10 Oktober

Als Punk Deutsch wurde - Verschwende deine Jugend

Kategorie: Wortkunst2 Kommentare

Wer schon immer wis­sen wollte, wer oder was für die deut­schen Sze­nen des Punk, New Wave oder NDW ver­ant­wort­lich ist, sollte sich Jür­gen Tei­pels Buch Ver­schwende deine Jugend ein­mal genauer anse­hen. Tei­pel hat inner­halb von 3 Jah­ren alle für ihn wich­ti­gen Prot­ago­nis­ten der 1977 erst­mals auf­flam­men­den Punk Bewe­gung inter­viewt und diese in chro­no­lo­gisch sor­tier­ter Form in ein Buch gebracht. Das Buch liest sich daher wie eine Doku­men­ta­tion ohne den Ver­such Fak­ten zu schaffen.

Inter­es­san­ter Weise gibt es in vie­len Inter­vie­waus­schnit­ten Über­schnei­dun­gen mit den Dar­stel­lun­gen ande­rer, so das sich inner­halb die­ser doku­men­ta­ri­schen Ansicht viele kleine Geschich­ten und Anek­do­ten her­aus­kris­tal­li­sie­ren. Tei­pel ver­knüpft die Geschich­ten geschickt und stellt so unter­schied­li­che Ansich­ten der glei­chen Bege­ben­heit dar. Die Natür­lich­keit der Spra­che hilft dabei, authen­tisch zu sein ohne ein ein­zi­ges Mal als all­ge­mein­gül­tig oder gesamt­deutsch zu erschei­nen. Fak­ten spie­len eine unter­ge­ord­nete Rolle, die Geschichte und Anek­do­ten ste­hen im Vordergrund.

Ver­ein­zelt gestreute Fotos aus jener Zeit ver­su­chen der Geschichte zu einem Bild zu ver­hel­fen, wer­den die­sem Anspruch aber nicht gerecht und ver­kom­men so zu einem net­ten Mit­bring­sel. Das Buch ver­sucht nicht Punk oder Jugend­kul­tu­ren zu erklä­ren son­dern bie­tet einen sehr authen­ti­schen Rück­blick in die Blü­te­zeit des deut­schen Punk. Über 100 Gesprächs­part­ner und ein peni­bel geführ­ter zeit­li­cher Ver­lauf machen das Buch zu einer Wis­sens­grund­lage, die in kei­nem Bücher­re­gal feh­len sollte. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


9 Oktober

Aufgewärmtes schmeckt eben doch besser

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Oft habe ich das Gefühl, es gebe nicht genug inter­es­sante Nach­rich­ten auf die­ser Welt, das jeder etwas ein­zig­ar­ti­ges ent­de­cken und schrei­ben könnte. Muss ja auch nicht unbe­dingt, auf­ge­wärmte Suppe schmeckt immer bes­ser. Bei Nerd­core (via Basic­t­hin­king) las ich über die Unsitte über etwas nicht zu schrei­ben, was bereits jemand ande­res geschrie­ben hat. Ich kann René nur bei­pflich­ten: Blöd­sinn. Es kann nicht Sinn und Zweck des Blog­gens sein, stän­dig etwas neues und ein­zig­ar­ti­ges zu erschaf­fen, viel­mehr geht es doch darum, etwas aus sei­ner eige­nen Sicht zu interpretieren.

Eine (alte) Nach­richt durch viele Sicht­wei­sen neu ken­nen­zu­ler­nen und sich selbst dar­über ein Bild zu machen ist doch viel bes­ser. Oft­mals lese ich eine Neu­ig­keit in einem Blog, die mich nicht son­der­lich inter­es­siert oder berührt, erst du die Inter­pre­ta­tion wei­te­rer Blog­ger eröff­nen sich neue Ansich­ten. Meine Mei­nung ist dann die Summe aus mei­nen Gedan­ken und den Gedan­ken ande­rer. Das ver­göt­tern der Mei­nun­gen gro­ßer Blogs konnte ich noch nie nach­voll­zie­hen, das Wort »Mei­nungs­ma­cher« wie bei Zoo­mer (inzwi­schen ein­ge­stellt) sind so über­flüs­sig wie ein Blinddarm.

