5 Oktober

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 40

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Glad­ba­cher im Feuchtgebiet

Der Mön­chen­glad­bach Bas­tian Rei­ber macht jetzt Thea­ter und über­nimmt unter ande­rem die Rolle von Jesus (!) im Stück »Feucht­ge­biete« im neuen Thea­ter Halle. Kunst oder Sen­sa­ti­ons­lust? Ich habe mich bereits dazu geäu­ßert und würde jetzt gerne eure Mei­nung hören und neh­men wir dazu an, das Stück würde direkt in dei­ner Nähe auf­ge­führt und der Ein­tritt kos­ten­los. (RP — 30.9.2008)

Glad­bach aus der Sicht eines Briten

Der Schrift­stel­ler Roy Kift hat für einen Reis­füh­rer »Düs­sel­dorf, Aachen and the lower Rhine — The English Lan­guage Guide« auch Glad­bach unter die Lupe genom­men. Unsere Schlös­ser in Rhe­ydt und Wick­rath fand er male­risch den Bahn­hof »unschön« und wun­derte sich über die 2 Haupt­bahn­höfe und die bei­den Vor­wah­len in der mitt­ler­weile seit 70 Jah­ren ver­ei­nig­ten Stadt. Die Bri­ten waren mir schon immer sym­pa­thisch… (RP — 30.9.2008)

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4 Oktober

Feuchtgebiete im neuen Theater Halle

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Nicht genug damit, dass Char­lotte Roche mit ihrem Buch Feucht­ge­biete so viel Erfolg gehabt hat, jetzt gibt es das ganze auch noch als Thea­ter­stück. Auf der Bühne des neuen Thea­ters in Halle fei­erte das Stück diese Woche Pre­miere. »Ein Mäd­chen auf dem schrullig-eigenwilligen Weg den eige­nen Kör­per zu ent­de­cken« lau­tet der Kon­senz des Stü­ckes und soll damit die Ange­bots­lü­cke des Thea­ter­plans schließen.

Der Mön­chen­glad­bach Bas­tian Rei­ber ist mit von der Par­tie und über­nimmt gleich meh­rere Rol­len unter ande­rem Helens Bru­der und Jesus (?). Dafür hat er eine 4 jäh­rige Aus­bil­dung an der Hoch­schule für Musik und Thea­ter absol­viert. Das könnte eigent­lich so ste­hen­blei­ben, wun­dert es mich doch, das ein so anspruchs­lo­ses und sinn­freies Werk aus­ge­bil­dete Schau­spie­ler braucht um den Dilet­tan­tis­mus der Story wiederzugeben.

Zwei­fels­ohne wird das Stück ankom­men, den der Zuschauer ist ein­fach neu­gie­rig dar­auf zu sehen, wie Helen ihren Kör­per ent­deckt. Kunst oder Sen­sa­ti­ons­lust? Die Ber­li­ner Regis­seu­rin Chris­tina Fried­rich erteilte den Sen­sa­ti­ons­gei­len, die benutzte Tam­pons und Anal-Fissuren sehen woll­ten eine Absage, es gehe ihr um Tie­fe­res und Höhe­res. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Oktober

Ich bin ein Individualistischer Macher

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Die Neu­gier ist ein star­kes Gefühl. Jeden­falls bei mir. So kam ich nicht daran vor­bei, einem But­ton auf den Grund zu gehen, den ich im Blog von Pixella Panik ent­deckt habe. Gelan­det bin ich auf einer Inter­net­seite für einen indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keits­test. Zunächst war ich skep­tisch, gibt es doch viel zu viele unse­riöse Ange­bote bei denen man nach 0,5 Maus­klicks schon Post von einem Inkas­so­un­ter­neh­men bekommt. Beim genaue­ren Hin­se­hen konnte ich jedoch kei­ner­lei Fall­stri­cke ent­de­cken und habe mich voll und ganz mei­ner Neu­gier hin­ge­ge­ben. Nach ein paar Fra­gen hatte ich es dann schrift­lich, ich bin der indi­vi­dua­lis­ti­sche Macher. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Oktober

Aktion Kinder in Gefahr - Stoppt die BRAVO!

