30 September

X-mal Deutschland

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1980 ist nicht nur die Blü­te­zeit des deut­schen Punks gewe­sen, son­dern auch die Zeit, in der die Blüte ihre Blät­ter ver­liert und dar­aus immer neue Triebe ent­ste­hen. In Ham­burg, der här­tes­ten Stadt des Punks sei­ner Zeit hat­ten 5 Mäd­chen mit dem glei­chen Musik­ge­schmack den Plan eine Band zu machen. Bands zu grün­den war modern und so kam es das die Band X-Mal Deutsch­land zum ers­ten mal nament­lich erwähnt wurde, benannt nach die­sem Buch von Rudolf Wal­ter Leon­hardt über das Deutsch­land der 50er. Anja Huwe (Gesang), Manuela Rickers (Gitarre), Fiona Sangs­ter (Key­board), Rita Simon (Bass) und Caro May (Schlag­zeug) sind damit wohl die erste deut­sche Girl Band der New Wave Bewegung.

Ihre große Beliebt­heit bei den Goths grün­det in der ener­gie­ge­lan­de­nen, unge­stü­men und doch melan­cho­li­schen Musik. Laute Gitar­ren, ein typi­scher New Wave Beat und der schrille Gesang von Anja Huwe boh­ren sich in den Schä­del. Der Ein­satz von Syn­the­si­zern macht aus dem Gesang ein fünf­tes, neues Instru­ment und sorgt für die bedrü­ckende Atmo­sphäre vol­ler Lei­den­schaft, Ver­zweif­lung und Hin­gabe. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 September

Airbus A320 im Laster

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Die Inter­net­sei­ten und Lei­den­schaf­ten der Mön­chen­glad­ba­cher rei­chen von viel­fäl­tig bis spek­ta­ku­lär, in mei­ner Serie Mön­chen­glad­bach im Inter­net gibt es heute etwas kurio­ses. Der im Iran gebo­rene Mön­chen­glad­bach David Yaz­dan Bakhsh liebt das Flie­gen und Flug­zeuge, so hat er sich in über 4000 Arbeits­stun­den den Traum vom Flie­gen erfüllt und das Cock­pit eines Air­bus A320 auf der Lade­flä­che sei­nes Las­ters nachgebaut.

Vier Jahre lang arbei­tete er an sei­nem Flug­si­mu­la­tor. Die Bedien­ele­mente und Instru­mente erstei­gerte er im Inter­net oder beschaffte sie sich über ein­schlä­gige Quel­len aus Aus­tra­lien oder den USA. Es ist mehr als erstaun­lich, was man sich heut­zu­tage auf lega­lem Wege alles besor­gen kann. Zehn Com­pu­ter sor­gen dafür das die Instru­mente, Radar, Höhen­mes­ser und Moni­tore anzei­gen, was sie auch im nor­ma­len Flug­be­trieb anzei­gen wür­den, eine 4 Qua­drat­me­ter große Lein­wand simu­liert die Sicht nach drau­ßen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


28 September

Couture Baronesse

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Die Idee, inter­es­sante Inter­net­sei­ten aus Mön­chen­glad­bach vor­zu­stel­len ist also gebo­ren. Inna und Vio­lette Dück aus Mön­chen­glad­bach sind zwei junge Frauen, die mit ihrer Idee Mode zu machen, dunkle Wege gegan­gen sind. So lernte ich die bei­den bei einem Schwarz­halt im Duis­bur­ger Pulp ken­nen, in dem sie in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ihre selbst­ge­schei­der­ten Klei­der und Acces­soires feil bie­ten, auch bei Unlicht in Düs­sel­dorf fin­det man ein paar wenige Sachen der zwei.