Redun­danz spielt dabei für mich keine Rolle, mich fas­zi­niert eher die Rele­vanz für ver­schie­dens­ten Per­so­nen­grup­pen und die dar­aus resul­tie­rende Ver­net­zung unter­ein­an­der. Nichts desto trotz werde ich Renés Bitte nach­kom­men und auch wei­ter­hin über Dinge schrei­ben, über die andere schon geschrie­ben haben. Meine Mei­nung ist sowieso wichtiger ;)


9 Oktober

Ein Winklepicker ist keine Angelrute

Kategorie: Schwarze Szene24 Kommentare

Was in den frü­hern 80ern zur Grund­aus­stat­tung gehörte, ist heute lei­der etwas in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Ein Win­kle­pi­cker (oder auch Pikes oder Pickers genannt) ist ein lan­ger klas­si­scher Halb­schuh, der vorne spitz zuläuft. In den frü­hen 60ern ent­stan­den erlebte er komi­scher­weise schon Ende der 70er sein Come­back und wurde belieb­ter modi­scher hin­gu­cker bei vie­len der zu die­ser Zeit auf­kom­men­den Jugend­be­we­gun­gen wie den Rocka­bil­lies, Punks, Mods und Teds. Die Gothic­szene ent­deckte den Schuh für sich Anfang der 80er, wur­den aber Pikes getauft und sti­li­sier­ten sich dann über Schnal­len im Fle­der­maus, Toten­kopf oder Sarg­de­sign. Der ein­ge­brachte Reiß­ver­schluss ent­stand dann im Zusam­men­hang mit den im Punk ver­brei­te­ten Zip­pern die zur Ver­zie­rung auf Hosen auf­ge­näht wur­den.  Ange­bo­ten wurde sie zunächst auf Lon­dons gro­ßen Märk­ten wie dem Ken­sing­ton Mar­ket und dem Chel­sea Great Gear Mar­ket wo sich im Laufe der Zeit ver­schie­dene Modelle für die jewei­lige Szene durch­set­zen konnte.

Genug der Rück­blende. Vor einer gan­zen Weile inter­es­sierte ich mich dann wie­der mal für was schö­nes neues für meine Füsse, so kam mir dann die Lust auf ein paar anstän­dige Win­kle­pi­cker. Lei­der stellte sich her­aus, daß es sich bei dem von mir favo­ri­sier­ten Modell oben rechts um einen Frau­en­schuh han­delte und in mei­ner Größe nicht ver­füg­bar ist. Joy Winyard von Penn­an­ga­lan Shoes war so freund­lich mir das mal zu erklä­ren. In Schu­hen hatte ich immer schon eine sehr weib­li­che Aus­rich­tung, komisch. Der deut­sche Markt prä­sen­tiert sich in Sachen Win­kle­pi­ckers sehr dünn, ledig­lich im Köl­ner Stu­dio 59 kann man ein paar Modelle über Ebay bekom­men. Mehr Aus­wahl hat man da schon auf dem eng­li­schen Markt, auf dem der Schuh im Moment sein drit­tes Come­back erlebt. Beim deut­schen Wiki­pe­dia fin­det man ledig­lich eine Erklä­rung als Angel­rute, man sollte sich da doch mehr auf die eng­li­sche Erklä­rung ver­las­sen. Ent­schei­den werde ich mich dann wohl für das Modell rechts, es sei denn ihr könnt mir noch andere Modelle empfehlen.