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Skan­dal oder Wahr­heit? In sei­nem Blog schreibt Robert Basic über die Aktion Kin­der in Gefahr und der Peti­tion die Bravo zu stop­pen. Was zunächst unglaub­lich erschien ent­puppte sich dann aber als bit­tere Wahr­heit. Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für eine Christ­li­che Kul­tur fin­det die Por­no­gra­phi­schen und Ero­ti­schen Inhalte der BRAVO als Kin­der­ge­fähr­dend. Ist das wirk­lich so? In der Tat fin­den sich in der BRAVO immer wie­der Bil­der von nack­ten Jugend­li­chen und die letzte Foto-Love Story endete im Bett. Tokio Hotel hat mal über den Sex mit Fans gespro­chen. Inter­es­sant finde ich das auch nicht, Por­no­gra­phie defi­niere ich jetzt anders, aber jeder hat da wohl eine andere Meinung.

Mein Arbeits­kol­lege zum Bei­spiel, mit dem ich gleich dar­über dis­ku­tie­ren musste. Der sieht das genauso und führt zu recht an, das ich selbst noch keine Kin­der habe um das über­haupt zu beur­tei­len. Ich denke es liegt an den Eltern dafür zu sor­gen, das sol­che Inhalte nicht auf offene Ohren stos­sen, son­dern auf Infor­mierte. Wenn Kin­der die Eltern auf sol­che Sachen anspre­chen sollte dar­über offen gespro­chen wer­den, Ver­bote haben noch nie funk­tio­niert und erhö­hen nur den Reiz. Aber das bleibt eben Ansichts­sa­che. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Oktober

Musikgeschmack ist doch subjektiv, oder?

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Lei­der ist Musickum momen­tan geschlos­sen, da der ent­stan­dene Traf­fic das Bud­get des Betrei­bers über­stie­gen hat, viel­leicht fin­det sich ja ein neuer Sponsor.

Grund­sätz­lich höre ich Musik, die mir gefällt. Tut eigent­lich jeder. Doch woher neue Inspi­ra­tion neh­men? Zu mei­nen puber­tie­ren­den Zei­ten ist man in die Dis­ko­thek gegan­gen um dort neue Ein­flüsse zu bekom­men und zu bekann­ten Din­gen abzu­ge­hen. Da musste man sich aber mit dem anschreien des Plat­ten­auf­le­gers begnü­gen, der je nach Laune den ent­spre­chen­den Titel offen­bart hat. Eine wei­tere Mög­lich­keit war das Radio, das aber rein Main­strea­m­o­ri­en­tiert aus­ge­legt war und den Geschmack der brei­ten Masse befrie­digte, so wie heute eben auch. WDR 1 hieß da noch nicht Eins­live und in der fes­ten Zeit von 13:00 bis 14:00 konnte man den aktu­el­len Charts lau­schen. So war man zwar auf dem lau­fen­den, lei­der nicht nach mei­nem Geschmack.

Das Inter­net bie­tet da ganz neue Mög­lich­kei­ten, es macht den Musik­ge­schmack zur einer Ansamm­lung von objek­ti­ven Daten, die ich last.fm sei dank auch ent­spre­chend zur Ver­wer­tung preis­gebe. So ist dann auch der Über­blick links ent­stan­den. Bei Musickum kann das jeder auch mal selbst ver­su­chen. So ver­rät mir der Open mind Index, wie breit gefä­chert mein Musik­ge­schmack ist, 123 ist da gar nicht mal schlecht (glaub ich). In der Tor­ten­gra­fik und der anschlie­ßen­den Liste wird dann deut­lich, wel­che Gen­res der Musik ich bevorzuge.

Ist dann nun schon objek­tiv gese­hen mein Musik­ge­schmack? Nein. Warum nicht?

