25 Mai

Blogparade: Video killed the Radiostar

Kategorie: Stöckchen und Paraden, Vernetzt — Jahrgang 2009

blogparadeDas ist nicht nur ein Titel für ein eben sol­ches Video von den Bugg­les, son­dern auch Motto für eine neue Blog­pa­rade der Hasen­farm. Videos töten die Radio­kul­tur, pro­phe­zeite die Band 1979, sie soll­ten recht behal­ten. Doch mitt­ler­weile sind wir wie­der wei­ter. Die Musik­sen­der kön­nen nicht mehr von dem abspie­len von Musik­vi­deos leben, die Wer­be­ein­nah­men bre­chen weg und immer wie­der ver­sucht man sich mit Han­dy­wer­bung und neuen größ­ten­teils schwach­sin­ni­gen For­ma­ten über Was­ser zu hal­ten. 2005 hätte die Bugg­les mit Youtube kil­led the Video­star viel­leicht einen neuen Hit lan­den können.

Die Hasen­farm möchte, das ich meine ech­ten Video­schätz­chen auf YouTube mit ande­ren Nut­zern teile und in einen Bei­trag ein­bin­den. Dabei spielt es keine Rolle, wel­cher Art das Video ist, sei es Stumm­film, Comic oder was auch immer. Das ich in mei­nem Fall sofort an ein Musik­vi­deo gedacht habe, liegt auf der Hand. Die Suche nach Schätz­chen der Video­kunst ist einer mei­ner Zeit­fres­ser Num­mer Eins, bei einem Besuch emp­fehle ich mir regel­mä­ßig die Uhr genau im Blick zu behal­ten, kommt es doch öfter vor das ich die Zeit ver­gesse. Ich habe es mir nicht leicht gemacht, ein ent­spre­chen­des Fund­stück aus­zu­gra­ben um einen adäqua­ten Bei­trag leis­ten zu kön­nen, viel zu groß scheint die Aus­wahl. Manch­mal ist der erste Gedanke doch der Beste und so habe ich mich für Bet­tina Weg­ners — Kin­der ent­schie­den, das mir aus irgend­ei­nem Grund gleich in den Sinn gekom­men ist.

Wer? Genau. Ich nehme an, viele ken­nen die­ses Lied von sei­ner Melo­die her, aber diese Prä­sen­ta­tion der Song­schrei­be­rin selbst, die sie 1978 zum bes­ten gege­ben hat, ist immer noch die authen­tischste. Ist zwar äußerst melan­cho­lisch, aber trotz­dem wun­der­schön — seine Aus­sage zeit­los und immer aktu­ell. Außer­dem bil­det es einen schö­nen Kon­trast zur Dis­kus­sion um die Sper­rung von Inter­net­sei­ten, den das Inter­net hat nicht nur schlechte Sei­ten. Die­ses Video ist mit Sicher­heit ein gutes Bei­spiel dafür.

YouTube Preview Image

6 Kommentare

  1. Ich mache mir viel­leicht jetzt Feinde, aber das ist ein Hoch auf den Pathos. Klar darf es keine Gewalt gegen Kin­der geben, aber das ist ein Hoch­lied auf regel­lose Erzie­hung. Womit es keine Erzie­hung ist.

  2. Ich finde nicht, das dies ein Hoch­lied auf die regel­lose Erzie­hung ist, viel­leicht dann, wenn man den Text zu wört­lich nimmt und jedes Wort auf die Gold­waage legt, die­ses Lied ist keine Anlei­tung für eine per­fekte Erzie­hung, son­dern ein Auf­ruf an die, die sich ange­spro­chen füh­len. Ich denke, eher darum geht zum nach­den­ken anzu­re­gen, denn jeder der sich bei einer Stro­phe ertappt fühlt, denkt dar­über nach. Das eine regel­lose Erzie­hung keine Erzie­hung ist, da stimme ich Dir zu. Das Lied hat aber meine Ansicht nach damit nichts zu tun.

    P.S.: Fürchte nicht Feinde, die angrei­fen, son­dern Freunde, die schmeicheln :)

  3. Nun, warum sollte ich es nicht wört­lich neh­men, denn so war nun mal der Text. So let it be writ­ten, so let it be done (Creeping death, Metal­lica).
    Und ich stehe auch gegen die Mei­nung, daß mit Kin­dern alles wun­der­schön wird, und daß Kin­der grund­sätz­lich in ihrem Tun das Natür­li­che und die Wahr­heit dar­stel­len.
    Ich habe abso­lut nichts gegen Kin­der, das sollte ich wohl auch mal sagen.

  4. Ok, wört­lich neh­men ist hier viel­leicht in die­sem Zusam­men­hang kein gelun­ge­ner Aus­druck, da gebe ich Dir recht. Aber auch wenn du den Text wört­lich nimmst ist er immer noch keine Anlei­tung zu eine per­fek­ten Erzie­hung, die es mei­ner Mei­nung nach sowieso nicht gibt. Aber er regt an nach­zu­den­ken und eigene Erzie­hungs­me­tho­den im Sinne des Kin­des anzu­pas­sen. Dabei gehe ich nach wie vor nicht von einer regel­lo­sen Erzie­hung aus, weder im Lied noch in sei­nem Sinne.

  5. Genau, denn jedes Kind ist anders als das andere, und nicht zu ver­ges­sen, auch die Eltern. Sozia­les Umfeld etc, lasse ich jetzt mal her­aus. Gerade das stört mich ja an dem Song, aber ich gestehe, daß ich viel­leicht nicht die Fähig­keit habe, zwi­schen den Zei­len zu lesen. Mir per­sön­lich ist das zu pathe­tisch und zu einfach.

  6. Das ist auch wei­ter nicht schlimm, es stört mich nicht wenn wir ver­schie­dene Mei­nung zu die­sem Song haben. Wenn ich auf ein­hel­lige Mei­nung Wert legen würde, hätte ich einen Song von Tokio Hotel genommen :)

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