7 Oktober

Depeche Mode - Tour of the Universe 2009

Depe­che Mode, die Hel­den mei­ner Jugend gehen 2009 anläss­lich ihres neuen Albums, das im April erschei­nen soll, auf eine neue Welt­tour­nee. Ges­tern fand im Ber­li­ner Olym­pia­sta­dium eine Pres­se­kon­fe­renz statt, auf der die 3 bekannt mach­ten, in 3 Mona­ten 35 Shows in 21 Län­dern zu spie­len. Rund 1,3 Mil­lio­nen Fans sol­len in den Genuss kom­men. Dave Gahan sah wie­der blen­dend aus und war vol­ler Humor. Das war ja lei­der nicht immer so, denn die Dro­gen­ab­hän­gig­keit hatte den 46-jährigen fest im Griff, diese Zei­ten schei­nen aber erst mal wie­der vor­bei zu sein.  And­rew Flech­ter (47), als ein­zige ohne Son­nen­brille, berich­tete das die Tour durch Europa, Nord-Amerika und Süd­ame­rika gehe und am 10.5.2009 in Tel Aviv, Israel star­tet. Dort konnte das Kon­zert der letz­ten Tour wegen der mili­tä­ri­schen Unru­hen nicht gehal­ten wer­den, so ist es nun ein Tri­but an die Fans dort die neue Tour zu begin­nen. Sta­tion in Deutsch­land macht die Band in Ham­burg (2.6.), Düs­sel­dorf (4.6.), Leip­zig (7.6.), Ber­lin (10.6.), Frank­furt (12.6.) und Mün­chen (13.6.). Den gan­zen Arti­kel lesen… »


6 Oktober

Gothic Bier?

Zeit für ein wenig kurz­weil zwi­schen Arbeit und Schule und so ver­treibe ich mir die Zeit mit Youtube auf der Suche nach net­tem. Diese Wer­bung der Firma Hei­ne­ken für ihr dunk­les Bier trifft doch den Punkt bes­ser als viel­leicht gewünscht. Denn ganz im Gegen­satz zur lang­läu­fi­gen Mei­nung ist der Goth von heute durch­aus zur Selbst­iro­nie fähig und trinkt nicht nur Met aus Hör­nern oder Absint um sich zu berau­schen . Dark, but not that dark. Wer sich selbst ein Bild machen möchte:


5 Oktober

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 40

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Glad­ba­cher im Feuchtgebiet

Der Mön­chen­glad­bach Bas­tian Rei­ber macht jetzt Thea­ter und über­nimmt unter ande­rem die Rolle von Jesus (!) im Stück »Feucht­ge­biete« im neuen Thea­ter Halle. Kunst oder Sen­sa­ti­ons­lust? Ich habe mich bereits dazu geäu­ßert und würde jetzt gerne eure Mei­nung hören und neh­men wir dazu an, das Stück würde direkt in dei­ner Nähe auf­ge­führt und der Ein­tritt kos­ten­los. (RP — 30.9.2008)

Glad­bach aus der Sicht eines Briten

Der Schrift­stel­ler Roy Kift hat für einen Reis­füh­rer »Düs­sel­dorf, Aachen and the lower Rhine — The English Lan­guage Guide« auch Glad­bach unter die Lupe genom­men. Unsere Schlös­ser in Rhe­ydt und Wick­rath fand er male­risch den Bahn­hof »unschön« und wun­derte sich über die 2 Haupt­bahn­höfe und die bei­den Vor­wah­len in der mitt­ler­weile seit 70 Jah­ren ver­ei­nig­ten Stadt. Die Bri­ten waren mir schon immer sym­pa­thisch… (RP — 30.9.2008)

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4 Oktober

Feuchtgebiete im neuen Theater Halle

Kategorie: Vernetzt4 Kommentare

Nicht genug damit, dass Char­lotte Roche mit ihrem Buch Feucht­ge­biete so viel Erfolg gehabt hat, jetzt gibt es das ganze auch noch als Thea­ter­stück. Auf der Bühne des neuen Thea­ters in Halle fei­erte das Stück diese Woche Pre­miere. »Ein Mäd­chen auf dem schrullig-eigenwilligen Weg den eige­nen Kör­per zu ent­de­cken« lau­tet der Kon­senz des Stü­ckes und soll damit die Ange­bots­lü­cke des Thea­ter­plans schließen.