Zunächst ein­mal kann der Benut­zer selbst die von ihm gespiel­ten Lie­der in ein Genre ein­ord­nen, da wer­den über­schnei­dun­gen deut­lich, denn medi­eval, folk und mit­tel­al­ter sind bei mir das glei­che. Allein die Ein­ord­nung in ein Genre geschieht doch schon sub­jek­tiv. Nur weil New Wave drauf­steht muss es mir lang noch nicht gefal­len um gleich zum nächs­ten Punkt zu kom­men. Wenn es 1.000.000 Lie­der geben würde, die unter New Wave kate­go­ri­siert sind, gefal­len mir bes­ten­falls 10%. Theo­re­tisch, also subjektiv.

Annahme: Wir geben immer mehr per­sön­li­che Daten, Geschmack und Nut­zungs­ver­hal­ten preis und pro­fi­tie­ren dabei von den schein­bar sinn­vol­len Fea­tures. Neh­men wir mal an, alles was wir kau­fen, hören, sehen, füh­len und nut­zen wird zu Daten­er­he­bung her­an­ge­zo­gen, wäre es dem­nach mög­lich, das mir eine ent­spre­chende Soft­ware ein Musik­stück offen­bart, das mir gefal­len MUSS? Ich denke nicht. Solange unsere Gefühle und Emo­tio­nen nicht bere­chen­bar sind bleibt uns das erspart, denn das bestimmt unse­ren Musikgeschmack.

Die ein­zi­gen, die von der zuneh­men­den Pro­fi­li­sie­rung per­sön­li­cher Daten pro­fi­tie­ren sind die Wer­ber und Pro­dukt­ma­na­ger die mei­nen mit geziel­ten Wer­be­ak­tio­nen unse­ren Geschmack vor­aus­schauen zu kön­nen. Mei­nen tref­fen sie nicht. Wie ich jetzt von einem zufäl­lig gefun­de­nen last.fm Goo­die auf mei­nem Musik­ge­schmack komme, weiß ich auch nicht genau, ist aber eh subjektiv ;)

(Quelle: Gefun­den bei Ever­y­day is Hal­lo­ween)

30 September

Xmal Deutschland

xmal_deutschland1980 ist nicht nur die Blü­te­zeit des deut­schen Punks gewe­sen, son­dern auch die Zeit, in der die Blüte ihre Blät­ter ver­liert und dar­aus immer neue Triebe ent­ste­hen. In Ham­burg, der här­tes­ten Stadt des Punks sei­ner Zeit hat­ten 5 Mäd­chen mit dem glei­chen Musik­ge­schmack den Plan eine Band zu machen. Bands zu grün­den war modern und so kam es das die Band Xmal Deutsch­land zum ers­ten mal nament­lich erwähnt wurde, benannt nach die­sem Buch von Rudolf Wal­ter Leon­hardt über das Deutsch­land der 50er. Anja Huwe (Gesang), Manuela Rickers (Gitarre), Fiona Sangs­ter (Key­board), Rita Simon (Bass) und Caro May (Schlag­zeug) sind damit wohl die erste deut­sche Girl Band der New Wave Bewegung.

Ihre große Beliebt­heit bei den Goths grün­det in der ener­gie­ge­lan­de­nen, unge­stü­men und doch melan­cho­li­schen Musik. Laute Gitar­ren, ein typi­scher New Wave Beat und der schrille Gesang von Anja Huwe boh­ren sich in den Schä­del. Der Ein­satz von Syn­the­si­zern macht aus dem Gesang ein fünf­tes, neues Instru­ment und sorgt für die bedrü­ckende Atmo­sphäre vol­ler Lei­den­schaft, Ver­zweif­lung und Hin­gabe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 September

Couture Baronesse

Die Idee, inter­es­sante Inter­net­sei­ten aus Mön­chen­glad­bach vor­zu­stel­len ist also gebo­ren. Inna und Vio­lette Dück aus Mön­chen­glad­bach sind zwei junge Frauen, die mit ihrer Idee Mode zu machen, dunkle Wege gegan­gen sind. So lernte ich die bei­den bei einem Schwarz­halt im Duis­bur­ger Pulp ken­nen, in dem sie in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ihre selbst­ge­schnei­der­ten Klei­der und Acces­soires feil bie­ten, auch bei Unlicht in Düs­sel­dorf fin­det man ein paar wenige Sachen der zwei.

