert und repariert, über 150.000km sind wir zusammen gefahren, in diesem Auto hatte ich meinen ersten KFZ-Sex (das habe ich dem Käufer natürlich nicht auf die Nase gebunden, denn ich war zwar geschützt, aber mein Auto nicht). So etwas schweißt zusammen, auch wenn es nur ein Gegenstand ist. Den ganzen Artikel lesen… »
- Die Deutsche Bahn hieß bis zum 1. Januar 1994 Bundesbahn und gehörte dem Staat [↩]