Der Mön­chen­glad­bach Bas­tian Rei­ber ist mit von der Par­tie und über­nimmt gleich meh­rere Rol­len unter ande­rem Helens Bru­der und Jesus (?). Dafür hat er eine 4 jäh­rige Aus­bil­dung an der Hoch­schule für Musik und Thea­ter absol­viert. Das könnte eigent­lich so ste­hen­blei­ben, wun­dert es mich doch, das ein so anspruchs­lo­ses und sinn­freies Werk aus­ge­bil­dete Schau­spie­ler braucht um den Dilet­tan­tis­mus der Story wiederzugeben.

Zwei­fels­ohne wird das Stück ankom­men, den der Zuschauer ist ein­fach neu­gie­rig dar­auf zu sehen, wie Helen ihren Kör­per ent­deckt. Kunst oder Sen­sa­ti­ons­lust? Die Ber­li­ner Regis­seu­rin Chris­tina Fried­rich erteilte den Sen­sa­ti­ons­gei­len, die benutzte Tam­pons und Anal-Fissuren sehen woll­ten eine Absage, es gehe ihr um Tie­fe­res und Höhe­res. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


3 Oktober

Ich bin ein Individualistischer Macher

Kategorie: Ansichtssache9 Kommentare

Die Neu­gier ist ein star­kes Gefühl. Jeden­falls bei mir. So kam ich nicht daran vor­bei, einem But­ton auf den Grund zu gehen, den ich im Blog von Pixella Panik ent­deckt habe. Gelan­det bin ich auf einer Inter­net­seite für einen indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keits­test. Zunächst war ich skep­tisch, gibt es doch viel zu viele unse­riöse Ange­bote bei denen man nach 0,5 Maus­klicks schon Post von einem Inkas­so­un­ter­neh­men bekommt. Beim genaue­ren Hin­se­hen konnte ich jedoch kei­ner­lei Fall­stri­cke ent­de­cken und habe mich voll und ganz mei­ner Neu­gier hin­ge­ge­ben. Nach ein paar Fra­gen hatte ich es dann schrift­lich, ich bin der indi­vi­dua­lis­ti­sche Macher. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


2 Oktober

Aktion Kinder in Gefahr - Stoppt die BRAVO!

Kategorie: Ansichtssache9 Kommentare

Skan­dal oder Wahr­heit? In sei­nem Blog schreibt Robert Basic über die Aktion Kin­der in Gefahr und der Peti­tion die Bravo zu stop­pen. Was zunächst unglaub­lich erschien ent­puppte sich dann aber als bit­tere Wahr­heit. Die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für eine Christ­li­che Kul­tur fin­det die Por­no­gra­phi­schen und Ero­ti­schen Inhalte der BRAVO als Kin­der­ge­fähr­dend. Ist das wirk­lich so? In der Tat fin­den sich in der BRAVO immer wie­der Bil­der von nack­ten Jugend­li­chen und die letzte Foto-Love Story endete im Bett. Tokio Hotel hat mal über den Sex mit Fans gespro­chen. Inter­es­sant finde ich das auch nicht, Por­no­gra­phie defi­niere ich jetzt anders, aber jeder hat da wohl eine andere Meinung.

Mein Arbeits­kol­lege zum Bei­spiel, mit dem ich gleich dar­über dis­ku­tie­ren musste. Der sieht das genauso und führt zu recht an, das ich selbst noch keine Kin­der habe um das über­haupt zu beur­tei­len. Ich denke es liegt an den Eltern dafür zu sor­gen, das sol­che Inhalte nicht auf offene Ohren stos­sen, son­dern auf Infor­mierte. Wenn Kin­der die Eltern auf sol­che Sachen anspre­chen sollte dar­über offen gespro­chen wer­den, Ver­bote haben noch nie funk­tio­niert und erhö­hen nur den Reiz. Aber das bleibt eben Ansichts­sa­che. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 Oktober

Musikgeschmack ist doch subjektiv, oder?

Kategorie: Ansichtssache2 Kommentare

Lei­der ist Musickum momen­tan geschlos­sen, da der ent­stan­dene Traf­fic das Bud­get des Betrei­bers über­stie­gen hat, viel­leicht fin­det sich ja ein neuer Sponsor.