Auf ihrer Inter­net­seite gibt es außer­dem eine Aus­wahl an Klei­dern und Röcken, Ober­tei­len, Hals­bän­dern und Arm­bän­dern die sich alle über Rüschen und Spitze defi­nie­ren und dadurch ver­spielt und phan­ta­sie­voll erschei­nen. Ele­mente aus dem Barock und der Renais­sance wer­den genauso effekt­voll ver­ar­bei­tet wie Ele­mente aus der Gothic und Mit­tel­al­ter­szene. Es ist also nicht wei­ter ver­wun­der­lich die bei­den im Pulp anzu­tref­fen, in dem sie auch auf der dort statt­fin­den­den Gothika, der Mes­ser für dunkle Beklei­dung, teilnehmen.

Mir per­sön­lich gefal­len die Sachen ganz gut, obwohl sie eigent­lich nichts für die Män­ner anbie­ten, klei­den sie doch gerade die Gothi­ka­len Damen sehr gut, des­halb sind gerade die Arm– und Hals­bän­der beliebt, die am abend­li­chen Out­fit schöne Akzente setzen.

Die Inter­net­seite als sol­che passt zum Ange­bot, ist aber mehr als schlam­pig umge­setzt. Frames und feh­lende Vali­di­tät ver­weh­ren einen guten Platz bei Google und ersti­cken die Wei­ter­ver­brei­tung im Keime, schade.

Update vom 24.11.2009: Gerade habe ich bemerkt, das die Seite geschlos­sen erscheint, »To be con­ti­nued…« lässt lei­der keine Rück­schlüsse auf eine even­tu­elle Neu­auf­lage zu oder ist Indiz dafür, was aus dem Shop gewor­den ist.

(Quel­len: Cou­ture Baro­nesse, Unlicht Düs­sel­dorf, Pulp Duis­burg, Gothika)

27 September

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 39

Stu­di­en­be­ginn Hoch­schule Niederrhein

Am Mon­tag hat das neue Semes­ter für die rund 1220 Stu­den­ten der Hoch­schule Nie­der­rhein (HN) begon­nen. Damit ist die Hoch­schule zu 140% aus­ge­las­tet, was unter ande­rem Robert Kra­mer von der AstA bedau­ert, denn dar­un­ter lei­der die Qua­li­tät der Aus­bil­dung. Super, immer­hin haben die Erst­se­mes­ter schon einen Plan zur Sitz­ro­ta­tion auf­ge­stellt, so das jeder wäh­rend der Vor­le­sung mal Platz zum sit­zen hat. Dadurch ent­ste­hen schon früh soziale Kon­takte und machen die Sache nicht ganz so anonym (RP — 23.09.2008)

Café Pflas­ter in Rhe­ydt eröffnet

Am Don­ners­tag eröff­net an der Bruck­ne­ral­lee 37 unter der Schirm­herr­schaft des Dia­ko­ni­schen Wer­kes ein neues Café Pflas­ter, ein Treff für Sucht­kranke, Tagesob­dach­lose und psy­chisch Kranke. Trotz Pro­tes­ten der Bevöl­ke­rung und einer Unter­schrif­ten­ak­tion, bei der rund 750 Bür­ger unter­schrie­ben haben, schließ­lich müsse man seine Kin­der schüt­zen. Eine Mit­mensch­li­che Reak­tion! Die Kin­der der 750 Bür­ger haben mit Sicher­heit auch Fern­seh­ver­bot, dür­fen keine Presse lesen und bekom­men bei Außen­auf­ent­hal­ten die Augen ver­bun­den. (RP — 26.09.2008)

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26 September

Ü70 - My Generation

Kategorie: Vernetzt2 Kommentare

Das alte Men­schen nicht unbe­dingt fies davor sind, neues zu machen, ist einer der Ver­dienste des demo­gra­phi­schen Wan­dels in Deutsch­land. Ges­tern erst habe ich noch bei den ZDF.Reportern gese­hen, wie ältere und allein­ste­hende Frauen und Män­ner über 60 sich noch in Sin­gle­bör­sen rum­trei­ben und gleich­ge­sinnte anbag­gern. Bei Advan­ced Style bin ich dann auf den Link zu einem Video gestos­sen, das mich doch sehr fas­zi­niert hat. Das Video ist nicht mehr ganz tau­frisch, es wurde bereits 2007 dar­über berich­tet, die Prot­ago­nis­ten ver­die­nen aber Beachtung.

