31 Januar

Die 6 größten Irrtümer über Gothics

Kategorie: Schwarze Szene10 Kommentare
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dscf2765_332903_by_templermeister_pixeliodeSchwarz zeigt wie keine andere Farbe die gewählte Aus­gren­zung vom Rest der Gesell­schaft, die Dis­tanz zur rein Kon­sum­ori­en­tier­ten Gesell­schaft, aber auch Selbst­be­wusst­sein und Stärke. Unsere rein ästhe­ti­sche Pro­vo­ka­tion trägt präch­tige Früchte und ver­führt — Unter­stützt durch die Bou­le­vard­presse — den Bür­ger zur Annahme der ver­rück­tes­ten Vor­ur­teile und Kli­schees. Ein paar ernste und weni­ger ernst gemeinte Vor­ur­teile möchte die­ser Bei­trag entschlüsseln.

Wer wei­tere Vor­ur­teile auf­ge­klärt wis­sen möchte, fühle sich frei eine ent­spre­chende Anre­gung in den Kom­men­ta­ren zu hinterlassen.

Gothics schän­den Grä­ber, Gruf­ten und Ruinen

Fried­höfe sind die fried­lichs­ten und ein­sams­ten Plätze in unse­rer unru­hi­gen Welt. Gothics lie­ben Fried­höfe und alte Gemäuer. Wir genie­ßen die Ruhe und die mor­bide Aus­strah­lung eines sol­chen Ortes und schät­zen auch den mys­ti­schen Cha­rak­ter alter Grab­stät­ten. Die sterb­li­chen Über­reste der Men­schen zer­fal­len in der Erde, ver­ei­nen sich wie­der mit der Natur und brin­gen so neues Leben her­vor, die Kno­chen ver­blei­ben als sym­bo­li­sches Zei­chen der geleb­ten Exis­tenz. Warum soll­ten wir diese also zer­stö­ren? Unzäh­lige alte Fried­höfe war­ten nur dar­auf ent­deckt zu wer­den, auf jedem ist die Ruhe und die Spur Okkul­tis­mus, die ich so schätze, viel­leicht sollte der ein oder andere beim nächs­ten Fried­hofs­be­such etwas genauer hin­schauen. Das Kli­schee hält sich aber hart­nä­ckig und ruft jeder­zeit halb­her­zige Bericht­er­stat­tung auf den Plan, sind es Haken­kreuze waren es die Neo­na­zis, sind es Pen­ta­gramme waren es die Gothics. Ver­ein­zelte Vor­fälle in den frü­hen 80ern in Thü­rin­gen1 ste­hen nicht stell­ver­tre­tend für die Szene und wer­den Szen­ein­tern sogar ver­ab­scheut. Merke: Von tau­sen­den Gothics, die respekt­voll einen Fried­hof besu­chen redet nie­mand, von den drei Idio­ten in schwar­zen Kla­mot­ten reden alle. Den gan­zen Arti­kel lesen… »

  1. Ingo Wei­den­kaff, Jugend­kul­tu­ren in Thü­rin­gen — Die Fas­zi­na­tion des Anders­seins, S. 44, 1999 []

30 Januar

Volkmar Kuhnle: Gothic-Lexikon

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gothic-lexikonDas habe ich dir vor­her gesagt, warum hörst du nicht auf mich? Nicht das mir die Mei­nung die­ses Men­schen nicht wich­tig gewe­sen wäre, aber ich muss es erst immer am eige­nen Leib erfah­ren, mich sozu­sa­gen selbst gei­ßeln. Natür­lich rein geis­tig. Ein Ange­bot bei gro­ßen Inter­net­ver­sand­haus für 2€ weckte meine Auf­merk­sam­keit und so sollte es sein, dass eben jenes Gothic-Lexikon von Volk­mar Kuhnle nach einer Woche den Weg in mei­nen Brief­kas­ten fand.

Auf 337 Sei­ten schickt sich Herr Kuhnle an, die Welt der Gothic in Worte zu packen, diese zu erklä­ren und alpha­be­tisch anein­an­der­zu­rei­hen. Das erste was ins Auge des Betrach­ters fällt sind die teils mise­ra­blen Bil­der der beschrie­be­nen The­men, die oft­mals wie schlecht hoch­ge­pi­xelte Kleinst­bil­der wir­ken, die aus Zeit­schrif­ten aus­ge­schnit­ten wur­den. Die Kurz­be­schrei­bung auf der Rück­seite des Ein­ban­des lau­tet ver­hei­ßungs­voll: Gothic ist mehr als nur der Trend einer geheim­nis­vol­len Jugend-Szene. Geschichte und Gegen­wart der Gothic-Kultur wer­den in die­sem Lexi­kon erst­mals aus­führ­lich beschrie­ben. Für Szene-Insider wie für Inter­es­sierte. Begin­nen wol­len wir aber vorne, den in der Regel beginnt man dort ein Buch zu lesen.