Grund­sätz­lich höre ich Musik, die mir gefällt. Tut eigent­lich jeder. Doch woher neue Inspi­ra­tion neh­men? Zu mei­nen puber­tie­ren­den Zei­ten ist man in die Dis­ko­thek gegan­gen um dort neue Ein­flüsse zu bekom­men und zu bekann­ten Din­gen abzu­ge­hen. Da musste man sich aber mit dem anschreien des Plat­ten­auf­le­gers begnü­gen, der je nach Laune den ent­spre­chen­den Titel offen­bart hat. Eine wei­tere Mög­lich­keit war das Radio, das aber rein Main­strea­m­o­ri­en­tiert aus­ge­legt war und den Geschmack der brei­ten Masse befrie­digte, so wie heute eben auch. WDR 1 hieß da noch nicht Eins­live und in der fes­ten Zeit von 13:00 bis 14:00 konnte man den aktu­el­len Charts lau­schen. So war man zwar auf dem lau­fen­den, lei­der nicht nach mei­nem Geschmack.

Das Inter­net bie­tet da ganz neue Mög­lich­kei­ten, es macht den Musik­ge­schmack zur einer Ansamm­lung von objek­ti­ven Daten, die ich last.fm sei dank auch ent­spre­chend zur Ver­wer­tung preis­gebe. So ist dann auch der Über­blick links ent­stan­den. Bei Musickum kann das jeder auch mal selbst ver­su­chen. So ver­rät mir der Open mind Index, wie breit gefä­chert mein Musik­ge­schmack ist, 123 ist da gar nicht mal schlecht (glaub ich). In der Tor­ten­gra­fik und der anschlie­ßen­den Liste wird dann deut­lich, wel­che Gen­res der Musik ich bevorzuge.

Ist dann nun schon objek­tiv gese­hen mein Musik­ge­schmack? Nein. Warum nicht?

Zunächst ein­mal kann der Benut­zer selbst die von ihm gespiel­ten Lie­der in ein Genre ein­ord­nen, da wer­den über­schnei­dun­gen deut­lich, denn medi­eval, folk und mit­tel­al­ter sind bei mir das glei­che. Allein die Ein­ord­nung in ein Genre geschieht doch schon sub­jek­tiv. Nur weil New Wave drauf­steht muss es mir lang noch nicht gefal­len um gleich zum nächs­ten Punkt zu kom­men. Wenn es 1.000.000 Lie­der geben würde, die unter New Wave kate­go­ri­siert sind, gefal­len mir bes­ten­falls 10%. Theo­re­tisch, also subjektiv.

Annahme: Wir geben immer mehr per­sön­li­che Daten, Geschmack und Nut­zungs­ver­hal­ten preis und pro­fi­tie­ren dabei von den schein­bar sinn­vol­len Fea­tures. Neh­men wir mal an, alles was wir kau­fen, hören, sehen, füh­len und nut­zen wird zu Daten­er­he­bung her­an­ge­zo­gen, wäre es dem­nach mög­lich, das mir eine ent­spre­chende Soft­ware ein Musik­stück offen­bart, das mir gefal­len MUSS? Ich denke nicht. Solange unsere Gefühle und Emo­tio­nen nicht bere­chen­bar sind bleibt uns das erspart, denn das bestimmt unse­ren Musikgeschmack.

Die ein­zi­gen, die von der zuneh­men­den Pro­fi­li­sie­rung per­sön­li­cher Daten pro­fi­tie­ren sind die Wer­ber und Pro­dukt­ma­na­ger die mei­nen mit geziel­ten Wer­be­ak­tio­nen unse­ren Geschmack vor­aus­schauen zu kön­nen. Mei­nen tref­fen sie nicht. Wie ich jetzt von einem zufäl­lig gefun­de­nen last.fm Goo­die auf mei­nem Musik­ge­schmack komme, weiß ich auch nicht genau, ist aber eh subjektiv ;)

(Quelle: Gefun­den bei Ever­y­day is Hal­lo­ween)