The Zim­mers ist eine Grup­pen von 40 Senio­ren im Alter von 78 bis 99 Jahre, die in den legen­dä­ren Abbey Road Stu­dios in Lon­don eine Cover­ver­sion des The Who Klas­si­kers »My Gene­ra­tion« ein­ge­spielt haben. In einem Inter­view der BBC erzählte der 90 jäh­rige Lead Sän­ger Alf Caretta:

Ich kann gar nicht glauben was passiert. Es ist so aufregend in den Studios einen Song aufzunehmen, in dem auch schon die Beatles aufgenommen haben. Diese Erfahrung hat mich zurück ins Leben gebracht. Ich war auf dem Abstellgleis und jetzt fühle ich mich wieder lebendig.

Respekt! Was die älte­ren Herr­schaf­ten da mit Hilfe ein paar Musi­ker ein­ge­spielt haben ist durch­aus rockig und eine ehr­wür­dige Homage an der Klas­si­ker von The Who. Ich habe mich immer davor gefürch­tet, daß mein Vater eines Tages an einem Bau­zaun den Bau­ar­bei­tern beim arbei­ten zuschaut, schön das es anders gekom­men ist. Noch schö­ner ist, das es anschei­nend noch mehr von denen gibt, die sich nicht ihrem Schick­sal erge­ben und dar­auf war­ten das zeit­li­che zu seg­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 September

Subkultur! - Das Emo als Subkultur?

800px-FugaziEmo´s sind keine Kuschel­tie­ren die bei Berüh­rung nach Nah­rung ver­lan­gen, Emo ist die Abkür­zung für Emo­tio­nal Hard­core, einer Musik­rich­tung die ihre Ent­ste­hung in den USA der frü­hen 90ern fei­erte. Die als mehr emo­tio­na­lere und gefühl­vol­le­rer Ver­sion des Hard­core Punks mit anspruchs­vol­le­ren Tex­ten rund um Liebe und Ver­zweif­lung gedachte Musik­rich­tung fand schnell viele Anhän­ger, gerade in der Gene­ra­tion der Jugendlichen.

Mit Titeln wie »Ceme­tery Drive« oder »Roses for the Dead« gibt sich die Musik mor­bide, hat aber mit Gothic nicht viel zu tun. So ziem­lich jeder Emo ver­wech­selt die eige­nen hor­mon­be­grün­de­ten Pro­blem­chen mit tie­fem Welt­schmerz und lebt die­sen hem­mungs­los aus. Im abge­dun­kel­ten Zim­mer sit­zend wer­den trau­rige Gedichte ver­fasst, die größ­ten­teils in Metrik und Seman­tik ebenso gru­se­lig sind wie in der dunk­len Wortwahl.

Es wird wohl 2000 gewe­sen sein, als sich Emo auch als Stil­aus­prä­gung der jugend­li­chen Mode eta­blierte, letzt­end­lich wird sie auch dar­auf von den meis­ten redu­ziert. Dabei wer­den viele Stil­ar­ten zu einem ganz neuen indi­vi­du­el­len Stil gemischt. Die Szene greift Ele­mente aus Bewe­gun­gen wie Punk, Gothic, Metal, Rocka­billy und Visual-Kei auf und kom­bi­niert das ganze auf neue Art. Röh­ren­jeans, Hoo­dys, Vans und Chucks gehen als ein­deu­tige Merk­male die­ses Genre durch. Die Haar­farbe ist meist schwarz, kom­bi­niert mit grü­nen, blauen oder lila far­be­nen Sträh­nen, der in dem Mar­ken­zei­chen der Emos endet, dem lan­gen Pony der übli­cher­weise ein Auge bedeckt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »