Es gibt Artikel in den Printmedien die ich gut finde und es gibt Artikel, bei denen dauert das Lesen länger als der Stuhlgang. So wie neulich geschehen. Zu Beginn war ich doch sehr skeptisch, denn was sonst könnte ich von einem Internet-Philosoph erwarten als das er über den Sinn und Zweck des Internets eine Abhandlung schreibt. Doch weit gefehlt, der Mann spricht das aus, was ich denke. In dem beidseitigen und ausführlichen Interview der c’t mit David Weinberger geht es um das von Ihm mitverfasste Cluetrain-Manifest, das ein geordnetes Chaos im Internet anstrebt.
Wenn wir nicht aufpassen, dann rutschen wir ab in ein ganz düsteres Online-Zeitalter. Dann werden die Access-Provider kontrollieren, was wir im Netz sehen und was nicht. Sie werden bestimmen, welche Inhalte wichtiger sind als andere. In den USA haben wir bereits eine Kartell-Situation. Selbst die Politik schreit fortwährend nach "Kontrolle über das Internet".
Ja ich habe Angst. Angst davor, dass wir uns das kaputt machen, was wir in den glorreichen letzten 15 Jahren aufgebaut haben. Und das ist nicht weniger als das größte Gemeinschaftsprojekt, das die Menschheit je auf die Beine gestellt hat. Und warum ist es so groß geworden? Weil keiner es kontrolliert hat. Kein Unternehmen der Welt hätte eine solche Entwicklung planen und umsetzen können. Business wird doch fast ständig von der Angst getrieben. Oft ist es gute Angst, wenn ich darauf achte, dass mich der Wettbewerber nicht unterbietet. Manchmal ist die Angst aber auf tiefschwarz.

Die malerische 