Als Ursprung der Gothic Musik wird dort unter ande­rem Kraft­werk genannt, die viel­leicht elek­tro­ni­sche Pio­niere waren, aber mit Gothic Musik nicht wirk­lich etwas zu hat­ten. Auch die angeb­li­che S/M-Musik als Sub­genre konnte ich nicht nach­voll­zie­hen, auch das wir aus unse­rer nega­ti­ven Grund­ein­stel­lung zur Roman­tik fin­den, halte ich für ein Gerücht.  Der Rest des Buches han­delt von Begrif­fen, die für die Szene und die Musik rele­vant sein sol­len, dabei han­delt es sich aber nur um eine Zusam­men­stel­lung von Beschrei­bun­gen über Bands und Künst­ler, die Wiki­pe­dia sicher bes­ser hin­be­kommt. Dazwi­schen fin­den sich dann immer wie­der lieb­lose Ein­streu­un­gen unglaub­lich düs­te­rer Begriffe: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 Januar

Alltag und Entspannung

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare
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Diese Woche ist eine der Wochen, die ich am liebs­ten aus mei­nem Leben strei­chen würde. Neben mei­nem Beruf, der mich um 5:00 mor­gens aus dem Bett scheucht, besu­che ich auch noch in die­ser Woche wie­der die Meis­ter­schule. Zwi­schen Arbeit und Wei­ter­bil­dung bleibt also wenig Platz für den All­tag, selbst die Fahrt mit dem Auto zur Arbeit erscheint wie eine beson­dere Zeit­ver­schwen­dung. Das da Zeit zum Blog­gen fehlt, brau­che ich nicht zu erklä­ren. Eile ist der Tod eines guten Blog­bei­tra­ges wusste schon Kon­n­a­fu­zius in sei­nem Arti­kel über Blog­weis­hei­ten zu sagen.

Die Runde durch mei­nen Google Rea­der lasse ich mir trotz­dem nicht neh­men und genieße dabei die kurze Ruhe­pause bei einer Tasse Kaf­fee. Sub­jek­ti­ver­weise ver­än­dert sich der Inhalt mei­ner abbo­nierte Inhalt der Feeds in glei­chem Maße. Offen­bar lei­den noch andere Blog­ger und den Pflich­ten des All­tags. Des­halb geht mein Appell heute an die Augen­bli­cke der inne­ren Ruhe und dem klei­nen Stück Ent­span­nung, das sich jeder ein­mal gön­nen sollte. Nicht abends vor dem Fern­se­her, son­dern mit­ten­drin im All­tag. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 Januar

Neue Kategorie: Auseinandergesetzt

Kategorie: StuhlgangKeine Kommentare
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jetztneu

Eine Zeit lang war ich mir sehr unsi­cher, wie ich das am bes­ten Hand­ha­ben könnte. Da ich aber nicht wie­der Ewig­kei­ten dar­über nach­den­ken möchte wie ich etwas bes­ser machen könnte, mache ich es ein­fach. Ha! Grund­idee ist wie bei vie­len ande­ren Blog­gern auch, die mediale Aus­rich­tung mei­ner Inter­es­sen. Die meis­ten Blog­ger habe ein sehr brei­tes Inter­es­sen­ge­biet und möch­ten ihre Lei­den­schaf­ten mit ande­ren Tei­len. Die meis­ten Blogs die ich in mei­nem Rea­der habe, betrei­ben eine mehr oder weni­ger ähnli­che Ansamm­lung von Test. Ob es nun Review, CD-Check oder Rezen­sion genannt wird, eins haben alle gemein­sam. Die Sub­jek­ti­vi­tät des Betrach­ters, schließ­lich gucken wir uns nur Filme an, die uns in irgend­ei­ner Art und Weise anspre­chen wer­den Rezensiert.

Selbst­ver­ständ­lich soll das nicht abwer­tend aus­ge­legt wer­den, mir sind die Tipps ande­rer Blog­ger die ich dadurch erhal­ten sehr wich­tig und den ein oder ande­ren Film oder Buch schaf­fen es dann tat­säch­lich als Abbu­chung auf mei­nem Kon­to­aus­zug zu erscheinen.

Frei nach dem Motto Schus­ter bleib bei dei­nen Leis­ten, möchte ich mich jedoch bei der Aus­wahl der Dinge mit denen ich mich Aus­ein­an­der­setze auf das spe­zi­elle Thema die­ses Blogs kon­zen­trie­ren, die schwarze Sicht auf die Sub­kul­tu­ren und die Sze­nen der Jugend. Daher wer­den in der Regel nur ent­spre­chende Szene­filme, Repor­ta­gen und Berichte unter der Kate­go­rie Film­sze­nen zu fin­den sein. Unter Klang & Ton fin­den sich aus­schließ­lich schwarz ori­en­tierte musi­ka­li­sche Werke und unter Dru­cker­schwärze fin­den sich Berichte über Bücher, Fan­zines, Lite­ra­tur und Fach­bü­cher die sich mit dem Thema Jugend, Gothic oder Sub­kul­tur aus­ein­an­der­set­zen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


27 Januar

Blogparade: Total verfilmt!

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Anläss­lich der im Februar statt­fin­den Oscar Ver­lei­hun­gen hat free­Q­net eine Blog­pa­rade gestar­tet, in der es ihm um gute schlechte Ver­fil­mun­gen ent­spre­chen­der Vor­la­gen geht. Anstatt aber wie üblich eine Reihe von Fra­gen zu stel­len, scheint mir die Fra­ge­stel­lung zu die­ser Idee doch recht all­ge­mein und regt mich natür­lich unge­mein an, eine Por­tion Senf bei­zu­steu­ern, der viel­leicht nicht ganz den Kern der Sache zu tref­fen ver­mag, was mich aber nicht davon abbringt es den­noch zu versuchen.

Anfäng­li­che Über­le­gun­gen mei­ner­seits enden in der Fest­stel­lung, dass die Aus­wahl der Filme die ich für beson­ders gut oder schlecht halte rein sub­jek­tiv ist, misst sie sich doch an mei­nen eige­nen Geschmack­li­chen Vor­stel­lun­gen. Außer­dem spielt natür­lich die eigene Affi­ni­tät für das Lesen ein große Rolle, ich für mei­nen Fall schaue lie­ber einen guten Film anstatt das ent­spre­chende Buch zu lesen. Mir fehlt es ein­fach an Geduld und dem Wil­len mich in die gele­sene Geschichte fal­len zu las­sen um in sel­bi­ger letzt­end­lich zu ver­sin­ken. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


26 Januar

Le Petit Mort - Sex, Drugs und Mukoviszidose

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le petit mortJörn Ranisch, der seit sei­ner Lehre von allen „Pfeffi” genannt wird wurde 1969 in Greifs­wald gebo­ren und gehört seit den spä­ten 80ern zu der auch in der DDR exis­tie­ren­den Gothic oder Gruftie-Szene an. In sei­ner Auto­bio­gra­phie Le Petit Mort erzählt er von guten und nega­ti­ven Erfah­run­gen mit der Szene und der übri­gen Gesell­schaft, vom trot­zi­gen Auf­be­geh­ren gegen staat­li­che Bevor­mun­dun­gen und seine lebens­be­dro­hende Krank­heit, vom Spaß am Leben in der düster-melancholischen Welt der schwar­zen Subkultur.

Als Pfeffi in der Mitte der 80er durch seine Muko­vis­zi­dose den Anschluss zur rest­li­chen Jugend in der DDR ver­lor und aus­ge­grenzt wurde, inter­es­sierte er sich mehr und mehr für alter­na­tive Jugend­sze­nen, in denen Aus­gren­zung und Anders­sein zum Leben gehört. Im Lehr­lings­in­ter­nat ent­wi­ckelte er zuneh­men­des Inter­esse für die Punk und Gruf­tie Szene und erfuhr so Zuge­hö­rig­keit zu einer Cli­que. Seit nun­mehr 20 Jah­ren lebt er als Gruf­tie unter Punks, Skin­heads und ande­ren unan­ge­pass­ten Jugend­li­chen. Eine Zeit der Frei­heit und der Selbst­ver­wirk­li­chung, abseits kom­mer­z­ori­en­tier­ter Spie­ßer und Doppelmoral.

Bücher, die ver­meint­li­che Innen­an­sich­ten einer Szene ver­mit­teln wol­len, gibt es wie Sand am Meer. Mit lächer­li­chen Ver­su­chen den Reiz der Szene zu erklä­ren, zu erfas­sen oder zu beschrei­ben hält sich Jörn Ranisch gar nicht erst auf und hebt sich damit posi­tiv vom Ein­heits­brei selbst­er­nann­ter Gothic-Bibeln ab. Das Buch ist eine akri­bi­sche Auf­lis­tung sei­nes Lebens mit allen Höhen und Tie­fen die ihm sein Umfeld oder seine Krank­heit beschert hat. Seine unver­blümte und direkte Schreib­weise machen das Buch zu einer ange­neh­men Lek­türe die kein auf­ge­schla­ge­nes Fremd­wör­t­er­le­xi­kon zum ver­ste­hen benö­tigt. Die Paa­rung mit Sar­kas­mus und Wort­krea­ti­vi­tät („Schicht­kot­zen”) machen  aus die­sem Werk eine der bes­ten Innen­an­sich­ten der deut­schen (und ost­deut­schen)  Gothic Szene. Dar­über hin­aus zeigt es die Wende aus der Sicht eines Jugend­li­chen, Leben mit einer Behin­de­rung aus der Sicht eines Behin­der­ten und Deutsch­land aus der Sicht eines Gruf­ties. Den gan­zen Arti­kel lesen… »