Auf ihrer Inter­net­seite gibt es aus­ser­dem eine Aus­wahl an Klei­dern und Röcken, Ober­tei­len, Hals­bän­dern und Arm­bän­dern die sich alle über Rüschen und Spitze defi­nie­ren und dadurch ver­spielt und phan­ta­sie­voll erschei­nen. Ele­mente aus dem Barock und der Renais­sance wer­den genauso effekt­voll ver­ar­bei­tet wie Ele­mente aus der Gothic und Mit­tel­al­ter­szene. Es ist also nicht wei­ter ver­wun­der­lich die bei­den im Pulp anzu­tref­fen, in dem sie auch auf der dort statt­fin­den­den Gothika, der Mes­ser für dunkle Beklei­dung, teilnehmen.

Mir per­sön­lich gefal­len die Sachen ganz gut, obwohl sie eigent­lich nichts für die Män­ner anbie­ten, klei­den sie doch gerade die Gothi­ka­len Damen sehr gut, des­halb sind gerade die Arm– und Hals­bän­der beliebt, die am abend­li­chen Out­fit schöne Akzente setzen.

Die Inter­net­seite als sol­che passt zum Ange­bot, ist aber mehr als schlam­pig umge­setzt. Frames und feh­lende Vali­di­tät ver­weh­ren einen guten Platz bei Google und ersti­cken die wei­ter­ver­brei­tung im Keime, schade.

Update vom 24.11.2009: Gerade habe ich bemerkt, das die Seite geschlos­sen erscheint, „To be con­ti­nued…” lässt lei­der keine Rück­schlüsse auf eine even­tu­elle Neu­auf­lage zu oder ist Indiz dafür, was aus dem Shop gewor­den ist.

(Quel­len: Cou­ture Baro­nesse, Unlicht Düs­sel­dorf, Pulp Duis­burg, Gothika)

27 September

Mönchengladbacher Pressespiegel - Woche 39

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Stu­di­en­be­ginn Hoch­schule Niederrhein

Am Mon­tag hat das neue Semes­ter für die rund 1220 Stu­den­ten der Hoch­schule Nie­der­rhein (HN) begon­nen. Damit ist die Hoch­schule zu 140% aus­ge­las­tet, was unter ande­rem Robert Kra­mer von der AstA bedau­ert, denn dar­un­ter lei­der die Qua­li­tät der Aus­bil­dung. Super, immer­hin haben die Erst­se­mes­ter schon einen Plan zur Sitz­ro­ta­tion auf­ge­stellt, so das jeder wäh­rend der Vor­le­sung mal Platz zum sit­zen hat. Dadurch ent­ste­hen schon früh soziale Kon­takte und machen die Sache nicht ganz so anonym (RP — 23.09.2008)

Café Pflas­ter in Rhe­ydt eröffnet

Am Don­ners­tag eröff­net an der Bruck­ne­ral­lee 37 unter der Schirm­herr­schaft des Dia­ko­ni­schen Wer­kes ein neues Café Pflas­ter, ein Treff für Sucht­kranke, Tagesob­dach­lose und psy­chisch Kranke. Trotz Pro­tes­ten der Bevöl­ke­rung und einer Unter­schrif­ten­ak­tion, bei der rund 750 Bür­ger unter­schrie­ben haben, schließ­lich müsse man seine Kin­der schüt­zen. Eine Mit­mensch­li­che Reak­tion! Die Kin­der der 750 Bür­ger haben mit Sicher­heit auch Fern­seh­ver­bot, dür­fen keine Presse lesen und bekom­men bei Aus­sen­auf­ent­hal­ten die Augen ver­bun­den. (RP — 26.09.2008)

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26 September

Ü70 - My Generation

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Das alte Men­schen nicht unbe­dingt fies davor sind, neues zu machen, ist einer der Ver­dienste des demo­gra­phi­schen Wan­dels in Deutsch­land. Ges­tern erst habe ich noch bei den ZDF.Reportern gese­hen, wie ältere und allein­ste­hende Frauen und Män­ner über 60 sich noch in Sin­gle­bör­sen rum­trei­ben und gleich­ge­sinnte anbag­gern. Bei Advan­ced Style bin ich dann auf den Link zu einem Video gestos­sen, das mich doch sehr fas­zi­niert hat. Das Video ist nicht mehr ganz tau­frisch, es wurde bereits 2007 dar­über berich­tet, die Prot­ago­nis­ten ver­die­nen aber Beachtung.

The Zim­mers ist eine Grup­pen von 40 Senio­ren im Alter von 78 bis 99 Jahre, die in den legen­dä­ren Abbey Road Stu­dios in Lon­don eine Cover­ver­sion des The Who Klas­si­kers „My Gene­ra­tion” ein­ge­spielt haben. In einem Inter­view der BBC erzählte der 90 jäh­rige Lead Sän­ger Alf Caretta:

Ich kann gar nicht glau­ben was pas­siert. Es ist so auf­re­gend in den Stu­dios einen Song auf­zu­neh­men, in dem auch schon die Beat­les auf­ge­nom­men haben. Diese Erfah­rung hat mich zurück ins Leben gebracht. Ich war auf dem Abstell­gleis und jetzt fühle ich mich wie­der lebendig.

Respekt! Was die älte­ren Herr­schaf­ten da mit Hilfe ein paar Musi­ker ein­ge­spielt haben ist durch­aus rockig und eine ehr­wür­dige Homage an der Klas­si­ker von The Who. Ich habe mich immer davor gefürch­tet, daß mein Vater eines Tages an einem Bau­zaun den Bau­ar­bei­tern beim arbei­ten zuschaut, schön das es anders gekom­men ist. Noch schö­ner ist, das es anschei­nend noch mehr von denen gibt, die sich nicht ihrem Schick­sal erge­ben und dar­auf war­ten das zeit­li­che zu seg­nen. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


25 September

Subkultur! - Das Emo als Subkultur?

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800px-FugaziEmo´s sind keine Kuscheltieren die bei Berührung nach Nahrung verlangen, Emo ist die Abkürzung für Emotional Hardcore, einer Musikrichtung die ihre Entstehung in den USA der frühen 90ern feierte. Die als mehr emotionalere und gefühlvollerer Version des Hardcore Punks mit anspruchsvolleren Texten rund um Liebe und Verzweiflung gedachte Musikrichtung fand schnell viele Anhänger, gerade in der Generation der Jugendlichen.

Mit Titeln wie "Ceme­tery Drive” oder „Roses for the Dead” gibt sich die Musik mor­bide, hat aber mit Gothic nicht viel zu tun. So ziem­lich jeder Emo ver­wech­selt die eige­nen hor­mon­be­grün­de­ten Pro­blem­chen mit tie­fem Welt­schmerz und lebt die­sen hem­mungs­los aus. Im abge­dun­kel­ten Zim­mer sit­zend wer­den trau­rige Gedichte ver­fasst, die größ­ten­teils in Metrik und Seman­tik ebenso gru­se­lig sind wie in der dunk­len Wortwahl.

Es wird wohl 2000 gewe­sen sein, als sich Emo auch als Stil­aus­prä­gung der jugend­li­chen Mode eta­blierte, letzt­end­lich wird sie auch dar­auf von den meis­ten redu­ziert. Dabei wer­den viele Stil­ar­ten zu einem ganz neuen indi­vi­du­el­len Stil gemischt. Die Szene greift Ele­mente aus Bewe­gun­gen wie Punk, Gothic, Metal, Rocka­billy und Visual-Kei auf und kom­bi­niert das ganze auf neue Art. Röh­ren­jeans, Hoo­dys, Vans und Chucks gehen als ein­deu­tige Merk­male die­ses Genre durch. Die Haar­farbe ist meist schwarz, kom­bi­niert mit grü­nen, blauen oder lila far­be­nen Sträh­nen, der in dem Mar­ken­zei­chen der Emos endet, dem lan­gen Pony der übli­cher­weise ein Auge bedeckt. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


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